Wie Lange Dauerte Der 100 Jährige Krieg

Hundert Jahre Krieg? Das klingt nach einer Ewigkeit! Aber hat dieser Krieg wirklich hundert Jahre gedauert? Die Antwort ist komplizierter, als man denkt. Dieser Artikel richtet sich an alle Geschichtsinteressierten, Schüler und Studenten, die einen klaren und prägnanten Überblick über den sogenannten Hundertjährigen Krieg suchen. Wir werden die Dauer, die Ursachen und die wichtigsten Phasen dieses Konflikts beleuchten und einige weitverbreitete Missverständnisse ausräumen.
Was ist der Hundertjährige Krieg überhaupt?
Der Hundertjährige Krieg war eine Reihe von Konflikten zwischen dem Königreich England und dem Königreich Frankreich, die sich über einen langen Zeitraum erstreckten. Er war nicht ein einziger, ununterbrochener Krieg, sondern eher eine Abfolge von Kriegen und Waffenstillständen. Er wird als "Hundertjähriger Krieg" bezeichnet, weil er die politische Landschaft Europas über mehr als ein Jahrhundert prägte.
Wichtiger Hinweis: Auch wenn der Name "Hundertjähriger Krieg" lautet, dauerte er tatsächlich länger als 100 Jahre!
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Wie lange dauerte der Hundertjährige Krieg wirklich?
Der Hundertjährige Krieg dauerte von 1337 bis 1453. Das sind insgesamt 116 Jahre! Genauer gesagt:
- Beginn: 1337 (mit der Kriegserklärung von England an Frankreich)
- Ende: 1453 (mit der Schlacht von Castillon, die als entscheidende Niederlage für England gilt)
Diese lange Dauer ist einer der Gründe, warum der Konflikt so bedeutend ist. Er prägte nicht nur die Geschichte Englands und Frankreichs, sondern auch die Entwicklung des modernen Europas.
Was waren die Ursachen für diesen langen Krieg?
Die Ursachen für den Hundertjährigen Krieg sind vielfältig und komplex. Einige der wichtigsten Gründe sind:
- Der englische Anspruch auf den französischen Thron: Die englischen Könige, insbesondere Eduard III., beanspruchten den französischen Thron, da sie durch ihre Abstammung von französischen Königen eine vermeintliche legitime Thronfolge sahen.
- Territoriale Streitigkeiten: England besaß bereits einige Gebiete in Frankreich, wie beispielsweise die Gascogne. Frankreich versuchte, diese Gebiete zurückzugewinnen.
- Wirtschaftliche Rivalitäten: Der Handel mit Wolle und Wein zwischen England und Flandern (das unter französischer Oberhoheit stand) führte zu Spannungen.
- Das französische Thronfolgeproblem: Der Tod des letzten Kapetinger-Königs ohne direkten Erben schuf ein Machtvakuum, das Eduard III. von England zu nutzen versuchte.
"Der Hundertjährige Krieg war nicht nur ein Kampf um Territorien, sondern auch ein Kampf um Macht, Ehre und wirtschaftliche Ressourcen."

Die wichtigsten Phasen des Krieges
Der Hundertjährige Krieg lässt sich in verschiedene Phasen einteilen, die von unterschiedlichen Erfolgen und Rückschlägen für beide Seiten geprägt waren:
- Die ersten englischen Erfolge (1337-1360): Englische Siege in Schlachten wie Crécy (1346) und Poitiers (1356) sicherten England zunächst die Kontrolle über große Teile Frankreichs.
- Eine Phase der relativen Ruhe (1360-1415): Waffenstillstände und innere Konflikte in beiden Ländern führten zu einer Unterbrechung der Kampfhandlungen.
- Die Wiederaufnahme des Krieges durch England (1415-1429): Der englische König Heinrich V. eroberte große Teile Nordfrankreichs und zwang den französischen König Karl VI., ihn als seinen Erben anzuerkennen. Die Schlacht von Agincourt (1415) war ein verheerender Sieg für die Engländer.
- Jeanne d'Arc und die französische Wiedergeburt (1429-1453): Jeanne d'Arc (Johanna von Orléans) inspirierte die Franzosen und führte sie zu wichtigen Siegen. Sie wurde jedoch gefangen genommen und verbrannt. Trotz ihres tragischen Schicksals markierte ihr Auftreten einen Wendepunkt im Krieg.
- Der endgültige französische Sieg (1453): Die Schlacht von Castillon im Jahr 1453 war die letzte große Schlacht des Krieges und endete mit einem entscheidenden französischen Sieg. England verlor fast alle seine Besitzungen in Frankreich.
Warum ist der Hundertjährige Krieg so wichtig?
Der Hundertjährige Krieg war ein Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Er trug dazu bei:
- Zur Entwicklung von Nationalstaaten: Der Krieg förderte das Nationalbewusstsein in England und Frankreich.
- Zur Stärkung der Monarchie in Frankreich: Der Krieg schwächte den französischen Adel und stärkte die Position des Königs.
- Zur Entwicklung neuer Kriegstechniken: Der Einsatz von Langbögen und Kanonen veränderte die Kriegsführung grundlegend.
- Zur wirtschaftlichen und sozialen Veränderung: Der Krieg hatte erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und die soziale Struktur beider Länder.
Fazit
Der Hundertjährige Krieg dauerte 116 Jahre und war eine prägende Epoche in der europäischen Geschichte. Er war nicht nur ein Krieg, sondern eine Reihe von Konflikten, die von politischen, wirtschaftlichen und territorialen Streitigkeiten geprägt waren. Die Auswirkungen des Krieges waren weitreichend und trugen zur Entwicklung des modernen Europas bei. Vergessen Sie also nicht: Der Hundertjährige Krieg dauerte länger als hundert Jahre!
