Amerik Tanz Der 1920er Jahre

Also, hört mal zu, Leute! Lasst mich euch was erzählen über die 1920er in Amerika. Ihr wisst schon, die Zeit der Flapper, des Jazz und, äh… der Prohibition? Es war verrückt. Aber vor allem: Es war die Zeit, in der die Amis richtig abgetanzt haben!
Stellt euch vor: Der Erste Weltkrieg war vorbei. Die Leute waren kriegsmüde und hatten Bock, Spaß zu haben. Und wie feiert man das Ende eines Weltkriegs? Mit Tanz! Und zwar nicht mit steifen Walzern, sondern mit Zeug, das die Großmutter in Ohnmacht fallen ließ.
Charleston: Der König des Parketts
Der Charleston, oh mein Gott, der Charleston. Dieser Tanz war so wild, so ungestüm, so… explosiv! Man schmiss die Beine in die Luft, verdrehte die Knie und ruderte mit den Armen, als würde man versuchen, ein sinkendes Boot zu verlassen. Stell dir vor, du versuchst, gleichzeitig eine Treppe hochzurennen, einen Vogel zu imitieren und einem nervigen Mitmenschen auszuweichen. Das ist Charleston!
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Und das Beste: Er war ansteckend. Sobald jemand anfing zu Charleston, sprangen alle auf und machten mit. Auch die, die es eigentlich gar nicht konnten. Ergebnis: Chaos, Gelächter und jede Menge verstauchter Knöchel. Aber hey, was soll's? Es war die 20er!
Angeblich soll der Charleston seinen Ursprung in den afroamerikanischen Gemeinden von Charleston, South Carolina, haben. Er verbreitete sich wie ein Lauffeuer, erst in den schwarzen Vierteln, dann durch die ganze Nation, bis selbst der prüde Onkel Herbert plötzlich mit den Füßen wippte. (Ok, vielleicht nicht Onkel Herbert, aber ihr versteht, was ich meine.)

Foxtrott: Ein Hauch von Eleganz (und Stolpern)
Wenn der Charleston die Partyrakete war, dann war der Foxtrott der… elegante Onkel, der versuchte, mitzuhalten. Er war geschmeidiger, langsamer, ein bisschen weniger chaotisch. Man glitt quasi über das Parkett… zumindest, wenn man gut war.
Der Foxtrott war perfekt für Paare, die ein bisschen Romantik in die Tanzfläche bringen wollten. Stell dir vor: sanftes Licht, gedämpfte Musik, ein Hauch von Parfüm… und dann stolpert dein Partner über deine Füße und ihr landet unsanft auf dem Hosenboden. Ok, vielleicht nicht immer romantisch, aber immerhin unterhaltsam!

Der Foxtrott ist übrigens ein Kind des Vaudeville. Ein gewisser Harry Fox soll ihn populär gemacht haben, indem er ihn in seiner Show tanzte. Ob er dabei selbst mal gestolpert ist? Wahrscheinlich. Aber er hat's mit Würde getan, so viel steht fest.
Black Bottom: Der Tanz für den Allerwertesten
Okay, hier wird's ein bisschen… frech. Der Black Bottom! Der Name allein ist schon zum Totlachen. Er wurde in den 1920ern so richtig populär und war bekannt für seine wackelnden, schüttelnden und schwingenden Bewegungen – speziell mit dem Hintern. Man tat quasi so, als hätte man was in der Hose, was man loswerden wollte. Ziemlich explizit, oder?

Manche sagen, der Black Bottom sei eine Hommage an ein sumpfiges Gebiet in New Orleans gewesen, das "Black Bottom" genannt wurde. Andere behaupten, es sei einfach nur ein Ausdruck von purer Lebensfreude gewesen. Was auch immer die Wahrheit ist, eines ist sicher: Der Black Bottom sorgte für rote Köpfe und jede Menge Getuschel hinter vorgehaltener Hand.
Die Folgen der Tanzwut
Die Tanzwut der 1920er hatte natürlich auch ihre Schattenseiten. Ältere Generationen waren entsetzt über die "zügellose" und "unmoralische" Art, wie sich die Jugend bewegte. Es gab Prediger, die vor dem Charleston warnten und behaupteten, er führe direkt in die Hölle. (Ich wette, da gab's dann 'nen höllisch guten Jazz.)

Aber die Jugend ließ sich nicht beirren. Sie tanzte weiter, feierte das Leben und ignorierte die Warnungen der Alten. Und wisst ihr was? Sie hatten Recht. Die 1920er waren eine Zeit des Aufbruchs, der Freiheit und der Selbstentfaltung. Und was ist ein besserer Weg, das auszudrücken, als sich auf der Tanzfläche mal so richtig auszutoben?
Also, das nächste Mal, wenn ihr Musik hört, die euch in die Beine geht, denkt an die 1920er zurück. Lasst euch fallen, schwingt die Hüften und habt einfach Spaß! Und wenn ihr dabei stolpert… nun, dann lacht einfach drüber und tanzt weiter. Denn genau das hätten die Flapper und Dandys auch getan!
Und jetzt, entschuldigt mich, ich muss dringend üben. Ich hab da so 'ne Charleston-Choreografie im Kopf…
