Actio Libera In Causa

Okay, stell dir vor, du sitzt mit deiner besten Freundin im Café. Cappuccino dampft, Kuchen lockt, und plötzlich... juristisches Fachwissen? Ja, genau das machen wir jetzt! Und zwar über ein Thema, das sich anhört wie ein Zauberspruch aus Harry Potter: Actio Libera In Causa.
Klingt fancy, oder? Ist es auch, ein bisschen. Aber keine Panik! Im Kern geht’s darum, dass du dich nicht einfach so rausreden kannst, wenn du im berauschten Zustand Mist baust. "Ich war doch betrunken, war nicht ich!" – Funktioniert nicht immer, mein Freund!
Was zum Teufel bedeutet das genau?
Also, wörtlich übersetzt heißt es so viel wie: "Die in ihrer Ursache freie Handlung". Puh, das hilft jetzt nicht wirklich weiter, stimmt's? Stell dir vor, du nimmst dir vorsätzlich vor, dich total zu betrinken, damit du den Mut hast, die Bank auszurauben (bitte nicht nachmachen!). Du planst also, dich in einen Zustand zu versetzen, in dem du vielleicht nicht voll schuldfähig bist. Aber Achtung, genau da greift die Actio Libera In Causa ein.
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Der Witz ist nämlich: Obwohl du im Moment der Tat vielleicht nicht mehr so ganz "Herr deiner Sinne" warst (Understatement des Jahrhunderts!), hast du die Ursache für diesen Zustand selbst herbeigeführt. Du hast dich ja schließlich extra abgefüllt! Du hast die Situation sozusagen selbst "angezettelt".
Also kurz gesagt: Wenn du dich bewusst in einen Zustand bringst, in dem du dann eine Straftat begehst, kannst du dich später nicht einfach auf deine Trunkenheit berufen. Das wär ja noch schöner! "Entschuldigung, ich war zu high für den Knast!" – Nee, so läuft das nicht.

Die kniffligen Fälle
Aber natürlich ist die Sache nicht immer so eindeutig wie beim Bankraub-Beispiel. Was, wenn du einfach nur auf einer Party zu tief ins Glas geschaut hast und dann im Suff jemanden beleidigst? War das Absicht? Hast du geplant, betrunken beleidigend zu werden? Das ist die Frage!
Die Gerichte müssen dann ganz genau hinschauen: War da eine Vorsatz im Spiel? Wolltest du dich überhaupt in den Zustand versetzen, in dem die Tat passiert ist? Oder war es einfach nur ein blöder Zufall? Ein tragischer Unfall in der Cocktail-Bar, sozusagen?

Es gibt da verschiedene Modelle, wie die Juristen das sehen. Eines davon besagt, dass man quasi eine Art "Vorverlagerung der Verantwortlichkeit" hat. Das bedeutet, dass die Verantwortung für die Tat nicht im Moment der Tat selbst liegt, sondern in dem Moment, als du dich entschieden hast, dich zu betrinken. Kompliziert, ich weiß!
Ein anderes Modell sagt, dass man dich trotzdem für die Tat verantwortlich machen kann, wenn du die Tat zumindest billigend in Kauf genommen hast. Also wenn du wusstest oder hättest wissen müssen, dass du im betrunkenen Zustand Mist bauen wirst.

Warum ist das wichtig?
Na, weil es darum geht, dass man sich nicht einfach so aus der Verantwortung stehlen kann! Stell dir vor, jeder würde sich vor einer Straftat volllaufen lassen und dann sagen: "Sorry, war nicht ich!" Das wäre ja das reinste Chaos!
Die Actio Libera In Causa sorgt also dafür, dass Leute, die sich absichtlich in einen Zustand versetzen, in dem sie kriminelle Energie entwickeln, trotzdem zur Rechenschaft gezogen werden können. Gerechtigkeit muss sein, auch wenn der Täter einen Kater hat!
Also, das nächste Mal, wenn du auf einer Party bist und überlegst, noch einen Cocktail zu trinken, denk an die Actio Libera In Causa. Vielleicht lieber doch eine Apfelschorle? Oder zumindest die Konsequenzen bedenken, falls der Abend eskaliert. Prost!
