Was Ist Ein Subjekt Im Satz

Okay, stellt euch vor: Ich stehe da, vor der Tafel, in der achten Klasse. Frau Schmidt, unsere Deutschlehrerin, guckt uns streng an. "Was," fragt sie, mit dieser Stimme, die immer etwas drohend klang, "ist das Subjekt im Satz 'Der Hund bellt laut'?". Gefühlt die ganze Klasse atmet gleichzeitig ein, keiner will sich melden. Ich natürlich auch nicht! Schwitz. Rückblickend total lächerlich, oder? Aber damals… puh!
Jedenfalls, dieses Trauma (kleiner Scherz!) hat mich dazu gebracht, mich mal richtig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und was soll ich sagen? Ist gar nicht so schlimm, wie Frau Schmidt es damals dargestellt hat. Lass uns also mal eintauchen in die Welt des Subjekts, ganz entspannt und ohne Angst vor dem Deutschlehrer-Blick.
Was ist überhaupt ein Subjekt?
Ganz einfach gesagt: Das Subjekt ist der handelnde Teil in einem Satz. Es ist das, wer oder was etwas tut. Denk dran, das Subjekt ist nicht immer eine Person! Es kann auch ein Ding, ein Tier, oder sogar ein abstrakter Begriff sein.
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Beispiel gefällig? Klar!
In dem Satz "Die Sonne scheint", ist "Die Sonne" das Subjekt. Die Sonne ist das, was etwas tut, nämlich scheinen. Logisch, oder?

Wie finde ich das Subjekt?
Die einfachste Methode, um das Subjekt zu finden, ist, sich zu fragen: Wer oder was tut etwas? Diese Frage stellst du dir am besten immer im Bezug zum Verb des Satzes. Das Verb ist ja die Tätigkeit, die Handlung.
Nehmen wir mal den Satz: "Der kleine Junge isst einen Apfel." Was ist das Verb? Richtig, "isst". Und wer isst? Der kleine Junge. Bingo! "Der kleine Junge" ist also unser Subjekt.

Manchmal ist das Subjekt auch ein bisschen versteckter. Zum Beispiel in Sätzen wie "Es regnet". Hier ist "es" das Subjekt. Man nennt das auch ein unpersönliches Subjekt. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz simpel. Denk einfach daran, dass "es" in solchen Fällen einfach nur die grammatikalische Rolle des Subjekts ausfüllt.
Achtung, Falle! Subjekt ist nicht gleich Objekt!
Ganz wichtig: Nicht verwechseln mit dem Objekt! Das Objekt ist das, was von der Handlung des Verbs betroffen ist. Im obigen Beispiel ("Der kleine Junge isst einen Apfel") ist "einen Apfel" das Objekt. Der Apfel wird gegessen, er ist das Ziel der Handlung.

Kleiner Eselsbrücke: Das Subjekt agiert, das Objekt reagiert. (Oder ist das jetzt zu vereinfacht? Egal, hoffentlich hilft's!) 😉
Das Subjekt und seine Begleiter
Oft kommt das Subjekt nicht alleine daher. Es kann von Attributen begleitet werden. Attribute sind zusätzliche Informationen über das Subjekt. Im Satz "Der große, braune Hund bellt laut", sind "große" und "braune" Attribute, die das Subjekt "Hund" näher beschreiben. Attribute sind aber kein Teil des Subjekts, sondern nur Zusätze.

Subjektlose Sätze? Gibt's die?
Ja, die gibt es tatsächlich! Und zwar in Form von Imperativen, also Aufforderungen. Zum Beispiel: "Geh weg!". Hier gibt es kein explizites Subjekt, aber man könnte es sich dazudenken: "Du geh weg!". Grammatikalisch gesehen ist das Subjekt hier aber nicht vorhanden.
Und, fühlst du dich jetzt sicherer im Umgang mit Subjekten? Ich hoffe doch! Denk einfach an die Frage: Wer oder was tut etwas? Und wenn du mal unsicher bist, frag einfach nochmal nach. (Oder lies diesen Artikel nochmal. Zwinker)
Also, viel Spaß beim Satz-Analysieren! Und keine Angst vor Frau Schmidt-artigen Deutschlehrern! 😉
