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Wie Fühlen Sich Braxton Hicks An


Wie Fühlen Sich Braxton Hicks An

Braxton-Hicks-Kontraktionen, oft auch als Übungswehen oder Vorwehen bezeichnet, sind ein natürlicher Bestandteil der Schwangerschaft. Fast jede werdende Mutter erlebt sie, auch wenn sie nicht immer bemerkt werden. Während sie sich von echten Wehen unterscheiden, können sie dennoch verunsichern, besonders für Erstgebärende. Es ist wichtig zu verstehen, wie sich Braxton-Hicks-Kontraktionen anfühlen, um sie von den eigentlichen Geburtswehen unterscheiden zu können und unnötige Sorgen zu vermeiden.

Was sind Braxton-Hicks-Kontraktionen?

Braxton-Hicks-Kontraktionen sind im Wesentlichen unregelmäßige Anspannungen der Gebärmuttermuskulatur. Sie dienen dazu, die Gebärmutter auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten, indem sie sie trainieren und die Durchblutung verbessern. Benannt sind sie nach dem britischen Arzt John Braxton Hicks, der sie im 19. Jahrhundert erstmals beschrieb.

Im Gegensatz zu den echten Wehen, die den Muttermund öffnen und zur Geburt führen, bewirken Braxton-Hicks-Kontraktionen keine Veränderung am Muttermund. Sie sind also nicht geburtswirksam.

Wie fühlen sich Braxton-Hicks-Kontraktionen an?

Das Empfinden von Braxton-Hicks-Kontraktionen ist sehr individuell. Einige Frauen spüren sie kaum, während andere sie als unangenehm empfinden. Im Allgemeinen werden sie wie folgt beschrieben:

  • Anspannen des Bauches: Der Bauch wird hart und fest, ähnlich wie ein zusammengezogener Muskel. Dieses Gefühl hält in der Regel 30 bis 60 Sekunden an, kann aber auch bis zu zwei Minuten dauern.
  • Unregelmäßigkeit: Im Gegensatz zu echten Wehen sind Braxton-Hicks-Kontraktionen unregelmäßig. Das bedeutet, dass sie in unvorhersehbaren Abständen auftreten und keine erkennbare Regelmäßigkeit aufweisen.
  • Schmerzlosigkeit oder leichte Beschwerden: Oft sind Braxton-Hicks-Kontraktionen schmerzlos. Manche Frauen empfinden lediglich ein leichtes Ziehen oder Druckgefühl im Unterleib oder Rücken. Andere beschreiben sie als unangenehmes Engegefühl.
  • Intensitätsänderung: Die Intensität von Braxton-Hicks-Kontraktionen bleibt in der Regel gleichbleibend oder nimmt sogar ab. Sie werden also nicht stärker wie echte Wehen.
  • Lokalisierung: Das Gefühl der Anspannung konzentriert sich meist auf den Bauchbereich und strahlt nicht in den Rücken oder die Beine aus, wie es bei echten Wehen der Fall sein kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass sich das Empfinden im Laufe der Schwangerschaft verändern kann. Gegen Ende der Schwangerschaft können Braxton-Hicks-Kontraktionen häufiger und intensiver werden, was die Unterscheidung zu echten Wehen erschweren kann.

Braxton Hicks Contractions | SheCares
Braxton Hicks Contractions | SheCares

Wodurch werden Braxton-Hicks-Kontraktionen ausgelöst?

Es gibt verschiedene Faktoren, die Braxton-Hicks-Kontraktionen auslösen oder verstärken können:

  • Dehydration: Zu wenig Flüssigkeit im Körper kann die Gebärmutter reizen und Kontraktionen auslösen.
  • Überanstrengung: Körperliche Anstrengung oder langes Stehen kann Braxton-Hicks-Kontraktionen fördern.
  • Volle Blase: Eine volle Blase kann Druck auf die Gebärmutter ausüben und Kontraktionen verursachen.
  • Sexuelle Aktivität: Orgasmen können Kontraktionen auslösen.
  • Bewegung des Babys: Manchmal können die Bewegungen des Babys in der Gebärmutter Braxton-Hicks-Kontraktionen auslösen.

Was tun bei Braxton-Hicks-Kontraktionen?

In den meisten Fällen sind Braxton-Hicks-Kontraktionen harmlos und erfordern keine besondere Behandlung. Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie tun können, um die Beschwerden zu lindern:

Braxton Hicks Contractions with Twins: What to Know | Twiniversity #1
Braxton Hicks Contractions with Twins: What to Know | Twiniversity #1
  • Trinken Sie ausreichend Wasser: Dehydration kann Kontraktionen verstärken.
  • Wechseln Sie Ihre Position: Wenn Sie stehen, setzen Sie sich hin oder legen Sie sich hin. Wenn Sie sitzen, stehen Sie auf und gehen Sie herum.
  • Entspannen Sie sich: Legen Sie sich hin, atmen Sie tief durch oder nehmen Sie ein warmes Bad.
  • Achten Sie auf regelmäßige Pausen: Vermeiden Sie Überanstrengung.
  • Leeren Sie Ihre Blase: Eine volle Blase kann Kontraktionen auslösen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Obwohl Braxton-Hicks-Kontraktionen in der Regel harmlos sind, gibt es bestimmte Situationen, in denen Sie einen Arzt oder eine Hebamme aufsuchen sollten:

  • Wenn die Kontraktionen regelmäßig werden und in immer kürzeren Abständen auftreten.
  • Wenn die Kontraktionen stärker werden.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby sich weniger bewegt.
  • Wenn Sie Blutungen oder Fruchtwasserabgang haben.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um echte Wehen handelt.
  • Wenn Sie vor der 37. Schwangerschaftswoche Kontraktionen haben (vorzeitige Wehen).

Es ist immer besser, im Zweifelsfall einen Arzt oder eine Hebamme zu kontaktieren, um mögliche Komplikationen auszuschließen und sicherzustellen, dass Sie und Ihr Baby wohlauf sind. Hören Sie auf Ihren Körper und vertrauen Sie Ihrem Instinkt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Braxton-Hicks-Kontraktionen ein normaler Bestandteil der Schwangerschaft sind und dazu dienen, die Gebärmutter auf die Geburt vorzubereiten. Indem Sie wissen, wie sie sich anfühlen und wann es notwendig ist, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, können Sie diese Phase der Schwangerschaft entspannter und selbstbewusster erleben. Genießen Sie die Vorfreude auf Ihr Baby!

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