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Wie Gestalte Ich Ein Plakat Für Eine Buchvorstellung


Wie Gestalte Ich Ein Plakat Für Eine Buchvorstellung

Okay, Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht schon mal ein Plakat für eine Buchvorstellung designen müssen? Und wer von uns hat dabei nicht leicht verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen? Ja, ich sehe euch. Wir sind viele.

Lasst uns ehrlich sein: Manche dieser Plakate sind… nun ja… sagen wir mal „kreativ“. Und mit „kreativ“ meine ich manchmal „so kreativ, dass man überhaupt nicht mehr erkennt, um welches Buch es eigentlich geht.“ Das ist, finde ich, irgendwie kontraproduktiv.

Farben sind toll. (Meistens.)

Farben sind super! Regenbögen sind fantastisch! Aber muss wirklich das ganze Plakat in Neonpink erstrahlen, nur weil der Autor mal eine Erdbeere gegessen hat? Ich sage: Nein. Weniger ist mehr. Glaubt mir. Ein Hauch von Farbe reicht oft schon aus. Vor allem, wenn das Buch selbst schon farbenfroh genug ist, zum Beispiel ein Kinderbuch. Da muss man nicht noch einen draufsetzen.

Meine (vielleicht leicht unpopuläre) Meinung: Manchmal ist ein schlichtes Schwarz-Weiß-Plakat mit einem einzigen, gut platzierten Farbtupfer viel effektiver. Denkt an einen roten Apfel auf einem ansonsten grauen Plakat. Boom! Sofort Drama! Sofort Interesse!

Schriften. Oh, die Schriften.

Kennt ihr das auch? Man findet eine Schriftart, die einem total gut gefällt. Eine verschnörkelte, elegante, fast schon kalligrafische Schrift. Und dann setzt man sie auf das Plakat und… niemand kann sie lesen! Glückwunsch. Das Buch kann jetzt eine Geheimsprache lernen.

Buchvorstellung: Plakat | lesenlernen
Buchvorstellung: Plakat | lesenlernen

Merksatz Nummer 1: Lesbarkeit geht über alles! Egal wie toll die Schrift aussieht, wenn niemand entziffern kann, wann und wo die Buchvorstellung stattfindet, dann war die ganze Mühe umsonst. Wählt eine Schrift, die klar und deutlich ist. Und bitte, bitte, bitte: Nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten verwenden! Das sieht sonst schnell nach einem Unfall in einer Buchstabenfabrik aus.

Ich persönlich bin ja ein Fan von einfachen, serifenlosen Schriften wie Helvetica oder Arial. Ja, ich weiß, das ist langweilig. Aber hey, langweilig ist manchmal besser als unleserlich!

Bilder sagen mehr als tausend Worte. (Oder so ähnlich.)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ja, ja, kennen wir alle. Aber welches Bild wählt man? Das Cover des Buches ist natürlich eine sichere Wahl. Aber ist es auch die spannendste? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Buchvorstellung: Plakat | lesenlernen
Buchvorstellung: Plakat | lesenlernen

Wenn das Buch ein spannender Krimi ist, dann vielleicht eine geheimnisvolle Silhouette im Nebel? Wenn es eine romantische Komödie ist, dann zwei sich zugewandte Hände? Oder ein Kaffeefleck? Okay, vielleicht nicht der Kaffeefleck. Außer, das Buch handelt von einem Kaffeefleck. Dann definitiv der Kaffeefleck!

Merksatz Nummer 2: Das Bild sollte zum Buch passen und Neugier wecken. Es muss nicht alles verraten, aber es sollte einen kleinen Vorgeschmack geben. Und bitte: Hochauflösend! Ein pixeliges Bild sieht einfach unprofessionell aus.

Weniger ist… einfach weniger.

Plakate sind wie Mini-Filmtrailer: Sie sollen Interesse wecken, aber nicht die ganze Geschichte erzählen. Überladene Plakate schrecken ab. Sie sind wie eine laute, aufdringliche Person, die einem sofort die ganze Lebensgeschichte erzählt. Man will einfach nur weg.

Buchvorstellung: Plakat | lesenlernen
Buchvorstellung: Plakat | lesenlernen

Konzentriert euch auf die wichtigsten Informationen: Titel des Buches, Autor, Datum, Uhrzeit, Ort. Und vielleicht noch ein kurzer, knackiger Satz, der Lust auf mehr macht. Alles andere ist Ballast.

Denkt daran: Ihr wollt, dass die Leute euer Plakat sehen und sich denken: „Hey, das klingt interessant! Da gehe ich hin!“ Und nicht: „Oh mein Gott, das ist ja furchtbar! Schnell weg hier!“

Ein kleiner Tipp zum Schluss:

Lasst das Plakat von jemand anderem Korrektur lesen! Vertippt sich jeder mal, aber ein Plakat mit Rechtschreibfehlern ist wie ein Fleck auf dem weißen Hemd: Man sieht ihn sofort. Und das ist, gelinde gesagt, unschön.

Buchvorstellung: Plakat | lesenlernen
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Also, ran an die Gestaltung! Und denkt daran: Habt Spaß dabei! Auch wenn es manchmal stressig ist, ein Plakat zu designen, ist es auch eine tolle Möglichkeit, kreativ zu werden. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja dabei euer inneres Jan Tschichold.

Und jetzt: Viel Erfolg bei eurer nächsten Buchvorstellung!

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