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10 Grundsätze Der Validation Nach Naomi Feil


10 Grundsätze Der Validation Nach Naomi Feil

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie versuchen, einer älteren Person etwas zu erklären und es einfach nicht ankommt? Oder wenn ein geliebter Mensch mit Demenz etwas sagt, das für Sie keinen Sinn ergibt, und Sie sich hilflos fühlen? Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein! Viele von uns suchen nach Wegen, um besser mit unseren älteren Mitmenschen zu kommunizieren und ihnen zu zeigen, dass wir sie verstehen und respektieren.

Hier kommt die Validation nach Naomi Feil ins Spiel. Im Grunde geht es darum, die Gefühle und die innere Realität von desorientierten älteren Menschen anzuerkennen und zu akzeptieren, auch wenn diese Realität nicht mit unserer übereinstimmt. Das Ziel ist nicht, sie zur "Realität" zurückzubringen, sondern ihnen zu ermöglichen, sich sicher, wertgeschätzt und verstanden zu fühlen.

Warum ist das wichtig? Nun, Validation kann für beide Seiten enorm vorteilhaft sein. Für die ältere Person kann es Ängste reduzieren, das Selbstwertgefühl stärken, die Kommunikation verbessern und sogar dazu beitragen, herausforderndes Verhalten zu minimieren. Für die Betreuer kann es zu einem besseren Verständnis, einer stärkeren Beziehung und weniger Stress führen. Im Alltag kann Validation in vielen Situationen angewendet werden. Stellen Sie sich vor, Ihre Oma erzählt Ihnen immer wieder, dass sie ihren Mann sucht, obwohl er schon lange verstorben ist. Anstatt sie zu korrigieren, könnten Sie sagen: "Du vermisst ihn sehr, nicht wahr?" Oder wenn Ihr Opa wütend ist, weil er denkt, er sei auf der Arbeit, könnten Sie sagen: "Das klingt nach einem stressigen Tag."

Hier sind ein paar praktische Tipps, um Validation effektiver anzuwenden, basierend auf Naomi Feils 10 Grundsätzen:

  1. Seien Sie präsent: Konzentrieren Sie sich voll und ganz auf die Person, mit der Sie interagieren.
  2. Respektieren Sie das Alter: Akzeptieren Sie, dass die Person eine lange Lebensgeschichte hat und ihre Erfahrungen gültig sind.
  3. Akzeptieren Sie die Gefühle: Auch wenn die Gefühle irrational erscheinen, sind sie für die Person real.
  4. Hören Sie aufmerksam zu: Achten Sie nicht nur auf die Worte, sondern auch auf die Körpersprache und den Tonfall.
  5. Beobachten Sie nonverbale Kommunikation: Oft sagen Gestik, Mimik und Körperhaltung mehr als Worte.
  6. Stellen Sie einfache Fragen: Fragen, die mit "Wer", "Was", "Wann", "Wo" und "Wie" beginnen, können helfen, die Person zu ermutigen, mehr zu erzählen.
  7. Erinnern Sie an das Gefühl: Versuchen Sie, die Gefühle zu spiegeln, die die Person ausdrückt.
  8. Verwenden Sie klare und einfache Sprache: Vermeiden Sie komplizierte Sätze oder Fachjargon.
  9. Halten Sie Blickkontakt: Das zeigt, dass Sie aufmerksam sind und sich interessieren.
  10. Lächeln und berühren Sie: Körperliche Berührung kann beruhigend und tröstlich sein, sofern sie angemessen ist.

Denken Sie daran: Validation ist kein Trick, um jemanden zu manipulieren. Es ist ein Weg, Empathie und Verständnis zu zeigen und eine Verbindung herzustellen. Es ist eine Möglichkeit, der Person zu versichern, dass sie gesehen, gehört und wertgeschätzt wird. Also, das nächste Mal, wenn Sie mit einer desorientierten älteren Person interagieren, probieren Sie es aus. Sie werden vielleicht überrascht sein, wie positiv sich das auf Ihre Beziehung auswirkt!

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