Hand aufs Herz: Habt ihr jemals darüber nachgedacht, wie oft ihr so am Tag atmet? Wahrscheinlich nicht, oder? Ist ja auch 'ne ziemlich unspektakuläre Angelegenheit, dieses Atmen. Es sei denn, man steckt gerade in 'ner Yoga-Session und versucht, den inneren Frieden zu finden. Oder man hat 'nen Marathon gelaufen und japst wie ein Fisch auf dem Trockenen.
Was ist denn "normales" Atmen überhaupt?
Jetzt kommt die große Frage: Was ist eigentlich diese ominöse "normale Atemfrequenz"? Die Antwort, die man so oft hört, ist: Irgendwas zwischen 12 und 20 Atemzügen pro Minute. Und hier kommt meine unpopuläre Meinung: Das ist doch nur 'ne grobe Schätzung! Eine Zahl, die in irgendeinem Lehrbuch steht, aber die mit der Realität oft wenig zu tun hat.
Klar, wenn man im Krankenhaus liegt und an Monitore angeschlossen ist, dann ist das vielleicht relevant. Aber im echten Leben? Wer zählt denn bitte ständig seine Atemzüge? Und warum sollte man das tun?
Ich stelle mir gerade vor, wie die "Atem-Polizei" durch die Straßen patrouilliert. Sie stoppen Leute, halten ihnen ein Stethoskop vor die Nase und sagen: "Entschuldigung, mein Herr, aber Sie atmen zu schnell! Das sind 22 Atemzüge pro Minute! Das ist nicht normal! Sie müssen langsamer atmen, sonst gibt es eine Verwarnung!"
Absurd, oder? Aber genau so fühlt sich das an, wenn man sich zu sehr auf diese "Normwerte" versteift. Jeder Mensch ist anders. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Und manchmal atmet man eben schneller, manchmal langsamer. Das ist doch völlig okay!
Denkt mal drüber nach: Wenn ihr gerade 'nen spannenden Film guckt, atmet ihr wahrscheinlich anders, als wenn ihr tief und fest schlaft. Wenn ihr gestresst seid, geht die Atmung schneller und flacher. Wenn ihr Sport macht, sowieso. Und was ist mit dem leckeren Essen, das ihr gerade verspeist? Hat das keinen Einfluss auf eure Atmung?
Alles um uns herum beeinflusst, wie wir atmen. Das Wetter, unsere Stimmung, die Menschen, mit denen wir zusammen sind. Es ist ein dynamischer Prozess, der sich ständig verändert. Sich da an starre Zahlen zu klammern, ist doch irgendwie...witzlos.
Meine "Normale Atemfrequenz" ist... meine!
Deshalb sage ich: Vergesst die 12 bis 20 Atemzüge! Findet heraus, was für euch normal ist. Beobachtet euch selbst. Achtet auf euren Körper. Und atmet einfach so, wie es sich gut anfühlt.
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Okay, vielleicht sollte man zum Arzt gehen, wenn man plötzlich extreme Atemnot hat oder Schmerzen beim Atmen verspürt. Aber ansonsten: Entspannt euch! Hört auf, euch Sorgen um eure Atemfrequenz zu machen! Das Leben ist zu kurz, um Atemzüge zu zählen!
Meine persönliche Definition von "normaler Atemfrequenz"? Die, bei der ich nicht darüber nachdenken muss. Und das ist, ehrlich gesagt, die meiste Zeit der Fall.
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Also, atmet tief durch (oder flach, wenn euch danach ist!) und genießt den Tag. Und wenn euch jemand fragt, was eure normale Atemfrequenz ist, dann antwortet einfach: "Meine eigene!".
Denn ganz ehrlich: Ist es nicht viel schöner, sich einfach treiben zu lassen und das Leben in vollen Zügen zu atmen, anstatt sich von irgendwelchen Normen und Regeln einschränken zu lassen?
Denkt mal drüber nach. Und jetzt: Tief durchatmen. Aber nur, wenn ihr wollt!