Wo Fieber Am Besten Messen

Okay, mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal fiebernd im Bett gelegen und sich gefragt: "Wo zum Henker soll ich dieses Ding jetzt reinstecken?" Fieber messen ist so eine Sache. Es ist ein bisschen wie das erste Mal Spaghetti kochen – man hat eine vage Vorstellung, was man tun soll, aber am Ende klebt alles an der Wand (oder, im Fieberfall, klebt der Schweiß an der Bettwäsche).
Bevor wir uns in die Tiefen der Temperaturmessung stürzen, lass uns eines festhalten: Fieber ist wie der unhöfliche Gast auf einer Party. Niemand hat ihn eingeladen, aber er ist trotzdem da und macht schlechte Laune. Unser Job ist es, ihn zu identifizieren und – im übertragenen Sinne – ihm die Tür zu zeigen.
Die Klassiker: Achselhöhle, Mund, Po
Die Achselhöhle: Die gute alte Achsel. Erinnert ein bisschen an den Matheunterricht: Man weiß, da ist eine Lösung, aber irgendwie kommt man nie richtig drauf. Vorteil: Relativ hygienisch und schmerzfrei. Nachteil: Nicht die präziseste Methode. Denk dran, das Thermometer muss Hautkontakt haben! Sonst misst du eher deine Hemdtemperatur. Und wer will das schon?
Must Read
Der Mund: Hier wird's schon etwas persönlicher. Stell dir vor, du gibst deinem Thermometer einen kleinen Kuss. Klingt komisch, ist aber so. Wichtig ist, dass du das Thermometer unter die Zunge legst und den Mund geschlossen hältst. Und versuche bitte, nicht daran zu kauen. Ich weiß, es sieht verlockend aus, aber lass es! Außerdem: Kurz vorher keinen heißen Kaffee getrunken, sonst lügst du dich selbst an, was deine Temperatur betrifft.
Der Po: Okay, hier wird's… intimer. Die rektale Messung gilt als die genaueste Methode, besonders bei Babys und kleinen Kindern. Aber seien wir ehrlich, niemand springt vor Freude in die Luft, wenn es darum geht. Denk daran: Vaseline ist dein Freund! Und bitte, bitte, sei vorsichtig! Es soll ja keine unangenehme Überraschung geben.

Die Modernen: Ohr und Stirn
Das Ohr: Fühlt sich ein bisschen an wie beim Arzt, oder? Zack, Thermometer ins Ohr, Knopf drücken, fertig. Geht schnell und ist relativ unkompliziert. Aber auch hier gilt: Nicht immer 100%ig genau. Vor allem, wenn du gerade Ohrenschmerzen hast oder deine Ohren mit Ohrenschmalz verstopft sind (sorry für die Direktheit!).
Die Stirn: Das Stirnthermometer ist der James Bond unter den Fiebermessern. Elegant, schnell und (hoffentlich) präzise. Einfach über die Stirn ziehen und schon hast du das Ergebnis. Ideal für unruhige Kinder (oder ungeduldige Erwachsene!). Aber auch hier gilt: Die Stirn sollte sauber und trocken sein. Und bitte nicht direkt nach dem Sport oder einem Spaziergang im Schnee messen. Sonst misst du eher die Außentemperatur.

Welche Methode ist die Richtige?
Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Zustand, persönliche Vorlieben (oder Abneigungen!). Bei Babys und kleinen Kindern ist die rektale Messung oft am genauesten. Bei größeren Kindern und Erwachsenen kann man auch auf die Achsel-, Mund-, Ohr- oder Stirnmessung zurückgreifen. Wichtig ist, dass du dich an die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Thermometers hältst!
Und was, wenn das Ergebnis komisch ist? Keine Panik! Messe einfach noch mal. Und wenn du dir unsicher bist, geh lieber zum Arzt. Denn Fieber ist zwar oft harmlos, kann aber auch ein Zeichen für etwas Ernsthafteres sein. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig!
Fieber messen ist also kein Hexenwerk. Es ist ein bisschen wie Kochen: Mit der richtigen Technik und ein bisschen Übung kriegt man das schon hin. Und wenn nicht, gibt's ja noch den Arzt. Gute Besserung!
