100 Sprachen Des Kindes

Hey! Na, schon mal von den "100 Sprachen des Kindes" gehört? Klingt erstmal nach total verrückt, oder? Wie, hundert Sprachen? Sprechen die kleinen Würmer etwa schon fließend Klingonisch, bevor sie "Mama" sagen können? (Haha, natürlich nicht!)
Aber keine Sorge, es geht hier nicht wirklich um Sprachen wie Deutsch oder Französisch. Stell dir eher vor, es geht um 100 verschiedene Arten, wie Kinder die Welt erkunden, sich ausdrücken und ihre Gefühle zeigen. Krass, oder?
Was steckt dahinter?
Die Idee stammt von Loris Malaguzzi, dem Gründer der Reggio-Pädagogik. Er war ein italienischer Pädagoge (sehr wichtig für die Weiterentwicklung vom Verständnis unserer Kinder), der der Meinung war, dass wir Kinder viel zu oft in Schubladen stecken und ihnen damit die Möglichkeit nehmen, sich voll zu entfalten. Stellt euch mal vor, was wir alles verpassen, wenn wir Kinder nur in ihren Möglichkeiten einschränken!
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Er sagte, Kinder haben unendlich viele Möglichkeiten, sich auszudrücken: Malen, Tanzen, Bauen, Singen, Spielen, Fragen stellen (und davon gaaaaanz viele!), und so weiter und so fort. Und jede dieser Ausdrucksformen ist wie eine eigene Sprache!
Malaguzzi fand es total wichtig, dass wir Erwachsenen diese vielen "Sprachen" der Kinder erkennen, wertschätzen und fördern. Anstatt zu sagen: "Mal doch mal richtig!", sollten wir uns lieber fragen: "Wow, was willst du uns denn damit erzählen?" Oder: "Wie hast du das denn gemacht? Das ist ja total spannend!"

Ein paar Beispiele gefällig?
Klar! Denk mal an ein Kind, das mit Bauklötzen einen riesigen Turm baut. Ist das nur "spielen"? Nö! Das Kind lernt etwas über Statik, über Zusammenarbeit (wenn andere mithelfen), über Problemlösung (wenn der Turm immer wieder einstürzt) und über Kreativität (wenn es den Turm immer wieder neu erfindet). Und all das drückt es mit seinen Bauklötzen aus! Das ist quasi die "Sprache des Bauens".
Oder ein Kind, das mit Matsch und Steinen eine "Suppe" kocht. Ist das nur "dreckig"? Denkste! Es lernt etwas über Texturen, über Mischungsverhältnisse, über Fantasie (was ist eigentlich in der Suppe drin?) und über Rollenspiele (wer isst die Suppe?). Und das alles drückt es mit Matsch und Steinen aus. Das ist die "Sprache des Matsches"! (Klingt komisch, ist aber so!)
Und was ist mit dem Kind, das immer wieder die gleichen Fragen stellt? Nervt vielleicht manchmal, aber hey, es ist die "Sprache der Neugier"! Das Kind will die Welt verstehen, und das ist doch super, oder?

Was können wir als Eltern tun?
Ganz einfach: Zuhören, Beobachten und Staunen! Versuchen wir, die Welt mit Kinderaugen zu sehen. Was interessiert sie? Was bewegt sie? Wie drücken sie sich aus?
Und dann: Ermutigen wir sie! Geben wir ihnen Raum und Zeit, ihre "Sprachen" zu entdecken und zu entfalten. Bieten wir ihnen Materialien an (Farben, Papier, Bauklötze, Matsch!), aber drängen wir sie nicht, etwas Bestimmtes damit zu machen.

Und das Wichtigste: Loben wir ihren Prozess, nicht nur das Ergebnis! Es geht nicht darum, den schönsten Turm oder die leckerste Matschsuppe zu bauen. Es geht darum, dass die Kinder Spaß haben, etwas lernen und sich selbst ausdrücken können. Und das ist doch das, was wirklich zählt, oder?
Also...
Vergiss nie: Kinder haben 100 Sprachen (oder vielleicht sogar noch viel mehr!). Es liegt an uns, diese Sprachen zu entdecken und zu unterstützen. Und wer weiß, vielleicht lernen wir dabei ja auch noch etwas Neues über uns selbst und die Welt um uns herum!
Also, lass uns die Kinder einfach Kinder sein lassen und ihre Kreativität freien Lauf lassen! Was meinst du?
