Wolfgang Koeppen Tauben Im Gras

Okay, mal ehrlich, wer hat Tauben im Gras von Wolfgang Koeppen wirklich VERSTANDEN? Ich meine, wirklich, WIRKLICH verstanden? Ich bekenne mich schuldig. Ich hab's gelesen, klar. Hab's sogar in der Schule gelesen. Aber die ganze Zeit dachte ich nur: "Was zum Teufel...?"
Es ist ja nicht so, dass ich Bücher hasse. Ich liebe Bücher! Harry Potter, Herr der Ringe, sogar "Krieg und Frieden" (okay, vielleicht nicht geliebt, aber gelesen!). Aber Tauben im Gras? Das ist wie...Versuchen, ein IKEA-Regal ohne Anleitung zusammenzubauen, während man gleichzeitig versucht, einen Zauberwürfel zu lösen und eine Präsentation über Quantenphysik zu halten.
Da sind diese ganzen Charaktere, die ständig durch die Gegend irren. Ein amerikanischer Soldat, ein desillusionierter Schriftsteller, eine unglückliche Ehefrau, ein Haufen Kids… Alle sind irgendwie verloren und verwirrt. Und ich bin ehrlich gesagt auch verloren und verwirrt, während ich versuche, herauszufinden, was zum Kuckuck hier eigentlich passiert.
Must Read
Die Nachkriegszeit: Ein großer, fetter "Äh?"
Ich weiß, ich weiß. Es geht um die Nachkriegszeit. Um die Angst vor dem Atomkrieg. Um die Entfremdung des modernen Menschen. Ja, ja, schon klar. Aber trotzdem… Könnte man das Ganze nicht ein bisschen… weniger… verwirrend machen? Ich mein, Koeppen war ja ein Genie und so. Aber ich schwöre, er hat sich einen Spaß daraus gemacht, uns alle zu verwirren.
Ich stelle mir vor, wie er da sitzt, mit seiner Pfeife und seinem diabolischen Grinsen, und denkt sich: "Ha! Lasst sie nur versuchen, das zu entziffern! Die werden sich noch in hundert Jahren darüber streiten, was das alles zu bedeuten hat!"

Und rate mal? Er hat gewonnen. Wir streiten uns immer noch darüber.
Unpopuläre Meinung Incoming!
Hier kommt sie, die unpopuläre Meinung: Vielleicht ist Tauben im Gras nicht das absolute Meisterwerk, für das es alle halten. Vielleicht ist es einfach nur… ein bisschen… überbewertet. Ich meine, ja, es ist wichtig und historisch relevant und so weiter. Aber ist es auch… unterhaltsam? Spannend? Einfach nur… angenehm zu lesen?
Ich sage nicht, dass es schlecht ist. Nur… ich kenne Leute, die mehr Spaß daran haben, ihren Keller aufzuräumen. Und das sagt schon einiges.

Und diese endlosen inneren Monologe! Jeder Charakter hat ständig Gedanken, die kreisen und sich im Kreis drehen wie ein Hamster im Laufrad. Ich verstehe, dass es die innere Zerrissenheit darstellen soll. Aber nach der fünften Seite denke ich mir nur: "Komm schon, rede endlich mit jemandem! Oder wenigstens geh dir einen Kaffee holen!"
Die Sache mit den Tauben
Und was ist eigentlich mit diesen Tauben im Gras? Sind die eine Metapher für etwas? Sind sie das Symbol für die Zerbrechlichkeit des Lebens? Oder sind sie einfach nur… Tauben, die im Gras sitzen? Ich tippe auf Letzteres. Manchmal ist eine Taube einfach nur eine Taube. (Sorry, Herr Koeppen).

Ich habe versucht, dieses Buch zu lieben. Ehrlich. Ich habe mich bemüht. Ich habe Sekundärliteratur gelesen. Ich habe Diskussionen mit Freunden geführt. Aber am Ende des Tages bleibe ich dabei: Tauben im Gras ist wie ein anstrengendes Date, das man nur überlebt, weil man hofft, am Ende etwas daraus zu lernen. Aber meistens hat man einfach nur Kopfschmerzen.
Vielleicht bin ich einfach zu dumm für dieses Buch. Vielleicht bin ich zu oberflächlich. Vielleicht sollte ich mich noch mal durcharbeiten. Aber im Moment sage ich einfach: Danke, nein. Ich bleibe lieber bei meinen Fantasy-Romanen und meiner Schokoladeneiscreme. Das ist weniger verwirrend und macht mehr Spaß.
"Ich glaube, ich brauche jetzt erst mal eine Pause von existenziellen Krisen und komplexen Metaphern."
Wer ist dabei?
