Wie Viel Verdient Man In Der Ausbildung Als Bankkauffrau

Hast du dich schon mal gefragt, wie viel du eigentlich während deiner Ausbildung zur Bankkauffrau verdienst? Eine Ausbildung ist eine super Investition in deine Zukunft, aber natürlich ist es auch wichtig zu wissen, womit du währenddessen rechnen kannst. Keine Sorge, wir tauchen jetzt gemeinsam in die Welt der Ausbildungsvergütungen ein und schauen uns an, was dich erwartet!
Was beeinflusst dein Ausbildungsgehalt?
Dein Ausbildungsgehalt ist nicht einfach eine feste Zahl. Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, und es ist gut, diese zu kennen, damit du eine realistische Vorstellung hast.
1. Das Ausbildungsjahr
Ganz klar: Je weiter du in deiner Ausbildung bist, desto mehr verdienst du. Das ist logisch, denn du sammelst ja auch immer mehr Wissen und Können. Im ersten Ausbildungsjahr ist dein Gehalt in der Regel am niedrigsten, und es steigt dann jedes Jahr an.
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Beispiel: Im ersten Jahr verdienst du vielleicht 900 Euro brutto, im zweiten 1000 Euro und im dritten dann schon 1100 Euro. Diese Zahlen sind natürlich nur Beispiele, aber sie zeigen den Trend.
2. Die Größe der Bank
Größere Banken haben oft mehr finanzielle Möglichkeiten und zahlen daher tendenziell höhere Ausbildungsgehälter als kleinere Sparkassen oder Genossenschaftsbanken. Das liegt daran, dass sie oft mehr Gewinn machen und auch mehr Mitarbeiter beschäftigen. Sie können es sich also eher leisten, in ihre Auszubildenden zu investieren.
Denk dran: Das ist aber nur eine allgemeine Regel. Es gibt auch kleinere Banken, die sehr gut zahlen, und große Banken, die etwas knausriger sind. Informiere dich also immer genau!
3. Der Standort der Bank
Auch der Standort der Bank spielt eine Rolle. In Regionen, in denen die Lebenshaltungskosten höher sind (z.B. in Großstädten wie München oder Frankfurt), sind die Ausbildungsgehälter oft auch höher, um die höheren Kosten auszugleichen. In ländlichen Regionen sind die Gehälter oft etwas niedriger, dafür sind aber auch die Mieten und anderen Ausgaben meist günstiger.
Merke: Es ist also wichtig, nicht nur auf die Zahl auf dem Gehaltszettel zu schauen, sondern auch darauf, wie viel du dir davon tatsächlich leisten kannst.
4. Tarifbindung
Ob die Bank an einen Tarifvertrag gebunden ist, hat einen großen Einfluss auf dein Gehalt. Tarifverträge werden zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ausgehandelt und legen Mindeststandards für Löhne und Arbeitsbedingungen fest. Wenn deine Bank tarifgebunden ist, kannst du dich darauf verlassen, dass du mindestens das im Tarifvertrag festgelegte Gehalt bekommst. Oft liegt das Gehalt sogar darüber.

Wichtig: Frage bei deiner Bewerbung unbedingt nach, ob die Bank tarifgebunden ist. Das kann dir viel Sicherheit geben.
Durchschnittliche Ausbildungsgehälter: Was erwartet dich?
Okay, genug Theorie! Jetzt wollen wir mal konkrete Zahlen sehen. Die durchschnittlichen Ausbildungsgehälter für Bankkaufleute sehen ungefähr so aus (Stand 2024, aber Achtung, die Zahlen können sich ändern!):
- 1. Ausbildungsjahr: 900 - 1.100 Euro brutto
- 2. Ausbildungsjahr: 950 - 1.200 Euro brutto
- 3. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.300 Euro brutto
Wichtig: Das sind nur Durchschnittswerte. Dein tatsächliches Gehalt kann davon abweichen, je nachdem, welche Faktoren wir oben besprochen haben.
Wo findest du Informationen über konkrete Gehälter?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dich über konkrete Ausbildungsgehälter zu informieren:
1. Online-Gehaltsvergleichsportale
Es gibt viele Webseiten, auf denen du Gehaltsvergleiche durchführen kannst. Gib einfach "Ausbildungsgehalt Bankkaufmann" in eine Suchmaschine ein, und du wirst fündig. Achte aber darauf, dass die Informationen aktuell und zuverlässig sind.
2. Die Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit bietet ebenfalls Informationen zu Ausbildungsberufen und Gehältern an. Auf der Webseite findest du detaillierte Beschreibungen der Berufe und auch Informationen zu den Verdienstmöglichkeiten.

