Was Hilft Bei Aphthen Im Mund

Kennen Sie das quälende Gefühl, wenn sich im Mund plötzlich kleine, schmerzhafte Geschwüre bilden? Aphthen sind zwar harmlos, aber sie können den Alltag ganz schön beeinträchtigen. Essen, Trinken, Sprechen – alles wird zur Tortur. Aber keine Sorge, Sie sind nicht allein! Fast jeder Mensch leidet irgendwann einmal unter diesen lästigen Plagegeistern. Und das Wichtigste: Es gibt viele Dinge, die Sie tun können, um die Schmerzen zu lindern und die Heilung zu beschleunigen.
In diesem Artikel erfahren Sie, was Aphthen genau sind, welche Ursachen sie haben können und vor allem: was wirklich hilft, um sie schnell wieder loszuwerden.
Was sind Aphthen eigentlich?
Aphthen sind kleine, oberflächliche Geschwüre, die in der Mundschleimhaut auftreten. Sie sind meist rund oder oval, haben einen weißen oder gelblichen Belag und sind von einem roten Hof umgeben. Am häufigsten treten sie an der Innenseite der Wangen, Lippen, der Zunge oder am Gaumen auf.
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Obwohl sie oft als harmlose Bagatelle abgetan werden, können Aphthen erhebliche Schmerzen verursachen, besonders beim Essen von säurehaltigen oder scharfen Speisen. Die gute Nachricht ist, dass sie in der Regel von selbst innerhalb von ein bis zwei Wochen abheilen.
Ursachenforschung: Warum entstehen Aphthen?
Die genaue Ursache für die Entstehung von Aphthen ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die als Auslöser oder begünstigend gelten:

- Verletzungen der Mundschleimhaut: Kleine Verletzungen durch scharfe Speisen, harte Zahnbürsten oder zahnärztliche Behandlungen können Aphthen begünstigen.
- Stress und psychische Belastung: In stressigen Zeiten treten Aphthen häufiger auf.
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Bestimmte Nahrungsmittel, wie z.B. Zitrusfrüchte, Nüsse, Schokolade oder Kaffee, können bei manchen Menschen Aphthen auslösen.
- Hormonelle Veränderungen: Bei Frauen können hormonelle Schwankungen, z.B. während der Menstruation, die Entstehung von Aphthen begünstigen.
- Vitamin- und Mineralstoffmangel: Ein Mangel an Vitamin B12, Eisen oder Folsäure kann das Risiko für Aphthen erhöhen.
- Geschwächtes Immunsystem: Ein geschwächtes Immunsystem, z.B. durch Krankheit oder Medikamente, kann die Anfälligkeit für Aphthen erhöhen.
- Bestimmte Erkrankungen: In seltenen Fällen können Aphthen auch im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen auftreten, wie z.B. Morbus Crohn oder Zöliakie.
Es ist wichtig zu betonen, dass Aphthen nicht ansteckend sind!
Was hilft wirklich gegen Aphthen? – Die besten Tipps und Tricks
Auch wenn Aphthen in der Regel von selbst abheilen, gibt es viele Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern und die Heilung zu beschleunigen.

