ähnlichkeiten Mit Lebenden Personen Sind Rein Zufällig
Mike Johnson
Kennt ihr das? Man liest ein Buch, schaut einen Film oder eine Serie und denkt sich: "Moment mal... dieser Charakter... der kommt mir doch irgendwie bekannt vor!" Dann grübelt man und grübelt und... BOOM! Da ist es. Das Gesicht, die Art zu sprechen, die Macken... Es ist Tante Erna!
Die offizielle Version ist ja immer: "Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig." Ja, ja, schon klar. Aber mal ehrlich, wer glaubt das wirklich?
Zufall? Ich bitte euch!
Ich behaupte mal, dass Drehbuchautoren und Romanautoren nicht einfach so im luftleeren Raum ihre Figuren erfinden. Sie beobachten. Sie hören zu. Sie saugen die Welt um sich herum auf wie ein Schwamm voller Klatsch und Tratsch. Und dann, wenn die Muse küsst, lassen sie all das in ihre Charaktere einfließen.
Nehmen wir mal Professor Knickerbein aus dem neuen Fantasy-Roman von Autor XY. Ein zerstreuter, genialer Wissenschaftler mit einer Vorliebe für ungewöhnliche Socken. Klingelt da was? Bei mir schon! Der ist doch 1:1 Herr Meier, mein Physiklehrer aus der 10. Klasse. Derselbe schräge Humor, dieselbe ungebügelte Kleidung... Und ja, auch Herr Meier trug immer bunte Socken!
Und was ist mit Frau Sonnenschein, der ehrgeizigen Karrierefrau in der Anwaltsserie? Die ist doch eindeutig von Frau Weber inspiriert, der Chefin meiner Mutter. Unbarmherzig im Job, aber mit einem weichen Kern. So weich, dass man ihn nur mit einem Diamantschneider erreicht.
Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig Foto & Bild
Die Kunst der subtilen Anspielung
Natürlich wird niemand zugeben, dass er sich bei realen Personen bedient hat. Das wäre ja auch ein bisschen unfein. Aber die Ähnlichkeiten sind oft so offensichtlich, dass man sich fragt, wie sie das überhaupt leugnen können. Ich meine, hallo? Wir sind doch nicht blöd!
Vielleicht ist es ja auch eine Art Hommage. Eine subtile Anerkennung an all die schrägen, liebenswerten und manchmal auch nervigen Menschen, die unser Leben so bunt machen. Eine Art "Danke, dass es dich gibt. Du bist zwar ein bisschen verrückt, aber ohne dich wäre die Welt langweiliger."
Und mal unter uns: Wer würde sich nicht geehrt fühlen, wenn er in einem Roman oder Film verewigt würde? Klar, vielleicht nicht gerade als der Bösewicht, aber als der schrullige Nachbar mit dem Herz aus Gold? Das wär doch was!
Stadt Ahlen: Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Personen sind rein zufällig
Ich glaube, dass jeder von uns in irgendeiner fiktiven Figur steckt. Vielleicht nicht 1:1, aber in Fragmenten. Ein bisschen von unserer Sturheit, ein bisschen von unserem Humor, ein bisschen von unserer Unsicherheit. Und das ist auch gut so!
Die unbequeme Wahrheit
Denn mal ehrlich: Ist es wirklich Zufall, dass der griesgrämige Tankwart in der Kleinstadt-Komödie genauso aussieht und redet wie Herr Schmidt von der Tankstelle um die Ecke? Oder dass die exzentrische Künstlerin im Arthouse-Film die gleichen verrückten Hüte trägt wie Frau Lehmann, die Blumenverkäuferin auf dem Wochenmarkt?
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Ich glaube nicht. Ich glaube, dass die Autoren uns damit etwas sagen wollen. Dass die Welt, die sie uns zeigen, nicht so weit von unserer eigenen entfernt ist. Dass wir alle Teil einer großen, verrückten Geschichte sind.
Also, das nächste Mal, wenn ihr eine fiktive Figur seht und denkt: "Hoppla, das ist ja wie bei..." dann wisst ihr Bescheid. Es ist kein Zufall. Es ist die Realität, die sich in die Fiktion geschlichen hat. Und das ist gut so!
Oder was meint ihr? Bin ich da völlig auf dem Holzweg?