Analyzing A Speech Sample

Stell dir vor, du stehst in der Küche, kochst Nudeln, und aus dem Radio plärrt eine Rede. Vielleicht vom Bürgermeister, vielleicht von irgendeinem hippen Influencer, vielleicht sogar von deinem Chef, der mal wieder 'was zu verkünden hat. Kennst du das? Normalerweise würdest du einfach die Nudeln umrühren und nebenbei ein bisschen mit dem Kopf nicken. Aber was, wenn du stattdessen mal genauer hinhörst? So richtig genau?
Ich meine jetzt nicht, ob der Redner stottert oder ob er einen versprochenen Bonus tatsächlich auszahlt. Sondern was passiert, wenn man sich eine Rede wie ein Detektiv einen Tatort anschaut? Als würde man nach Hinweisen suchen, die verraten, was wirklich los ist. Sozusagen eine Rede-Sezierung! Klingt kompliziert? Ist es gar nicht, versprochen!
Nehmen wir mal an, es ist der Bürgermeister, der da so pathetisch ins Mikrofon brüllt. Er schwört, dass die neue Umgehungsstraße pünktlich fertig wird. "Bis zum Sommer", ruft er, "können wir den Verkehr entlasten!" Aber Achtung, jetzt kommt der Spaß. Zähl mal mit, wie oft er das Wort "wir" benutzt. Und wie oft er von "ich" spricht. Wenn das "ich" häufiger vorkommt als das "wir", dann hat der gute Mann vielleicht ein bisschen zu viel Selbstbeweihräucherung im Sinn. Oder er fühlt sich heimlich für den Erfolg verantwortlich, auch wenn das ganze Team seit Monaten schuftet.
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Oder nehmen wir an, es ist ein Influencer, der dir gerade die neueste Super-Duper-Gesichtscreme anpreist. Achte mal darauf, wie oft er Wörter wie "unglaublich", "revolutionär" oder "absolut" verwendet. Je mehr Superlative, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Creme zwar gut riecht, aber nicht unbedingt dein Leben verändern wird. Denk dran: Ein bisschen Skepsis hat noch niemandem geschadet!
Und dann gibt es noch die Chefs dieser Welt. Die, die in Meetings ewige Monologe halten und am Ende keiner so richtig weiß, worum es eigentlich ging. Hier ist die Anzahl der Fachbegriffe und Anglizismen ein guter Indikator. Je mehr davon in der Rede vorkommen, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Chef entweder selbst nicht genau weiß, wovon er redet, oder dass er dich einfach nur beeindrucken will. Oder beides!

Aber das ist noch nicht alles. Es geht nicht nur um die Wörter, sondern auch um die Stimme. Ist sie ruhig und sanft? Oder eher laut und aggressiv? Eine zitternde Stimme kann Nervosität verraten, auch wenn der Redner versucht, cool zu wirken. Und ein zu lautes Organ könnte bedeuten, dass er dich einfach übertönen will, damit du keine kritischen Fragen stellst.
Ganz besonders lustig wird es, wenn du versuchst, die Körpersprache des Redners zu analysieren, wenn du ihn oder sie sehen kannst. Verschwinden die Hände ständig in den Hosentaschen? Das könnte Unsicherheit bedeuten. Oder kratzt er oder sie sich ständig am Kopf? Vielleicht ist die Rede doch nicht so gut vorbereitet, wie er oder sie behauptet.

Und das Schönste an der ganzen Sache? Man muss kein Sprachwissenschaftler sein, um solche kleinen "Rede-Checks" durchzuführen. Es reicht, wenn man ein bisschen neugierig ist und Spaß daran hat, hinter die Fassade zu schauen. Stell dir vor, du sitzt das nächste Mal in einem Meeting und spielst heimlich "Rede-Detektiv". Du wirst überrascht sein, was du alles entdeckst. Und vielleicht, nur vielleicht, verstehst du am Ende sogar, was der Chef eigentlich sagen wollte. Oder auch nicht. Aber zumindest hattest du Spaß dabei!
Das Ganze ist natürlich nicht todernst zu nehmen. Manchmal ist eine Rede einfach nur eine Rede. Aber manchmal steckt eben doch mehr dahinter, als man auf den ersten Blick (oder das erste Hören) vermutet. Und wenn du das nächste Mal eine Rede hörst, denk daran: Es ist wie ein Krimi. Du bist der Detektiv. Und die Rede ist dein Tatort. Viel Spaß beim Ermitteln!
Und wer weiß, vielleicht inspiriert dich das Ganze ja sogar, deine eigenen Reden ein bisschen aufzupeppen. Oder zumindest darauf zu achten, dass du das Wort "wir" öfter benutzt als das Wort "ich". Deine Zuhörer werden es dir danken!