Schmerzlinderung:
- Lokalanästhetische Gele: Gele mit Lokalanästhetika wie Lidocain oder Benzocain betäuben die betroffene Stelle und lindern so den Schmerz. Diese Gele sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
- Spülungen mit Kamille oder Salbei: Kamille und Salbei wirken entzündungshemmend und beruhigend. Spülen Sie mehrmals täglich mit einem lauwarmen Kamillen- oder Salbeitee.
- Eiswürfel lutschen: Das Lutschen von Eiswürfeln kann den Schmerz betäuben und die Entzündung reduzieren.
Förderung der Heilung:
- Aphthenpflaster: Spezielle Aphthenpflaster bilden eine Schutzschicht über der Aphthe und schützen sie vor Reizungen. Sie fördern zudem die Heilung.
- Mundspülungen mit Chlorhexidin: Chlorhexidin ist ein antiseptischer Wirkstoff, der Bakterien abtötet und so die Heilung unterstützt. Achtung: Chlorhexidin kann bei längerer Anwendung zu Verfärbungen der Zähne führen.
- Hyaluronsäure-Gele: Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit und fördert die Wundheilung. Hyaluronsäure-Gele können mehrmals täglich auf die Aphthe aufgetragen werden.
- Zinksalbe: Zink wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Wundheilung. Tragen Sie mehrmals täglich eine dünne Schicht Zinksalbe auf die Aphthe auf.
Hausmittel, die Linderung verschaffen können:
- Honig: Honig wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Tragen Sie mehrmals täglich etwas Honig auf die Aphthe auf.
- Teebaumöl: Teebaumöl hat antiseptische Eigenschaften. Achtung: Teebaumöl sollte niemals unverdünnt angewendet werden! Verdünnen Sie es mit Wasser und tupfen Sie es vorsichtig auf die Aphthe.
- Natron: Natron kann den pH-Wert im Mund neutralisieren und so die Schmerzen lindern. Lösen Sie etwas Natron in Wasser auf und spülen Sie damit den Mund.
Was Sie vermeiden sollten:
- Scharfe, säurehaltige und heiße Speisen: Diese können die Aphthen zusätzlich reizen und die Schmerzen verschlimmern.
- Harte Zahnbürsten: Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste, um die Mundschleimhaut nicht zusätzlich zu reizen.
- Zahnpasta mit Natriumlaurylsulfat (SLS): SLS kann die Entstehung von Aphthen begünstigen. Verwenden Sie stattdessen eine Zahnpasta ohne SLS.
- Rauchen und Alkohol: Diese können die Heilung verzögern.
Wann sollte ich zum Arzt gehen?
In den meisten Fällen heilen Aphthen von selbst innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Es gibt jedoch einige Situationen, in denen Sie einen Arzt aufsuchen sollten:
- Wenn die Aphthen sehr groß sind oder sich vermehren.
- Wenn die Aphthen länger als drei Wochen andauern.
- Wenn Sie Fieber oder andere Begleiterscheinungen haben.
- Wenn Sie den Verdacht haben, dass die Aphthen im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung stehen.
Der Arzt kann die Ursache der Aphthen abklären und Ihnen gegebenenfalls eine stärkere Medikation verschreiben, z.B. Kortikosteroide.

Vorbeugung ist besser als Nachsorge
Auch wenn sich Aphthen nicht immer verhindern lassen, können Sie einiges tun, um das Risiko zu minimieren:
- Achten Sie auf eine gute Mundhygiene: Putzen Sie Ihre Zähne regelmäßig mit einer weichen Zahnbürste und verwenden Sie Zahnseide.
- Vermeiden Sie Verletzungen der Mundschleimhaut: Kauen Sie langsam und vorsichtig und vermeiden Sie harte oder scharfe Speisen.
- Reduzieren Sie Stress: Finden Sie Wege, um Stress abzubauen, z.B. durch Entspannungsübungen oder Sport.
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung: Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen.
- Vermeiden Sie Nahrungsmittel, die bei Ihnen Aphthen auslösen: Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um mögliche Auslöser zu identifizieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Aphthen sind lästig, aber in den meisten Fällen harmlos. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die Schmerzen lindern und die Heilung beschleunigen. Probieren Sie die verschiedenen Tipps und Tricks aus und finden Sie heraus, was Ihnen am besten hilft. Und denken Sie daran: Geduld ist wichtig, denn die meisten Aphthen verschwinden von selbst wieder!
Wichtig: Die hier genannten Informationen dienen lediglich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn Sie unsicher sind oder Beschwerden haben, suchen Sie bitte einen Arzt oder Apotheker auf.
