Zusammenfassung Tagebuch Der Anne Frank

Okay, Hand hoch: Wer hat Das Tagebuch der Anne Frank wirklich komplett gelesen? Ich meine, wirklich jedes Detail? Ehrlich? Ich gestehe: Ich habe ein paar Seiten überflogen. Jaaaa, ich weiß, ich weiß. Unpopuläre Meinung, incoming!
Lasst uns ehrlich sein, Anne war ein Teenager. Und Teenager sind...Teenager. Das bedeutet: Dramen, crushes, Zickenkriege und endlose Beschreibungen von Dingen, die Erwachsene einfach nicht verstehen.
Ich meine, ich liebe die Botschaft der Hoffnung und des Mutes, die Anne Frank vermittelt. Absolut. Aber muss ich wirklich jede Meinungsverschiedenheit mit ihrer Mutter lesen? Fühlt sich manchmal an wie ein Blick in mein eigenes Teenager-Tagebuch. Und das möchte niemand.
Must Read
"Miep Gies brachte uns Brötchen!" (Und noch so viel mehr...)
Ganz ehrlich, das Tagebuch ist voller Listen. Listen von Essen. Listen von Leuten, die sie mag (oder eben nicht). Listen von ihren Plänen (die leider nie in Erfüllung gehen sollten). Versteht mich nicht falsch, ich liebe Listen! Aber irgendwann wird es einfach...
"Liebe Kitty, heute gab es Kartoffeln. Sie waren ein bisschen mehlig, aber besser als gestern, als es Steckrüben gab. Margot hat wieder über Peter gelästert..."
Okay, Anne, ich hab's verstanden! Das Leben im Versteck war eintönig und langweilig. Aber muss man jede langweilige Mahlzeit protokollieren? Ich glaube, ich hätte ein eigenes Kapitel über die nervigen Geräusche des Nachbarn geschrieben. DAS wäre mal ein Drama!

Peter, Peter, der Kürbisesser...
Und dann ist da noch Peter. Der große, stille, unbestimmte Peter. Jedes Mädchen hatte in der Pubertät so einen Peter. Er war da. Er war nett. Er war...Peter. Sorry, Peter, aber du bist nicht gerade der aufregendste Charakter in diesem Drama.
Ich will Anne nicht die Schuld geben. Sie war ein Mädchen in einem winzigen Raum, gefangen mit ihrer Familie und einigen anderen Leuten, während draußen der Wahnsinn tobte. Da ist es klar, dass man sich in den erstbesten Jungen verguckt, der einem nicht auf die Nerven geht.

Aber die Seitenlangen Beschreibungen ihrer Gefühle für Peter? Puh. Da habe ich mir gewünscht, ich hätte eine Schnellvorlauftaste wie bei Netflix.
Nicht alles Gold, was glänzt (oder in einem Tagebuch steht)
Ich weiß, ich weiß, ich werde hier gerade gesteinigt. Aber ich glaube, manchmal verklären wir das Tagebuch ein bisschen. Wir sehen es als heilige Schrift, als unverfälschte Wahrheit. Aber es ist eben auch die Sicht eines Teenagers. Und Teenager sind... nun ja, sie sind nicht immer die objektivsten Beobachter.

Sie übertreiben, dramatisieren und verwechseln manchmal ihre eigenen Wünsche mit der Realität. Das ist menschlich. Und es macht Annes Tagebuch ja auch so authentisch.
Versteht mich nicht falsch: Ich finde Anne Franks Geschichte unglaublich wichtig und berührend. Es ist ein Mahnmal und eine Erinnerung daran, was passieren kann, wenn Hass und Intoleranz regieren. Ich respektiere die Familie Frank und all die anderen, die im Versteck lebten, zutiefst.

Aber ich glaube, es ist okay, zuzugeben, dass manche Teile des Tagebuchs... ein bisschen langweilig sind. Es ist okay, ein paar Seiten zu überfliegen. Es ist okay, sich zu wünschen, dass Anne ein bisschen mehr über die politischen Ereignisse und ein bisschen weniger über Peter geschrieben hätte.
Ich bin mir sicher, Anne hätte das selbst verstanden. Schließlich war sie ein Teenager. Und Teenager hassen nichts mehr als Langeweile.
Also, bekennt euch! Wer hat auch ein paar Seiten überflogen? Lasst uns eine Selbsthilfegruppe gründen. Wir nennen sie "Überlebende des Tagebuchs der Anne Frank".
