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Wie Schnell Ist Ein Tsunami


Wie Schnell Ist Ein Tsunami

Okay, stellt euch vor: Sommerurlaub, Füße im Sand, die Sonne knallt. Ihr habt gerade 'ne fette Pizza verdrückt und döst so vor euch hin. Plötzlich bemerkt ihr, dass das Wasser komisch weit weg ist. So richtig weit. Der erste Gedanke: "Krass, Ebbe deluxe!" Der zweite Gedanke – und der sollte wirklich schnell kommen – ist hoffentlich: "TSUNAMI! ABHAUEN! SOFORT!"

Denn wenn das Wasser sich so dramatisch zurückzieht, dann kommt da was Großes. Und mit "groß" meine ich nicht 'ne sanfte Welle, auf der ihr lässig surfen könnt. Neenee. Wir reden hier von Naturgewalt pur. Aber wie schnell rast diese Naturgewalt eigentlich auf uns zu? Das ist die Frage, die uns heute beschäftigt.

Die Geschwindigkeit eines Tsunamis: Keine Schnecke!

Vergesst, was ihr in schlechten Katastrophenfilmen gesehen habt. Da kommen die Wellen gemächlich angerollt, Zeit genug für dramatische Dialoge und letzte Umarmungen. In der Realität sieht das anders aus. Viel anders.

Ein Tsunami ist schnell. Richtig schnell. So schnell, dass er euch auf dem offenen Meer wahrscheinlich nicht mal auffallen würde. Stell dir vor, du bist auf einem Kreuzfahrtschiff. Unter dir rast ein Tsunami mit gefühlten 800 km/h durch den Ozean. Du merkst: NIX. Das liegt daran, dass die Welle auf dem offenen Meer oft nur wenige Zentimeter hoch ist. Aber wehe, sie kommt in Küstennähe...

Was ist ein Tsunami? • Entstehung und Folgen · [mit Video]
Was ist ein Tsunami? • Entstehung und Folgen · [mit Video]

800 km/h? Echt jetzt?

Ja, echt jetzt! Und das ist nur ein Durchschnittswert. Die genaue Geschwindigkeit hängt von der Wassertiefe ab. Je tiefer das Wasser, desto schneller der Tsunami. Klingt komisch, ist aber so. Denk an einen Schlittschuhläufer. Auf glattem Eis flitzt er dahin. Kommt er auf unebenes Gelände, wird er langsamer. Ähnlich ist das beim Tsunami. Auf dem offenen Meer, wo das Wasser oft mehrere Kilometer tief ist, gibt er richtig Gas. In Küstennähe, wo das Wasser flacher wird, bremst er ab. Aber "abbremsen" bedeutet in diesem Fall immer noch, dass er mit der Geschwindigkeit eines schnellen Autos unterwegs ist – so 50 bis 80 km/h. Immer noch schnell genug, um euch den Tag zu verderben (und noch viel mehr).

Kleiner Exkurs: Diese extreme Geschwindigkeit erklärt auch, warum Tsunamis so verheerend sein können. Die riesige Wassermasse, die da mit hoher Geschwindigkeit auf die Küste zurast, hat eine enorme Energie. Und diese Energie entlädt sich dann eben mit voller Wucht.

Geschwindigkeit eines Tsunamis – Fakten & Infos
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Also, was lernen wir daraus?

Erstens: Unterschätzt niemals die Macht der Natur. Zweitens: Wenn sich das Wasser am Strand komisch zurückzieht, rennt! Nicht filmen, nicht Selfies machen, einfach nur rennen! Sucht euch einen möglichst hohen Ort und wartet, bis Entwarnung gegeben wird. Und drittens: Informiert euch über Tsunamigefahren in eurer Urlaubsregion. Viele Küstenorte haben Evakuierungspläne und Warnsysteme. Es schadet nie, vorbereitet zu sein.

Tsunami 2004 Wave Speed
Tsunami 2004 Wave Speed

Und noch ein Gedanke…

… der mir gerade so kommt: Ist es nicht irgendwie ironisch, dass wir Menschen immer weiter versuchen, die Natur zu kontrollieren, aber gegen solche Naturgewalten wie Tsunamis immer noch ziemlich machtlos sind? Wir können sie zwar (relativ) frühzeitig erkennen und warnen, aber verhindern können wir sie nicht. Das sollte uns vielleicht mal wieder ein bisschen Demut lehren.

Also, genießt den Sommer, aber behaltet die Augen offen und seid wachsam. Und falls ihr mal am Strand seid und das Wasser sich komisch verhält… ihr wisst ja jetzt, was zu tun ist. Laufen, Forrest, lauf!

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