Was Tun Bei Offenen Wunden

Okay, Leute, stellt euch vor: Ihr seid im Garten, kämpft heldenhaft mit einer widerspenstigen Rose (die euch offensichtlich nicht mag) oder versucht, den legendären "weltbesten Kuchen" zu backen, und zack! Eine offene Wunde. Autsch! Keine Panik, das passiert den Besten von uns. Selbst Meisterköche haben sich schon geschnitten, und Rosen sind sowieso kleine, stachelige Terroristen.
Aber was nun? Bevor ihr jetzt wie wild nach einem Arzt rennt (es sei denn, ihr habt gerade euren Arm verloren – dann rennt wirklich!), lasst uns mal schauen, was wir selbst tun können. Denn hey, wir sind doch alle kleine Ärzte im Herzen, oder? (Disclaimer: Ich bin kein Arzt. Wenn ihr ernsthafte Bedenken habt, konsultiert bitte einen echten.)
Schritt 1: Der erste Schrei (und das Blut)
Okay, erster Reflex: Schreien! Nein, Spaß. Aber ein kurzer "Aua!" ist erlaubt. Was jetzt aber wirklich wichtig ist: Ruhe bewahren! Tief durchatmen. Das Blut sieht vielleicht dramatischer aus, als es ist. (Es sei denn, es spritzt fontänenartig. Dann ist "dramatisch" eine Untertreibung.)
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Der nächste Schritt: Blut stoppen! Klingt logisch, oder? Nehmt ein sauberes Tuch (am besten ein steriles, aber ein frisch gewaschenes Küchentuch tut's zur Not auch) und drückt es fest auf die Wunde. Direkt auf die Stelle, wo's blutet! Nicht wie wild rumwischen, sondern einfach draufdrücken. Mit Geduld und ein bisschen Druck hört es in der Regel nach ein paar Minuten auf. Sollte es nach zehn Minuten immer noch sprudeln, ist es Zeit für den Notruf. (Ernsthaft!)
Schritt 2: Reinigungskräfte im Einsatz
Sobald das Blut gestoppt ist (Yippie!), kommt die Reinigung. Und damit meine ich nicht, dass ihr die Wunde einfach ablecken sollt. (Ja, ich weiß, manche Tiere machen das. Aber wir sind keine Tiere...meistens jedenfalls.)

Sauberes Wasser ist euer bester Freund. Lauwarmes Wasser ist super. Spült die Wunde ordentlich aus, um Schmutz, kleine Steinchen oder Kuchenreste (hoffentlich keine!) zu entfernen. Ihr könnt auch eine milde Seife verwenden, aber vorsichtig! Nicht zu viel und gut nachspülen. Achtet darauf, dass keine Seife in der Wunde bleibt, das kann nämlich brennen!
Spezialfall: Fremdkörper! Wenn da ein großer Splitter, ein Nagel oder der Rosenstachel vom Anfang drinsteckt: Nicht selbst entfernen! Ab zum Arzt damit. Die wissen, was zu tun ist. Kleine Sandkörner oder so könnt ihr vorsichtig entfernen.

Schritt 3: Desinfektion – Kampf den bösen Bakterien!
Jetzt kommt der Teil, in dem wir den Bakterien den Kampf ansagen. Desinfektionsmittel sind hier eure Waffen der Wahl. Es gibt verschiedene Sorten in der Apotheke, fragt einfach nach. Wichtig ist, dass ihr die Wunde damit vorsichtig betupft, nicht ertränkt! Und haltet es von euren Augen fern, das brennt wie Hölle. (Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung.)
Kleiner Tipp: Es gibt auch Desinfektionssprays. Die sind super, weil man die Wunde nicht berühren muss. Das ist hygienischer und tut weniger weh.

Schritt 4: Pflaster drauf und gut?
Fast! Ein Pflaster schützt die Wunde vor Schmutz und Bakterien. Wählt ein Pflaster, das groß genug ist, um die Wunde komplett abzudecken. Es sollte aber auch nicht zu eng sein, damit die Wunde noch atmen kann. Und, ganz wichtig: Wechselt das Pflaster regelmäßig, mindestens einmal am Tag oder wenn es schmutzig oder feucht ist. (Keine Angst, ihr müsst nicht alle Sorten durchprobieren, bis ihr euren Favoriten findet…aber wenn ihr das tut, sagt mir Bescheid, welches das Beste ist!)
Wichtig: Bei größeren oder tieferen Wunden, bei denen die Wundränder auseinanderklaffen, oder wenn ihr euch unsicher seid, solltet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen! Das gilt auch, wenn die Wunde sich entzündet (rot, geschwollen, heiß, schmerzend) oder wenn ihr Fieber bekommt.

Schritt 5: Heilung fördern (und Geduld haben!)
Jetzt heißt es: Warten und Tee trinken (oder Kaffee, oder was auch immer euch beruhigt). Der Körper ist ein wahres Wunderwerk und kümmert sich in der Regel selbst um die Heilung. Ihr könnt den Heilungsprozess aber unterstützen, indem ihr die Wunde sauber und feucht haltet. Es gibt spezielle Wundheilsalben, die ihr in der Apotheke bekommt. Die helfen, die Haut feucht zu halten und die Heilung zu beschleunigen.
Geduld ist eine Tugend! Manche Wunden heilen schnell, andere brauchen länger. Lasst euch nicht entmutigen, wenn es nicht sofort perfekt aussieht. Und kratzt nicht an der Kruste! Das verlängert die Heilung nur und kann Narben verursachen. (Und Narben sind zwar cool, aber wir wollen ja, dass die Haut wieder so schön wird wie vorher.)
Und das war's! Mit diesen Tipps und Tricks seid ihr bestens gerüstet für den nächsten kleinen Unfall. Aber denkt dran: Vorbeugen ist besser als heilen. Also, passt gut auf euch auf, meidet Rosen (oder tragt dicke Handschuhe!) und genießt das Leben! Und falls doch mal was passiert: Keine Panik! Ihr wisst ja jetzt, was zu tun ist.
