Arbeiten Trotz Krankschreibung Und Dann Wieder Krank

Na, grüß dich! Setz dich, setz dich! Brauchst 'nen Kaffee? Ich muss dir was erzählen. Stell dir vor, das hier ist passiert:
Hast du dich jemals so richtig krank gemeldet? Also, so richtig mit allem Drum und Dran? Nase läuft, Kopf brummt, Energielevel unter Null… Du kennst das Spiel. Dann liegst du da, eingemummelt in deine Decke, guckst Serien und denkst dir: "Endlich Ruhe!"
Aber dann…dann kommt der Teufel ins Spiel. Oder in dem Fall: Dein Chef, dein innerer Schweinehund, oder einfach nur die Tatsache, dass du wirklich gern deinen Job machst (ja, das gibt’s!). Plötzlich überlegst du: "Ach, so schlimm ist's ja gar nicht. Diese eine Mail...dieser eine Anruf...das kann ich doch noch schnell erledigen!"
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Und peng, schon bist du wieder am Laptop, tippst wie ein Weltmeister, während du eigentlich auf dem Sofa liegen und dich auskurieren solltest. Herzlichen Glückwunsch, du hast den ersten Schritt in die Arbeiten-trotz-Krankschreibung-Falle getan. Und glaub mir, da kommt man schwer wieder raus!
Das gefährliche Spiel mit der Gesundheit
Warum machen wir das eigentlich? Ist es der Druck vom Job? Die Angst, etwas zu verpassen? Oder einfach nur das unbändige Verlangen, gebraucht zu werden? Psychologen würden wahrscheinlich eine lange Abhandlung darüber schreiben, aber ich sag's mal so: Es ist dumm. Punkt.

Denk mal drüber nach: Du bist krank. Dein Körper schreit nach Ruhe. Du gibst ihm stattdessen Excel-Tabellen. Das ist wie einem Marathonläufer nach 40 Kilometern noch 'nen Burger reinzustopfen. Der wird sich bedanken! Garantiert nicht.
Und dann kommt der Clou: Du hast dich trotz Krankschreibung verausgabt, bist noch kränker geworden und brauchst jetzt eine noch längere Auszeit. Super gemacht! Hättest du dich gleich richtig ausgeruht, wärst du jetzt wieder fit wie ein Turnschuh. Aber nein, du musstest ja den Helden spielen!

Ich hab mal gehört, dass es in Japan ein Wort für "Tod durch Überarbeitung" gibt: "Karoshi". Krass, oder? Klar, wir sind hier nicht in Japan, aber trotzdem: Unsere Gesundheit ist unser wertvollstes Gut. Wir sollten sie nicht für irgendwelche Deadlines aufs Spiel setzen. Das ist wie mit dem letzten Stück Pizza: Manchmal muss man einfach "Nein" sagen!
Rechtliche Grauzone und andere Fallstricke
Okay, jetzt mal Butter bei die Fische: Ist das überhaupt erlaubt? Arbeiten, wenn man krankgeschrieben ist? Die Antwort ist... es kommt drauf an! Rechtlich gesehen ist es eine Grauzone. Solange du deinen Genesungsprozess nicht behinderst und deinen Arbeitgeber nicht betrügst, ist es (meistens) okay. Aber Achtung:
- Informiere deinen Arbeitgeber: Wenn du planst, trotz Krankschreibung ein paar Aufgaben zu übernehmen, solltest du das offen kommunizieren. Sonst könnte es Ärger geben.
- Achte auf dich: Übertreib es nicht! Ein bisschen E-Mails checken ist okay, aber eine 40-Stunden-Woche ist definitiv kontraproduktiv.
- Lass dich nicht ausnutzen: Dein Arbeitgeber darf dich nicht dazu zwingen, zu arbeiten, wenn du krankgeschrieben bist. Das ist Nötigung!
Stell dir vor, du schleppst dich mit Fieber ins Büro und dein Chef sagt: "Super, dass du da bist! Hier, räum mal eben das Lager auf." Ähm, nein danke! Das ist nicht Sinn der Sache. Denk daran: Du bist krank. Du hast das Recht, dich auszuruhen!

Und was passiert, wenn du während deiner Krankschreibung einen Unfall hast? Zum Beispiel, weil du total übermüdet mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bist? Dann könnte die Versicherung sagen: "Sorry, Pech gehabt. Du hättest ja nicht arbeiten müssen." Autsch!
Tipps und Tricks für ein entspanntes Kranksein (und eine erfolgreiche Genesung)
So, genug mit dem Schwarzmalen! Was kannst du also tun, um die "Arbeiten-trotz-Krankschreibung"-Falle zu vermeiden? Hier sind ein paar Tipps, die mir geholfen haben (manchmal...):

- Akzeptiere, dass du krank bist: Das ist der wichtigste Schritt. Sei ehrlich zu dir selbst und gesteh dir ein, dass du eine Pause brauchst.
- Schalte ab: Laptop zu, Handy auf lautlos, E-Mail-Benachrichtigungen deaktivieren. Konzentriere dich auf deine Genesung.
- Delegiere Aufgaben: Bitte deine Kollegen, deine Aufgaben zu übernehmen. Dafür sind sie ja da! (Und wenn nicht, dann solltest du dir einen neuen Job suchen...)
- Tu dir was Gutes: Lies ein Buch, schau einen Film, nimm ein entspannendes Bad. Gönn dir was!
- Schlaf, schlaf, schlaf: Schlaf ist die beste Medizin. Also, ab ins Bett und ausruhen!
Und ganz wichtig: Hör auf deinen Körper! Wenn er dir sagt, dass du eine Pause brauchst, dann gib ihm die Pause. Es ist dein Körper, und du bist dafür verantwortlich, ihn gut zu behandeln. Denk dran: Du bist keine Maschine!
Also, nächstes Mal, wenn du krank bist und dich fragst, ob du nicht doch noch schnell diese eine Mail beantworten solltest, denk an unsere kleine Plauderei hier. Und dann mach einfach das Richtige: Leg dich hin, trink 'nen Tee und kuriere dich aus. Dein Chef (und dein Körper) werden es dir danken!
So, und jetzt... noch 'nen Kaffee?
