Wein Selber Machen Wie Zu Omas Zeiten

Omas Wein. Allein der Gedanke daran weckt Bilder von sonnenverwöhnten Weinbergen, prallen Trauben und einem Keller, der nach gärendem Saft und alten Geschichten riecht. Wein selber machen, wie zu Omas Zeiten? Klingt nach einem Abenteuer, oder?
Die Traubenjagd: Ein Wettlauf mit den Amseln
Los geht's natürlich mit den Trauben. Stell dir vor, du stehst im Weinberg, die Sonne kitzelt auf der Nase, und du kämpfst mit Amseln um die reifsten Früchte. Es ist fast wie eine Schatzsuche! Oma hätte wahrscheinlich einen Korb mitgenommen, du vielleicht einen Einkaufswagen. Hauptsache, die Beute ist reichlich.
Und dann dieser Geruch! Süß, fruchtig, ein bisschen wild. Man kann sich schon vorstellen, wie der Wein später schmecken wird. Vorausgesetzt, man nascht nicht schon zu viele Trauben beim Pflücken…
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"Kinder, nicht so viele naschen! Das gibt Bauchweh und der Wein wird nix!" - Wahrscheinlich das, was Oma gesagt hätte.
Der Tanz in der Bütte: Füße hoch und losgestampft!
Jetzt wird's rustikal. Die Trauben müssen zerquetscht werden. Ja, richtig gelesen: Zerquetscht! Früher, also zu Omas Zeiten, hat man das barfuß in einer Bütte gemacht. Klingt komisch? Ist es auch! Aber es macht einen Heidenspaß. Versuch mal, nicht zu lachen, wenn deine Füße in dem kalten, matschigen Traubensaft stecken. Und versuche, nicht auszurutschen!
Heute gibt es zum Glück auch modernere Methoden, zum Beispiel eine Traubenmühle. Aber mal ehrlich, wo bleibt da der Spaß? Stell dir vor, du erzählst deinen Freunden, dass du den Wein höchstpersönlich mit deinen Füßen gestampft hast. Das ist doch mal eine Geschichte!

Geduld ist eine Tugend (vor allem beim Gären)
Nach dem Quetschen kommt das Warten. Der Traubensaft muss gären. Das bedeutet: Ab in einen Gärbehälter damit und abwarten. Und das kann dauern. Wochen, sogar Monate. In der Zeit verwandelt sich der Zucker in Alkohol und Kohlensäure. Das ist wie Magie!
Oma hätte wahrscheinlich regelmäßig nach dem Gärbehälter geschaut, gelauscht und vielleicht sogar ein bisschen mit ihm gesprochen. Man muss den Wein ja auch motivieren! Und wehe dem, der den Keller zu laut betritt. Der Wein braucht seine Ruhe!
Und dann, eines Tages, ist es so weit. Der Wein ist fertig. Oder zumindest fast. Jetzt muss er noch geklärt und gefiltert werden. Aber keine Angst, das ist nicht so kompliziert, wie es klingt.

Die erste Verkostung: Ein Moment der Wahrheit
Der Moment ist gekommen: Die erste Verkostung. Du nimmst einen Schluck und… Was passiert jetzt? Schmeckt er nach Omas Geheimrezept? Nach Sommer? Nach harter Arbeit? Oder einfach nur nach… Essig?
Keine Panik, wenn der erste Versuch nicht perfekt ist. Wein selber machen ist ein Lernprozess. Oma hat das schließlich auch nicht von heute auf morgen gelernt. Aber selbst wenn der Wein nicht ganz so schmeckt, wie du dir das vorgestellt hast, ist er immer noch etwas Besonderes. Denn er ist dein Wein. Dein Abenteuer. Deine Geschichte.

Und selbst wenn der Wein ungenießbar wird, kannst du ihn immer noch zu Essig verarbeiten. Oder ihn einfach mit deinen Freunden trinken und gemeinsam darüber lachen. Hauptsache, ihr habt Spaß gehabt!
Denn darum geht es ja eigentlich: Um das gemeinsame Erlebnis, um die Erinnerungen, die man schafft. Und vielleicht, nur vielleicht, um einen Wein, der so gut schmeckt, dass er Oma stolz machen würde.
Also, worauf wartest du noch? Auf in den Weinberg! Die Trauben rufen!
