Wie Oft Wird Majestät In Sissi Film Gesagt

Mal ehrlich, wer hat nicht schon mal einen Sissi-Film gesehen? Die Kleider! Die Landschaften! Der Kaiser! Und natürlich, das unaufhörliche...
"Majestät! Majestät! Majestät!"
Ja, genau das. Ich behaupte mal ganz frech: In den Sissi-Filmen wird das Wort "Majestät" öfter gesagt als "Guten Tag" in einem Wiener Kaffeehaus. Und das will was heißen!
Wir alle kennen die Szene: Sissi betritt einen Raum. Alle verharren in Ehrfurcht. Ein Diener räuspert sich und verkündet lautstark: "Ihre Majestät, die Kaiserin Elisabeth von Österreich!" Und dann geht's los. Jeder Satz, jede Anrede, jede auch noch so banale Frage beginnt oder endet mit "Majestät".
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Manchmal frage ich mich, ob die Schauspieler einen Vertrag hatten, in dem eine bestimmte Anzahl an "Majestät"-Nennungen pro Szene vorgeschrieben war. Oder ob es einfach so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass sie es irgendwann unbewusst geflüstert haben, selbst wenn Sissi gerade nicht im Raum war.
Ich meine, stell dir das mal vor: Du bist Franz Joseph. Du wachst morgens auf. Deine Frau ist neben dir. Du willst ihr einen schönen guten Morgen wünschen. Und was sagst du? "Guten Morgen, Majestät?" Irgendwie komisch, oder?

Ich glaube, ich hätte nach spätestens einer Woche den Spitznamen "Majestät-Allergiker" bekommen. "Franz, Liebling, was ist los?" - "Aaaah! Nicht das M-Wort! Nicht das M-Wort!"
Aber Spaß beiseite. Natürlich ist mir klar, dass das zum höfischen Protokoll dazugehörte. Und natürlich ist es auch ein stilistisches Mittel, um die Macht und den Respekt, der Sissi entgegengebracht wurde, zu verdeutlichen. Aber trotzdem… ist es nicht ein bisschen viel?
Meine unpopuläre Meinung: Man hätte das Ganze ein bisschen subtiler gestalten können. Ein eleganter Knicks, ein ehrfürchtiger Blick, eine wohl gewählte Pause – all das hätte die gleiche Wirkung gehabt, ohne dass man das Wort "Majestät" gefühlt tausendmal pro Film hören muss.

Stell dir vor, wie viel Zeit man hätte sparen können! Die Drehzeit hätte sich halbiert. Die Schauspieler hätten weniger Text lernen müssen. Und wir Zuschauer hätten uns vielleicht nicht jedes Mal gefragt: "Okay, wie oft kommt das Wort jetzt noch?"
Ich übertreibe natürlich. Ein bisschen. Aber ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die sich das schon mal gedacht hat. Oder? Irgendjemand muss doch zustimmen, dass eine kleine "Majestät"-Diät den Sissi-Filmen gutgetan hätte!

Vielleicht sollten wir eine Wette abschließen. Beim nächsten Sissi-Marathon zählen wir einfach mal mit. Ich wette, die Zahl ist astronomisch. Und ich wette auch, dass wir alle am Ende des Tages ein leichtes Zucken im Auge haben werden, jedes Mal wenn jemand "Majestät" sagt.
Trotzdem liebe ich die Sissi-Filme. Sie sind kitschig, romantisch und einfach schön anzusehen. Aber beim nächsten Mal, wenn jemand "Majestät" sagt, werde ich innerlich die Augen verdrehen und mir denken: "Ja, ja, wir haben's verstanden. Sie ist die Kaiserin."
Und wer weiß, vielleicht drehe ich ja irgendwann meinen eigenen Sissi-Film. Mit weniger "Majestät" und mehr… naja, vielleicht mehr von allem anderen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Bis dahin: Lasst uns die Sissi-Filme genießen. Mit all ihren Fehlern und Eigenheiten. Und wenn wir das nächste Mal "Majestät" hören, können wir ja innerlich mitzählen und uns freuen, dass wir nicht im österreichischen Kaiserhaus leben müssen.
Oder vielleicht doch? Nur ohne die ständige Wiederholung eines bestimmten Wortes, bitte!
