Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie ein neues Geschäft starten oder ein neues Produkt auf den Markt bringen und sich fragen: "Ab wann schreibe ich schwarze Zahlen? Ab wann lohnt sich die ganze Mühe?" Die Antwort auf diese Frage liefert der Break-Even-Point, ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines jeden Unternehmens.
Viele Gründer und Unternehmer scheitern, weil sie diesen Punkt nicht kennen oder falsch berechnen. Sie investieren Zeit und Geld, ohne zu wissen, wann sie die Gewinnschwelle erreichen. Das muss nicht sein! Mit einer einfachen Formel können Sie den Break-Even-Point ermitteln und Ihre Geschäftsentscheidungen fundierter treffen.
Was ist der Break-Even-Point?
Der Break-Even-Point (oder Gewinnschwelle) ist der Punkt, an dem die Gesamtkosten eines Unternehmens den Gesamtumsatz decken. Das bedeutet, dass weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet wird. Es ist der Moment, in dem Ihr Unternehmen beginnt, tatsächlich Geld zu verdienen, nachdem alle Kosten gedeckt sind.
Stellen Sie sich vor, Sie verkaufen handgemachte Seifen. Sie haben Kosten für Zutaten, Verpackung und Marketing. Der Break-Even-Point ist die Anzahl an Seifen, die Sie verkaufen müssen, um all diese Kosten zu decken. Ab dem Verkauf der nächsten Seife machen Sie dann Gewinn.
Warum ist der Break-Even-Point wichtig?
Die Kenntnis des Break-Even-Points ist aus mehreren Gründen entscheidend:
Finanzielle Planung: Er hilft Ihnen, realistische Umsatzziele zu setzen und Ihr Budget zu planen.
Preisgestaltung: Er ermöglicht es Ihnen, Preise festzulegen, die nicht nur wettbewerbsfähig sind, sondern auch Ihre Kosten decken.
Investitionsentscheidungen: Er unterstützt Sie bei der Entscheidung, ob eine Investition sinnvoll ist oder nicht.
Risikobewertung: Er hilft Ihnen, die Risiken Ihres Geschäftsmodells besser einzuschätzen.
Kreditwürdigkeit: Banken und Investoren verlangen oft eine Break-Even-Analyse, um die Tragfähigkeit Ihres Geschäfts zu beurteilen.
Wie berechnet man den Break-Even-Point?
Die Berechnung des Break-Even-Points ist relativ einfach und erfordert die Kenntnis einiger grundlegender Kennzahlen:
Fixkosten: Das sind Kosten, die sich nicht mit der Produktionsmenge ändern (z.B. Miete, Gehälter, Versicherungen).
Variable Kosten: Das sind Kosten, die sich direkt mit der Produktionsmenge ändern (z.B. Materialkosten, Versandkosten).
Verkaufspreis pro Einheit: Der Preis, zu dem Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen.
Die Formel zur Berechnung des Break-Even-Points in Einheiten lautet:
Break-Even-Point berechnen: der Schlüssel
Break-Even-Point (Einheiten) = Fixkosten / (Verkaufspreis pro Einheit - Variable Kosten pro Einheit)
Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis pro Einheit und den variablen Kosten pro Einheit wird auch als Deckungsbeitrag bezeichnet. Er gibt an, wie viel jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Um den Break-Even-Point in Euro zu berechnen, verwenden Sie folgende Formel:
Break-Even-Point (Euro) = Fixkosten / ((Verkaufspreis pro Einheit - Variable Kosten pro Einheit) / Verkaufspreis pro Einheit)
Break Even Point • Definition, Beispiele & Zusammenfassung
Oder, alternativ:
Break-Even-Point (Euro) = Break-Even-Point (Einheiten) * Verkaufspreis pro Einheit
Ein Beispiel zur Veranschaulichung
Nehmen wir an, Sie betreiben einen kleinen Online-Shop, der T-Shirts verkauft. Ihre Fixkosten (Miete, Software-Abonnements, etc.) betragen 5.000 Euro pro Monat. Die variablen Kosten pro T-Shirt (Material, Druck, Versand) betragen 10 Euro. Sie verkaufen jedes T-Shirt für 25 Euro.
Um den Break-Even-Point in Einheiten zu berechnen:
Amazon Break-even-Point berechnen | AMA Base
Break-Even-Point (Einheiten) = 5.000 Euro / (25 Euro - 10 Euro) = 5.000 Euro / 15 Euro = 333,33 Einheiten
Das bedeutet, Sie müssen rund 334 T-Shirts pro Monat verkaufen, um Ihre Fixkosten zu decken und die Gewinnschwelle zu erreichen.
Um den Break-Even-Point in Euro zu berechnen:
Break-Even-Point (Euro) = 333,33 Einheiten * 25 Euro = 8.333,25 Euro
Break-Even-Point (Euro) = 5.000 Euro / ((25 Euro - 10 Euro) / 25 Euro) = 5.000 Euro / (15 Euro / 25 Euro) = 5.000 Euro / 0,6 = 8.333,33 Euro
Sie müssen also einen Umsatz von rund 8.333 Euro pro Monat erzielen, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Tipps zur Verbesserung des Break-Even-Points
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Break-Even-Point zu senken und schneller in die Gewinnzone zu gelangen:
Reduzierung der Fixkosten: Verhandeln Sie Mieten, suchen Sie nach günstigeren Software-Abonnements oder optimieren Sie Ihre Marketingausgaben.
Reduzierung der variablen Kosten: Verhandeln Sie mit Lieferanten bessere Preise, optimieren Sie Ihre Produktionsprozesse oder reduzieren Sie den Materialverbrauch.
Erhöhung des Verkaufspreises: Wenn möglich, erhöhen Sie Ihre Preise, um den Deckungsbeitrag zu erhöhen. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Preise wettbewerbsfähig bleiben.
Steigerung des Absatzes: Erhöhen Sie Ihre Marketingaktivitäten, verbessern Sie Ihren Kundenservice oder entwickeln Sie neue Produkte, um Ihren Absatz zu steigern.
Fazit
Die Berechnung des Break-Even-Points ist ein essenzieller Schritt für jedes Unternehmen. Er hilft Ihnen, Ihre Finanzen besser zu verstehen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Ihre Geschäftsziele zu erreichen. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Break-Even-Point zu berechnen und ihn regelmäßig zu überprüfen. Es könnte der Schlüssel zu Ihrem Erfolg sein!