Ab Wann Braucht Man Eine Krankmeldung Wochenende

Kennst du das Gefühl? Freitagabend, endlich Wochenende! Du freust dich auf Entspannung, Netflix und vielleicht ein Treffen mit Freunden. Aber dann... kündigt sich eine Erkältung an, oder schlimmer noch, du wirst von einer ausgewachsenen Grippe übermannt. Die Frage aller Fragen ist dann: Brauche ich eine Krankschreibung, auch wenn ich am Wochenende krank bin?
Lass uns das mal ganz entspannt angehen. Stell dir vor, du hast dich auf eine Wanderung am Samstag gefreut, aber am Freitagabend fühlst du dich total schlapp. Die Nase läuft, der Kopf dröhnt – Wanderung gestrichen! Aber was ist mit der Arbeit? Muss ich jetzt gleich zum Arzt rennen, obwohl ich doch "frei" habe?
Die magische Grenze: Drei Tage
Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach, zumindest in den meisten Fällen. Die meisten Arbeitgeber in Deutschland verlangen eine Krankschreibung (auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder AU genannt) erst ab dem vierten Krankheitstag. Das bedeutet: Wenn du Freitag, Samstag und Sonntag krank bist und am Montag wieder fit genug bist, um zu arbeiten, brauchst du in der Regel keine Krankschreibung.
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Aber Achtung! Hier kommt das große "Aber". Es gibt Ausnahmen. Dein Arbeitsvertrag oder eine Betriebsvereinbarung können andere Regeln festlegen. Manche Arbeitgeber möchten schon ab dem ersten Krankheitstag eine Krankschreibung sehen. Das ist zwar eher unüblich, aber eben möglich. Also, check am besten mal deine Unterlagen, bevor du dich zurücklehnst und denkst: "Wochenende, Krankschreibung egal!"
Warum ist das überhaupt wichtig?
Ganz einfach: Es geht um deine Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer. Eine Krankschreibung dient als Beweis dafür, dass du wirklich arbeitsunfähig bist. Dein Arbeitgeber muss dir in der Regel dein Gehalt weiterzahlen, solange du krank bist (bis zu sechs Wochen). Und ohne Krankschreibung könnte es schwierig werden, diesen Anspruch geltend zu machen.

Stell dir vor, du fehlst am Montag unentschuldigt, weil du am Wochenende krank warst, aber keine Krankschreibung hast. Dein Chef könnte dir unter Umständen eine Abmahnung erteilen. Und das will ja niemand, oder?
Wenn’s doch länger dauert…
Was aber, wenn die Erkältung am Sonntagabend immer noch nicht besser ist und du ahnst, dass du auch am Montag nicht arbeiten kannst? Dann ist es Zeit, aktiv zu werden. Geh am Montag zum Arzt! Er kann dich rückwirkend krankschreiben, in der Regel aber nur für maximal drei Tage. Sprich das am besten direkt beim Arztbesuch an. Es ist wichtig, dass die Krankschreibung lückenlos ist, also vom ersten Krankheitstag an gilt, an dem du nicht arbeiten konntest.

Denk daran, dass es deine Pflicht ist, deinen Arbeitgeber so schnell wie möglich über deine Arbeitsunfähigkeit zu informieren. Das geht per Telefon, E-Mail oder auch durch einen Kollegen. Sag einfach Bescheid, dass du krank bist und voraussichtlich nicht arbeiten kannst.
Wichtige Hinweise, die man sich merken sollte:
- Check deine Unterlagen: Was steht in deinem Arbeitsvertrag oder in der Betriebsvereinbarung zum Thema Krankschreibung?
- Informiere deinen Arbeitgeber: Sag Bescheid, dass du krank bist – und zwar so früh wie möglich.
- Geh zum Arzt: Wenn du länger als drei Tage krank bist, brauchst du eine Krankschreibung.
Und was ist mit dem Wochenende an sich?
Auch wenn du am Wochenende krank bist und keine Krankschreibung brauchst, solltest du dich schonen und auskurieren. Hör auf deinen Körper und gib ihm die Ruhe, die er braucht. Denn wer am Wochenende seine Gesundheit vernachlässigt, riskiert, dass die Krankheit sich verschlimmert und man länger ausfällt.
![Krankmeldung ab wann • Ab wann ist ein Attest nötig? · [mit Video]](https://d3f6gjnauy613m.cloudfront.net/system/production/videos/006/466/e647c82ef149043c32a265757b92ae1e93dd0629/Thumbnail_krankmeldung_ab_wann.png?1689942051)
Also, genieße das Wochenende – gesundheitlich! Und wenn dich doch eine Krankheit erwischt, dann weißt du jetzt, wann du eine Krankschreibung brauchst und wann nicht. Bleib gesund!
Merke dir: Es ist immer besser, auf Nummer sicher zu gehen und im Zweifelsfall zum Arzt zu gehen, als später Ärger mit dem Arbeitgeber zu bekommen. Vor allem, wenn du unsicher bist. Ein kurzer Anruf beim Arzt kann oft schon Klarheit bringen.
