Was Hilft Gegen übelkeit Bei Kindern

Kennt ihr das? Das Kind ist putzmunter, baut mit Legosteinen einen Wolkenkratzer (der höher ist als der eigene), und plötzlich... die Blässe. Und dann der Satz, der Eltern in Schockstarre versetzt: "Mir ist schlecht!"
Übelkeit bei Kindern ist wie ein unerwarteter Besuch von Tante Erna – kommt immer ungelegen und hinterlässt ein... naja, sagen wir mal, ein bleibendes Gefühl. Aber keine Panik! Bevor ihr in ein panisches Hamsterrad aus Google-Suchen und Telefonaten mit dem Kinderarzt verfallt, lasst uns mal schauen, was man da so tun kann. Und zwar ohne gleich die Notaufnahme zu stürmen.
Erste Hilfe gegen die "Mir ist schlecht!"-Attacke
Ruhe bewahren! Ja, leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber Kinder spüren unsere Panik wie ein hungriger Vampir den Blutdruck. Also tief durchatmen, ein Lächeln aufsetzen (auch wenn es gequält ist) und dem kleinen Patienten signalisieren: "Alles wird gut, ich bin da."
Must Read
Danach kommt der Klassiker: Frische Luft! Fenster auf, Kind ans Fenster setzen oder, noch besser, kurz nach draußen gehen. Die frische Luft wirkt manchmal Wunder. Es ist wie ein Neustart für den kleinen Magen. Stellt euch vor, der Magen ist ein Computer, der sich aufgehängt hat. Die frische Luft ist der Reset-Knopf.
Apropos Magen: Was is(s)t los im Bauch? Oft ist Übelkeit ein Zeichen, dass der Magen rebelliert. Vielleicht zu viel Süßes, zu fettiges Essen oder einfach nur Aufregung. In solchen Fällen hilft oft eine Schonkost. Zwieback, Salzstangen, Reiswaffeln – das sind die Klassiker. Und natürlich: Viel trinken! Am besten Wasser oder ungesüßten Tee (Kamille oder Fenchel). Bloß keine zuckerhaltigen Getränke, die machen alles nur noch schlimmer!

Omas Weisheiten und moderne Helferlein
Oma wusste es schon immer: Ingwer hilft! Ein Stück frischer Ingwer gekaut (wenn das Kind tapfer ist) oder ein Ingwertee können wahre Wunder wirken. Ingwer ist quasi der natürliche Bodyguard für den Magen.
Und dann gibt es noch die modernen Helferlein: Apothekenprodukte gegen Übelkeit. Aber bitte, immer erst den Kinderarzt fragen, bevor man Medikamente gibt! Nicht, dass man am Ende das Problem nur verschlimmert. Das wäre wie, wenn man versucht, einen Nagel mit einem Schraubenzieher in die Wand zu hämmern – funktioniert nicht und macht nur noch mehr kaputt.

Wenn's doch mal ernster wird...
Klar, in den meisten Fällen ist Übelkeit harmlos und verschwindet von selbst. Aber es gibt auch Situationen, in denen man lieber zum Arzt gehen sollte. Zum Beispiel:
- Wenn das Kind sich ständig erbricht und nichts bei sich behält.
- Wenn Fieber dazukommt.
- Wenn das Kind Bauchschmerzen hat, die immer schlimmer werden.
- Wenn das Kind schlapp und apathisch ist.
- Wenn man vermutet, dass das Kind etwas Giftiges gegessen hat. (In dem Fall: Sofort den Giftnotruf anrufen!)
Vertraut eurem Bauchgefühl! Wenn ihr euch unsicher seid, lieber einmal zu viel zum Arzt gehen als einmal zu wenig. Denn am Ende geht es um das Wohl eures kleinen Lieblings. Und das ist unbezahlbar.

Also, Kopf hoch, liebe Eltern! Übelkeit ist doof, aber meistens nur ein vorübergehender Gast. Mit ein paar einfachen Tricks und viel Liebe bekommt man das in den Griff. Und wer weiß, vielleicht ist es ja auch nur ein Wachstumsschub. Dann heißt es: Abwarten und Tee trinken (am besten Ingwertee!).
Und denkt dran: Nach dem Regen kommt die Sonne. Und nach der Übelkeit... vielleicht ein Eis?
