Ab Welchem Alter Darf Man Redbull Trinken

Ah, Red Bull. Die magische Dose, die uns Flügel verleihen soll. Aber ab welchem Alter dürfen wir denn nun fliegen, oder besser gesagt, einen Schluck von diesem belebenden Elixier nehmen? Das ist eine Frage, die schon so manche Familienfehde ausgelöst hat und auf Spielplätzen hitzig diskutiert wird.
Offiziell gibt es in Deutschland keine klare gesetzliche Regelung, die den Konsum von Energy-Drinks wie Red Bull explizit an ein bestimmtes Alter knüpft. Klingt erstmal gut, oder? Aber bevor jetzt die Teenagerhorden die Supermärkte stürmen: Halt! So einfach ist es dann doch nicht.
Denn da wäre ja noch der gute alte gesunde Menschenverstand. Und der schreit bei der Vorstellung eines 5-jährigen, der mit einer Red Bull-Dose bewaffnet auf dem Bobbycar herumrast, wahrscheinlich: "Halt! Das ist keine gute Idee!".
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Warum? Nun, Red Bull enthält Koffein. Und zwar nicht zu knapp. Koffein wirkt aufputschend und kann bei Kindern und Jugendlichen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Denk an Herzrasen, Schlafstörungen, Nervosität oder sogar Angstzustände. Klingt nicht nach Spaß, oder?
Es ist wie mit dem ersten Kaffee. Die meisten Eltern würden ihren Sprösslingen keinen Espresso zum Frühstück servieren. Einfach, weil sie wissen, dass das Koffein den kleinen Körper ganz schön durcheinander bringen kann. Bei Red Bull ist es im Prinzip das Gleiche, nur in einer schickeren Dose und mit dem Versprechen von Flügeln.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) rät übrigens ganz klar vom Konsum von Energy-Drinks für Kinder und Jugendliche ab. Das ist keine Empfehlung, die man leichtfertig ignorieren sollte.
Und was sagen die Hersteller selbst? Red Bull betont, dass ihre Produkte nicht für Kinder empfohlen werden. Eine Aussage, die man sich merken sollte, bevor man die nächste Dose in den Einkaufswagen legt.

Also, was tun?
Die Entscheidung liegt letztendlich bei den Eltern. Sie kennen ihr Kind am besten und können einschätzen, ob und wann ein Energy-Drink in Frage kommt. Aber ein offenes Gespräch über die Risiken und Nebenwirkungen ist auf jeden Fall ratsam. Und vielleicht kann man ja eine leckere Saftschorle als Alternative anbieten. Schmeckt auch gut und verleiht vielleicht nicht Flügel, aber dafür ein gutes Gewissen.
Ich erinnere mich an eine Freundin, deren Sohn (damals 14) unbedingt Red Bull probieren wollte. Sie erlaubte es ihm, aber unter einer Bedingung: Er musste den Beipackzettel (oder das, was in etwa einem Beipackzettel für Red Bull entspricht) laut vorlesen. Nach dem Vorlesen der möglichen Nebenwirkungen war der Appetit auf das magische Getränk dann doch nicht mehr so groß. Clever, oder?
Es geht also nicht nur um das Alter, sondern auch um die Reife und das Verständnis für die Wirkung von Koffein. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Energy-Drinks ist wichtig, egal ob man 14 oder 40 ist.

Ein paar Gedanken zum Schluss
Vielleicht sollten wir uns alle mal wieder fragen, warum wir eigentlich so dringend diese "Flügel" brauchen. Brauchen wir wirklich einen chemischen Energieschub, um den Tag zu meistern? Oder könnten wir nicht einfach mal eine Runde spazieren gehen, ein Nickerchen machen oder ein gutes Gespräch führen?
Manchmal sind die einfachsten Dinge die besten Energielieferanten. Und ganz ehrlich: Ein herzhaftes Lachen ist sowieso der beste Red Bull-Ersatz, den es gibt. Probiert es mal aus!

Denkt daran, es gibt keinen Zaubertrank, der uns alle Probleme lösen kann. Und manchmal ist es besser, einfach mal ohne Flügel durchs Leben zu gehen und die kleinen, unspektakulären Momente zu genießen.
Und bevor ich es vergesse: Wer wirklich fliegen will, sollte lieber einen Gleitschirmkurs machen. Das ist zwar teurer als eine Dose Red Bull, aber dafür unvergesslich und garantiert ohne Herzrasen (naja, vielleicht ein bisschen).
"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt." - Mahatma Gandhi (Hätte wahrscheinlich auch lieber Tee getrunken als Red Bull...)
