7th Wonders Of The Ancient World
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Die "Sieben Weltwunder der Antike" sind eine Liste bemerkenswerter Bauwerke und Kunstwerke, die von griechischen Autoren im 2. Jahrhundert v. Chr. zusammengestellt wurde. Sie repräsentieren die höchsten Leistungen der Zivilisationen der damaligen Zeit und dienten als Ausdruck von Macht, Reichtum und technischem Können. Obwohl die Liste im Laufe der Zeit variierte, hat sich eine bestimmte Sammlung von sieben Wundern etabliert, von denen heute nur noch die Große Pyramide von Gizeh existiert.
Die Große Pyramide von Gizeh
Die Große Pyramide von Gizeh, erbaut um 2580-2560 v. Chr., ist das älteste und einzige noch erhaltene Wunder der Antike. Sie wurde als Grabmal für den Pharao Cheops (Khufu) errichtet und ist Teil des Pyramidenkomplexes von Gizeh. Die Pyramide bestand ursprünglich aus etwa 2,3 Millionen Steinblöcken, von denen jeder durchschnittlich 2,5 Tonnen wog. Die unglaubliche Präzision, mit der die Blöcke zugeschnitten und platziert wurden, ist bis heute beeindruckend. Ursprünglich war die Pyramide mit einer glatten, weißen Kalksteinhülle versehen, die jedoch im Laufe der Jahrhunderte abgetragen wurde.
Die Hängenden Gärten der Semiramis
Die Hängenden Gärten der Semiramis, angeblich in Babylon (im heutigen Irak) gelegen, sind das rätselhafteste Wunder der Antike. Es gibt keine zeitgenössischen babylonischen Aufzeichnungen über ihre Existenz, und die Beschreibungen stammen hauptsächlich von griechischen Schriftstellern, die die Gärten erst lange nach ihrer mutmaßlichen Erbauung sahen. Laut Legende wurden die Gärten von König Nebukadnezar II. für seine Frau Amytis erbaut, die sich nach den grünen Hügeln ihrer Heimat Medien sehnte. Die Gärten sollen eine beeindruckende Ingenieursleistung gewesen sein, mit einem komplexen Bewässerungssystem, das Wasser den terrassenförmigen Gärten zuführte. Viele Historiker bezweifeln ihre Existenz oder vermuten, dass die Beschreibung von den Gärten von Ninive übernommen wurde.
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Die Statue des Zeus in Olympia
Die Statue des Zeus in Olympia war eine riesige, sitzende Statue des griechischen Gottes Zeus, die sich im Tempel des Zeus in Olympia befand. Sie wurde vom berühmten Bildhauer Phidias um 435 v. Chr. geschaffen. Die Statue war etwa 12 Meter hoch und bestand aus Elfenbeinplatten und Goldplatten, die auf einem Holzgerüst befestigt waren. Zeus wurde auf einem Thron sitzend dargestellt, mit einer Statue der Göttin Nike in der rechten Hand und einem Zepter in der linken. Die Statue galt als eines der bedeutendsten Kunstwerke der Antike und zog Pilger aus der ganzen griechischen Welt an. Sie wurde im 5. Jahrhundert n. Chr. durch ein Feuer zerstört.

Der Tempel der Artemis in Ephesos
Der Tempel der Artemis in Ephesos (im heutigen Türkei) war ein Tempel, der der griechischen Göttin Artemis geweiht war. Er wurde mehrmals wieder aufgebaut, und die größte und bekannteste Version wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Der Tempel war bekannt für seine immense Größe und Pracht und wurde von Plinius dem Älteren als das "bewundernswerteste Werk menschlicher Anstrengung" bezeichnet. Er war mit 127 Säulen geschmückt, die jeweils von verschiedenen Königen gestiftet wurden. Der Tempel wurde 356 v. Chr. von Herostratos in Brand gesteckt, der Ruhm erlangen wollte. Er wurde später wieder aufgebaut, aber schließlich im 5. Jahrhundert n. Chr. von den Goten zerstört.
Das Mausoleum von Halikarnassos
Das Mausoleum von Halikarnassos (im heutigen Türkei) war ein prächtiges Grabmal, das für Mausolos, einen Satrapen (Gouverneur) des persischen Reiches, und seine Schwester und Ehefrau Artemisia II. errichtet wurde. Der Bau begann um 353 v. Chr. und wurde nach Mausolos' Tod von Artemisia fortgesetzt. Das Mausoleum war etwa 45 Meter hoch und mit aufwendigen Skulpturen verziert, die von einigen der berühmtesten Bildhauer der damaligen Zeit geschaffen wurden, darunter Skopas, Leochares, Bryaxis und Timotheos. Das Mausoleum war so beeindruckend, dass der Begriff "Mausoleum" seitdem für jedes große und imposante Grabmal verwendet wird. Es wurde durch Erdbeben zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert zerstört.

Der Koloss von Rhodos
Der Koloss von Rhodos war eine riesige Bronzestatue des Sonnengottes Helios, die auf der griechischen Insel Rhodos stand. Sie wurde von Chares von Lindos im 3. Jahrhundert v. Chr. erbaut, um den erfolgreichen Widerstand der Rhodoser gegen eine Belagerung durch Demetrius I. Poliorketes zu feiern. Die Statue war etwa 33 Meter hoch und galt als die höchste Statue der antiken Welt. Legenden besagen, dass die Statue mit gespreizten Beinen über dem Hafen von Rhodos stand, so dass Schiffe unter ihr hindurchfahren konnten, aber dies ist wahrscheinlich eine Übertreibung. Der Koloss stand nur 56 Jahre, bevor er durch ein Erdbeben im Jahr 226 v. Chr. zerstört wurde. Die Trümmer blieben jedoch lange Zeit vor Ort und zogen weiterhin Bewunderer an.
Der Leuchtturm von Alexandria
Der Leuchtturm von Alexandria (in Ägypten) war ein riesiger Leuchtturm, der im 3. Jahrhundert v. Chr. auf der Insel Pharos vor der Küste von Alexandria erbaut wurde. Er wurde vom griechischen Architekten Sostratos von Knidos entworfen und diente dazu, Seeleuten den Weg in den Hafen von Alexandria zu weisen. Der Leuchtturm war etwa 100 bis 140 Meter hoch und galt als eines der höchsten Bauwerke der Welt. Er bestand aus drei Abschnitten: einem quadratischen Unterbau, einem achteckigen Mittelteil und einem zylindrischen Oberteil, auf dem ein Feuer brannte. Der Leuchtturm wurde durch mehrere Erdbeben zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert beschädigt und schließlich zerstört.
