Wie Melde Ich Mich Richtig Krank

Okay, mal ehrlich: Wer hat noch nie blau gemacht? Ich erinnere mich an meinen ersten "Krankentag". War mehr ein "Ich-brauche-dringend-einen-Marathon-Netflix-Tag". Hab's so kompliziert inszeniert, dass mein Chef wahrscheinlich dachte, ich hätte Ebola und müsste in Quarantäne. War vielleicht etwas übertrieben... Aber hey, darum geht's ja heute: Wie macht man's richtig?
Denn mal ehrlich, sich krankmelden ist 'ne Kunst für sich. Es ist ein delikater Tanz zwischen Ehrlichkeit (oder so ähnlich) und dem Wunsch, einfach nur 'nen Tag im Bett zu verbringen. Also, lass uns eintauchen in die feine Kunst des "Ich-bin-leider-nicht-arbeitsfähig"-Gesprächs. (Kleiner Disclaimer: Ich bin kein Arzt oder Anwalt. Das hier ist nur meine bescheidene Meinung. Also, bitte keine Klagen, ja?)
Der Anruf (oder die Nachricht)
Das ist der wichtigste Schritt. Timing ist alles! Je nachdem, wie euer Arbeitsplatz tickt, gibt es da ein paar goldene Regeln. Ruft so früh wie möglich an. Bevor die Hölle losbricht. Je früher, desto besser. Dann kann dein Team sich drauf einstellen. Und ganz wichtig: Macht es persönlich. Eine SMS ist vielleicht bequem, aber ein Anruf ist professioneller. (Außer, euer Chef hasst Anrufe. Dann vielleicht doch die SMS? Kenne deinen Boss!)
Must Read
Wenn ihr eine E-Mail schreibt, formuliert euch klar und deutlich. Vermeidet schwammige Aussagen. Schreibt direkt, dass ihr euch krank fühlt und voraussichtlich nicht arbeiten könnt. Gebt eine realistische Einschätzung, wie lange ihr ausfallen werdet. Und vergesst nicht, eure Kontaktdaten für Rückfragen anzugeben.
Was sagt man (und was besser nicht)
Weniger ist mehr! Erzählt keine epische Geschichte von euren Leiden. "Ich glaube, ich habe mir beim Yoga den kleinen Zeh gebrochen, während ich versuchte, einen Handstand zu machen"... Nein. Einfach: "Ich fühle mich nicht gut und kann heute leider nicht arbeiten." Punkt.

Vermeidet Details! Ihr müsst keine medizinische Dissertation halten. "Magendarm" ist immer eine gute Option. Universell verständlich und keiner fragt genauer nach. (Vertraut mir.) Aber Achtung: Wer ständig mit "Magendarm" ausfällt, wird irgendwann verdächtig. Nur so als Tipp.
Seid realistisch. Wenn ihr wisst, dass ihr den ganzen Tag nur schlafen werdet, sagt nicht, ihr werdet "trotzdem eure E-Mails checken". Das glaubt euch keiner. Und es setzt euch unter Druck. Lasst es einfach sein.

Die Sache mit der Krankschreibung
Ab wann braucht man eigentlich 'nen gelben Schein? Das ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Normalerweise gilt: Ab dem dritten Tag braucht ihr eine Krankschreibung vom Arzt. Aber Achtung! Manche Arbeitgeber verlangen die Krankschreibung schon ab dem ersten Tag. Checkt eure Arbeitsverträge! Und im Zweifelsfall: Fragt nach!
Wenn ihr zum Arzt geht, seid ehrlich. Lügt ihn nicht an! (Das ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern kann auch nach hinten losgehen.) Sagt ihm, wie ihr euch wirklich fühlt. Er ist schließlich dafür da, euch zu helfen.
![krank melden oder krankmelden? • richtige Schreibweise · [mit Video]](https://d3f6gjnauy613m.cloudfront.net/system/production/videos/007/059/6ec3c253984cf8a9ce6fa6fca5ab402f94634ab2/TN_krankmelden.jpg?1715775882)
Das Verhalten während des Krankseins
Ganz wichtig: Bleibt glaubwürdig! Postet keine Partyfotos auf Instagram, während ihr angeblich mit Fieber im Bett liegt. Das kommt nicht gut. (Hab's schon erlebt... Autsch!) Achtet darauf, was ihr online teilt. Auch wenn ihr denkt, euer Chef checkt das nicht: Er tut es wahrscheinlich.
Und generell: Lasst es ruhig angehen. Kuriert euch aus! Denn das ist ja der eigentliche Sinn der Sache. Damit ihr schnell wieder fit seid und eure Arbeit machen könnt. (Und nicht, um heimlich 'nen Marathon zu zocken, so wie ich damals... hust)
Also, ihr Lieben, das war's in aller Kürze. Ich hoffe, ihr habt ein paar nützliche Tipps mitgenommen. Und denkt dran: Sich krankmelden ist okay. Manchmal braucht man einfach 'ne Pause. Aber macht es richtig. Für euren Job, für euren Chef und vor allem für euch selbst!
