Wie Macht Sich Eine Gallenkolik Bemerkbar

Stell dir vor, du sitzt gemütlich auf der Couch, hast gerade eine riesige Portion Kaiserschmarrn mit extra viel Zwetschgenröster verdrückt – so richtig mit Sahne und allem drum und dran. Du lehnst dich zurück, zufrieden, fast schon ein bisschen dösend. Und ZACK!, plötzlich sticht es wie verrückt unter deinem rechten Rippenbogen.
Keine Panik, vielleicht hast du dir einfach nur den Bauch vollgeschlagen. Aber wenn dieser Schmerz nicht weggeht, sondern eher noch schlimmer wird, und sich vielleicht sogar bis in die Schulter oder den Rücken ausbreitet, dann könnte es sein, dass sich deine Gallenblase meldet. Und zwar mit Pauken und Trompeten, sprich: mit einer Gallenkolik.
Manche beschreiben diesen Schmerz als "Messerkampf im Bauch". Andere sagen, es fühlt sich an, als würde ein kleiner, fieser Wichtel mit einer Nadel auf deine Gallenblase einstechen. Und wieder andere (die wahrscheinlich schon eine etwas höhere Schmerztoleranz haben) meinen, es sei einfach nur ein unangenehmes Ziehen. Wie auch immer, es ist definitiv kein Spaß.
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Die berüchtigten Auslöser
Was aber bringt die Galle überhaupt so aus der Fassung? Nun, oft sind es die üblichen Verdächtigen: fettige Speisen, üppige Mahlzeiten, und generell alles, was die Verdauung so richtig in Schwung bringt. Denk an den Kaiserschmarrn von vorhin. Oder an die Schweinshaxe beim Oktoberfest. Oder an Omas legendären Sonntagsbraten mit extra viel Soße. Ja, die Galle ist ein Feinschmecker – aber nur bis zu einem gewissen Punkt.
Es gibt aber auch andere Faktoren, die eine Gallenkolik begünstigen können. Zum Beispiel eine genetische Veranlagung. Oder Schwangerschaften, die ja bekanntlich den ganzen Körper durcheinanderwirbeln. Oder auch einfach nur das Alter. Die Galle ist halt auch nicht mehr die Jüngste.

Manchmal sind es auch ganz banale Dinge, die eine Gallenkolik auslösen. Ein stressiger Tag auf der Arbeit. Eine Auseinandersetzung mit dem Partner. Oder einfach nur ein zu hektisches Essen. Die Galle ist nämlich auch ein Sensibelchen und reagiert empfindlich auf Stress und Hektik.
Was tun, wenn's zwickt?
Okay, du hast also den Verdacht, dass du eine Gallenkolik hast. Was nun? Erstmal Ruhe bewahren. Tiefe Atemzüge können helfen, den Schmerz etwas zu lindern. Wärme tut vielen auch gut. Leg dich am besten auf die Couch und mach dir eine Wärmflasche auf den Bauch.

Aber Achtung: Wenn der Schmerz sehr stark ist, nicht weggeht, oder sogar noch schlimmer wird, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine Gallenkolik kann nämlich auch Komplikationen verursachen, wie zum Beispiel eine Gallenblasenentzündung oder einen Gallengangsverschluss. Und das ist dann wirklich kein Spaß mehr.
Der Arzt wird dich dann wahrscheinlich gründlich untersuchen und eventuell auch eine Ultraschalluntersuchung machen. Damit kann er feststellen, ob du Gallensteine hast, die die Ursache für die Kolik sein könnten.

Gallensteine – die kleinen Übeltäter
Gallensteine sind kleine, feste Ablagerungen, die sich in der Gallenblase bilden können. Sie bestehen hauptsächlich aus Cholesterin, Bilirubin und Calciumsalzen. Und sie sind oft die Übeltäter, wenn es um Gallenkoliken geht. Wenn ein Gallenstein nämlich den Ausgang der Gallenblase verstopft, kann die Galle nicht mehr abfließen und es kommt zu einem Stau. Und dieser Stau verursacht dann den typischen Kolikschmerz.
"Gallensteine sind wie kleine Kieselsteine, die den Abfluss verstopfen", erklärt Dr. Müller, ein erfahrener Gastroenterologe. "Sie können ganz unbemerkt vorhanden sein, aber auch plötzlich zu heftigen Beschwerden führen."
Je nach Größe und Anzahl der Gallensteine gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Manchmal reicht es, die Ernährung umzustellen und auf fettige Speisen zu verzichten. In anderen Fällen ist eine Operation notwendig, bei der die Gallenblase entfernt wird. Aber keine Sorge, auch ohne Gallenblase kann man gut leben. Man muss sich halt nur ein bisschen anpassen und auf seine Ernährung achten.
Und das ist auch schon die ganze Wahrheit über die Gallenkolik. Sie ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen harmlos und gut behandelbar. Also, genießt euren Kaiserschmarrn, eure Schweinshaxe und Omas Sonntagsbraten – aber in Maßen. Und wenn's doch mal zwickt, wisst ihr ja, was zu tun ist.