3. Gespräche mit Azubis
Am besten informierst du dich direkt bei Auszubildenden, die bereits in einer Bank arbeiten. Frage sie, wie viel sie verdienen und wie sie mit ihrem Gehalt zufrieden sind. Du kannst zum Beispiel auf Ausbildungsmessen oder Karrieretagen mit Azubis ins Gespräch kommen.
4. Die Gewerkschaft
Die Gewerkschaft ver.di ist für den Finanzbereich zuständig und kann dir Auskunft über Tarifverträge und übliche Gehälter geben. Auf der Webseite von ver.di findest du Informationen zu den Tarifverträgen für Banken und Sparkassen.
Was bedeutet "brutto" und "netto"?
Du hast bestimmt schon mal die Begriffe "brutto" und "netto" gehört. Es ist wichtig, den Unterschied zu verstehen.
Das Bruttogehalt ist das Gehalt, das du von deinem Arbeitgeber bekommst, bevor Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden. Das Nettogehalt ist das Gehalt, das dir tatsächlich auf dein Konto überwiesen wird, nachdem Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen wurden.
Merke: Du solltest dich also immer nach dem Bruttogehalt erkundigen, um einen besseren Vergleich zu haben. Dein tatsächliches Nettogehalt hängt von deiner Steuerklasse und deinen persönlichen Umständen ab.
Was kannst du mit deinem Ausbildungsgehalt machen?
Klar, während der Ausbildung verdienst du noch nicht die Welt. Aber du kannst trotzdem lernen, gut mit deinem Geld umzugehen und dir vielleicht sogar schon etwas für die Zukunft zurückzulegen.

1. Erstelle einen Budgetplan
Schreibe auf, welche Einnahmen und Ausgaben du hast. So behältst du den Überblick und siehst, wo du vielleicht noch sparen kannst.
2. Spare regelmäßig
Auch wenn es nur kleine Beträge sind: Versuche, regelmäßig etwas Geld zur Seite zu legen. Du wirst überrascht sein, wie viel du am Ende des Jahres zusammen hast.
3. Informiere dich über finanzielle Unterstützung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung während der Ausbildung zu bekommen. Zum Beispiel Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Wohngeld. Informiere dich bei der Bundesagentur für Arbeit oder beim Jobcenter, ob du Anspruch auf diese Leistungen hast.
4. Nutze Angebote für Azubis
Viele Unternehmen bieten Sonderangebote für Auszubildende an, zum Beispiel vergünstigte Tickets für öffentliche Verkehrsmittel oder Rabatte in bestimmten Geschäften. Nutze diese Angebote, um Geld zu sparen.
Die Ausbildung als Investition in deine Zukunft
Denk immer daran: Deine Ausbildung ist eine Investition in deine Zukunft. Auch wenn du während der Ausbildung vielleicht noch nicht so viel verdienst, legst du den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere. Nach deiner Ausbildung hast du sehr gute Chancen auf einen gut bezahlten Job als Bankkauffrau oder Bankkaufmann. Und mit Weiterbildungen kannst du deine Karriereleiter noch weiter nach oben klettern.
Gehaltsverhandlungen nach der Ausbildung
Nach deiner Ausbildung steht dann die erste Gehaltsverhandlung an. Hier sind ein paar Tipps:

1. Informiere dich gut
Recherchiere, was in deiner Region und Branche üblich ist. Nutze Gehaltsportale und sprich mit Kollegen.
2. Kenne deinen Wert
Sei dir bewusst, was du dem Unternehmen bietest. Welche Aufgaben hast du übernommen? Welche Erfolge hast du erzielt?
3. Sei selbstbewusst
Gehe mit einer positiven Einstellung in die Verhandlung. Zeige, dass du von deinen Fähigkeiten überzeugt bist.
4. Sei realistisch
Übertreibe es nicht mit deinen Forderungen. Orientiere dich an den realistischen Marktgegebenheiten.
Fazit: Dein Ausbildungsgehalt ist der Startschuss!
Das Ausbildungsgehalt als Bankkauffrau ist vielleicht nicht riesig, aber es ist ein wichtiger Startschuss für deine berufliche Zukunft. Nutze die Zeit, um zu lernen, dich weiterzuentwickeln und finanzielle Grundlagen zu schaffen. Mit einer guten Ausbildung und etwas Ehrgeiz stehen dir alle Türen offen!
Wir hoffen, dieser Artikel hat dir geholfen, einen besseren Überblick über das Thema Ausbildungsgehalt zu bekommen. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner Ausbildung!
