Alle Strophen Der Deutschen Nationalhymne

Okay, Leute, setzt euch, bestellt euch einen Kaffee (oder ein Bier, ist ja egal, Hauptsache gute Laune), denn ich hab‘ euch was zu erzählen. Es geht um unsere Nationalhymne. Ja, genau, das Lied, das bei Fußballspielen und Staatsbesuchen so feierlich abgespielt wird. Aber mal ehrlich, wer kennt alle Strophen? Wer von euch kann ehrlich sagen, dass er mehr als die erste Zeile auswendig kann? Ich wette, die meisten denken, es gibt nur eine Strophe! Und genau da liegt der Witz.
Denn, oh Schreck, es gibt drei! Ja, richtig gelesen. Drei Strophen, die in einem Gedicht von Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahre 1841 stecken. Also, quasi ein Lied in drei Akten. Ein Drama in Dur, sozusagen. Und das Ganze unter dem Titel: "Das Lied der Deutschen".
Jetzt kommt der Hammer: Wusstet ihr, dass dieses Lied ursprünglich gar nicht so patriotisch gemeint war? Fallersleben war ein ziemlicher Revoluzzer. Er war unzufrieden mit der Zersplitterung Deutschlands in lauter kleine Fürstentümer. Ihm schwebte eine geeinte, liberale Nation vor. Sein Lied war also eher ein Aufruf zur Einigkeit und Freiheit, eine Art Anti-Establishment-Hymne, bevor es cool war, Anti-Establishment-Hymnen zu schreiben.
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Strophe 1: Das mit den Grenzen
Also, die berühmteste Strophe, die kennt ja jeder: "Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt…". Puh, das klingt schon ganz schön nach Weltherrschaft, oder? Aber keine Sorge, es ist nicht so gemeint! Fallersleben wollte damit ausdrücken, dass die Einheit Deutschlands ihm wichtiger ist als alles andere – inklusive der damaligen Kleinstaaterei. Wichtig: "Über alles" bezieht sich auf die Priorität, nicht auf die geografische Ausdehnung. Stell dir vor, er wollte sagen: "Leute, lasst uns mal die ganzen kleinen Königreiche vergessen und uns auf das Wesentliche konzentrieren: ein vereintes Deutschland!"
Aber genau wegen dieser Zeile gab es nach dem Zweiten Weltkrieg natürlich Diskussionen. War das nicht zu nationalistisch? Zu aggressiv? Die Alliierten waren nicht begeistert. Und man kann es ihnen nicht verdenken. Heutzutage wird diese Strophe nicht mehr gesungen, sondern nur noch die dritte.

Strophe 2: Das mit den deutschen Frauen und dem Wein
Die zweite Strophe ist etwas… seltsam. Sie beginnt mit: "Deutsche Frauen, deutsche Treue…". Klingt nach einer Werbung für eine Biedermaier-Partnervermittlung, oder? Und dann geht es weiter mit "deutscher Wein und deutscher Sang". Also, Frauen, Treue, Wein und Gesang. Klingt eher nach einem gelungenen Dorffest als nach einer Nationalhymne. Vielleicht war Fallersleben einfach nur ein bisschen romantisch veranlagt. Oder er hatte Durst. Wer weiß das schon?
Mal ehrlich, wer von euch wusste überhaupt, dass es diese Strophe gibt? Und wenn ja, wer kann sie fehlerfrei aufsagen? Vermutlich niemand. Sie ist quasi die vergessene Schwester der ersten Strophe. Die, die immer im Schatten steht und nie so richtig ins Rampenlicht darf.

Strophe 3: Einigkeit und Recht und Freiheit
Und dann kommt die dritte Strophe, die heutige Nationalhymne! "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!". Klingt doch schon viel besser, oder? Viel friedlicher, viel inklusiver. Endlich was, womit sich alle identifizieren können. Diese Strophe wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Bundeskanzler Adenauer zur offiziellen Hymne erklärt und von Bundespräsident Heuss bestätigt. Also, quasi von den Chefs persönlich abgesegnet.
Interessant: Diese Strophe betont die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft: Einigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Und das ist doch was, worauf wir stolz sein können. Kein aggressives "Über alles", sondern ein friedliches "Lasst uns zusammenhalten und für unsere Werte eintreten!". Das ist doch mal eine Message!

Also, liebe Freunde, das nächste Mal, wenn ihr die Nationalhymne hört, denkt daran: Es gibt mehr als nur die erste Zeile! Es gibt eine ganze Geschichte, einen Revoluzzer-Dichter, vergessene Strophen und eine Botschaft von Einigkeit, Recht und Freiheit. Und vielleicht, nur vielleicht, könnt ihr ja beim nächsten Fußballspiel mal die dritte Strophe anstimmen. Ihr werdet überrascht sein, wie viele Leute mitsingen können… oder auch nicht. Aber es ist einen Versuch wert, oder?
Und jetzt Prost! Auf Deutschland, auf Fallersleben und auf die drei Strophen unserer Nationalhymne!
