Wie Oft Muss Man Sich Gegen Pneumokokken Impfen Lassen

Die Pneumokokken-Impfung ist ein wichtiger Schutz vor Erkrankungen, die durch Pneumokokken-Bakterien verursacht werden. Diese Bakterien können zu schweren Krankheiten wie Lungenentzündung, Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis) führen. Dieser Artikel richtet sich an alle, die sich über die Pneumokokken-Impfung informieren möchten, insbesondere an ältere Menschen, chronisch Kranke und Eltern kleiner Kinder. Unser Ziel ist es, Klarheit über die Impfempfehlungen und die Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen zu schaffen.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich vor einer schweren Lungenentzündung schützen, die Sie wochenlang ans Bett fesselt. Oder Ihr Kind vor einer lebensbedrohlichen Hirnhautentzündung bewahren. Die Pneumokokken-Impfung macht genau das möglich. Aber wie oft muss man sich impfen lassen, um diesen Schutz aufrechtzuerhalten? Das ist die Frage, die wir in diesem Artikel beantworten werden.
Wer sollte sich gegen Pneumokokken impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Pneumokokken-Impfung für bestimmte Personengruppen. Dazu gehören:
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- Säuglinge und Kleinkinder: Die Grundimmunisierung erfolgt im Säuglingsalter.
- Personen ab 60 Jahren: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen.
- Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen: Dazu zählen beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen (wie COPD oder Asthma), Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen und Lebererkrankungen.
- Personen mit Immundefekten: Beispielsweise aufgrund von HIV-Infektionen, Organtransplantationen oder der Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten.
Die Pneumokokken-Impfstoffe: Ein Überblick
Es gibt verschiedene Arten von Pneumokokken-Impfstoffen. Die wichtigsten sind:
- Konjugatimpfstoffe (PCV): Diese Impfstoffe sind für Säuglinge und Kleinkinder zugelassen und schützen vor einer bestimmten Anzahl von Pneumokokken-Serotypen. Beispiele sind PCV13 (Prevenar 13) und PCV15 (Vaxneuvance).
- Polysaccharidimpfstoff (PPSV23): Dieser Impfstoff ist für Erwachsene und ältere Kinder zugelassen und schützt vor 23 verschiedenen Pneumokokken-Serotypen. Er wird unter anderem als Pneumovax 23 vertrieben.
Wie oft muss man sich gegen Pneumokokken impfen lassen? Die Empfehlungen der STIKO
Die Empfehlungen der STIKO zur Häufigkeit der Pneumokokken-Impfung variieren je nach Alter und Gesundheitszustand. Hier eine Übersicht:

Säuglinge und Kleinkinder
Die Grundimmunisierung von Säuglingen erfolgt in der Regel mit einem Konjugatimpfstoff (PCV). Das genaue Impfschema hängt vom verwendeten Impfstoff ab. In der Regel sind 2-3 Impfungen im ersten Lebensjahr und eine Auffrischungsimpfung im zweiten Lebensjahr vorgesehen.
Personen ab 60 Jahren und chronisch Kranke
Für diese Personengruppen empfiehlt die STIKO in der Regel eine sequentielle Impfung, d.h. die Kombination aus einem Konjugatimpfstoff (z.B. PCV13 oder PCV15) und dem Polysaccharidimpfstoff (PPSV23). Die Reihenfolge und der Abstand zwischen den Impfungen sind wichtig:

- Zunächst wird mit einem Konjugatimpfstoff (PCV13 oder PCV15) geimpft.
- Anschließend, frühestens 12 Monate später, erfolgt die Impfung mit dem Polysaccharidimpfstoff (PPSV23).
Auffrischungsimpfungen: Eine routinemäßige Auffrischungsimpfung nach der sequentiellen Impfung wird von der STIKO derzeit nicht empfohlen. Allerdings kann in bestimmten Fällen, beispielsweise bei Personen mit stark eingeschränkter Immunabwehr, eine erneute Impfung mit PPSV23 nach frühestens 6 Jahren erwogen werden. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt.
Wichtig: Die individuellen Impfempfehlungen können abweichen. Lassen Sie sich daher von Ihrem Arzt beraten, welches Impfschema für Sie oder Ihr Kind am besten geeignet ist.
Was tun, wenn man die Impfung verpasst hat?
Wenn Sie oder Ihr Kind eine Pneumokokken-Impfung verpasst haben, ist es wichtig, dies so bald wie möglich nachzuholen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. In vielen Fällen kann die Impfserie auch verspätet noch vervollständigt werden.

Nebenwirkungen der Pneumokokken-Impfung
Die Pneumokokken-Impfung ist in der Regel gut verträglich. Häufige Nebenwirkungen sind Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Injektionsstelle. Auch leichte Allgemeinreaktionen wie Fieber oder Müdigkeit können auftreten. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.
Fazit: Schützen Sie sich und Ihre Lieben!
Die Pneumokokken-Impfung ist ein wirksamer Schutz vor schweren Erkrankungen. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über die individuellen Impfempfehlungen und lassen Sie sich oder Ihre Lieben impfen. So können Sie dazu beitragen, das Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen deutlich zu reduzieren und Ihre Gesundheit zu schützen.
Vergessen Sie nicht: Prävention ist besser als Heilung! Nutzen Sie die Möglichkeit der Pneumokokken-Impfung, um sich und Ihre Familie vor diesen gefährlichen Bakterien zu schützen. Ein kleiner Pieks kann einen großen Unterschied machen und Ihnen oder Ihren Liebsten ein gesünderes Leben ermöglichen.
