Was Denken Hunde Wenn Man Sie Küsst

Kennt ihr das? Man ist total verliebt in seinen Hund, der gerade total süß da liegt und schläft, also muss man ihn einfach abknutschen. Voll mit Küssen bedecken. Bei meinem Bruno ist das dann immer so ein Wechselbad der Gefühle. Erst so ein genervtes Augenrollen, dann ein kurzes Schwanzwedeln, und schließlich versucht er, sich dezent aber bestimmt aus dem Staub zu machen. Fragt man sich ja schon: Was zur Hölle denkt dieser pelzige Mitbewohner eigentlich, wenn ich ihn so abküss?
Tja, die Frage aller Fragen: Verstehen Hunde Küssen überhaupt? Oder denken sie, wir sind einfach nur komische, sabbernde Wesen, die sie mal wieder nerven? Spoiler: Es ist komplizierter als man denkt.
Küsse sind nicht gleich Küsse – zumindest für Hunde
Also, fangen wir mal damit an: Hunde kommunizieren ja hauptsächlich über Körpersprache und Gerüche. Küssen, so wie wir es tun, existiert in ihrer Welt nicht wirklich. Sie benutzen eher Schlecken als Zuneigungsbekundung. Mutterhündinnen lecken ihre Welpen ab, um sie zu putzen und ihnen Nähe zu zeigen.
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Klar, wir Menschen können das nicht einfach so nachmachen. Wir haben ja keine Welpen zu putzen (meistens jedenfalls). Aber es erklärt, warum dein Hund dich vielleicht ableckt, wenn du ihm nahe bist. Das ist seine Art, dir zu sagen: "Hey, ich mag dich, du gehörst zu meinem Rudel!"
Aber zurück zum Küssen. Wenn du deinen Hund abknutscht, versteht er das wahrscheinlich nicht als "Ich liebe dich über alles!", sondern eher als... nun ja, als etwas Seltsames, das du gerade tust. Vielleicht denkt er "Okay, der Mensch hat wieder einen Anfall" oder "Hoffentlich ist das bald vorbei".

Was bedeutet das für deinen Hund WIRKLICH?
Es kommt wirklich auf den Hund an! Manche Hunde lieben es, geküsst zu werden. Sie kuscheln sich an dich, wedeln mit dem Schwanz und scheinen die Aufmerksamkeit zu genießen. Andere wiederum finden es total unangenehm. Du kennst deinen Hund am besten. Achte auf seine Körpersprache!
Anzeichen, dass dein Hund Küssen nicht mag:

- Er wendet den Kopf ab.
- Er leckt sich die Lefzen. (Das ist oft ein Zeichen von Stress.)
- Er gähnt. (Auch ein Zeichen von Stress oder Unwohlsein.)
- Er versucht, wegzugehen.
- Er versteift sich.
Wenn dein Hund eines dieser Signale zeigt, solltest du ihn lieber in Ruhe lassen. Zwinge ihn nicht zu etwas, das er nicht mag! Lieber ein paar liebevolle Worte und ein sanftes Streicheln.
Und mal ehrlich, wer von uns mag schon ungebetene Küsse? Stell dir vor, ein fremder Mensch kommt auf dich zu und knutscht dich einfach ab. Wärst du begeistert? Wahrscheinlich nicht. Dein Hund wahrscheinlich auch nicht.

Alternativen zum Küssen – Zeige deinem Hund deine Liebe anders!
Es gibt so viele andere Wege, deinem Hund deine Zuneigung zu zeigen, die er besser versteht und die ihm vielleicht sogar mehr Freude bereiten!
- Spielen: Tobt zusammen im Garten, werft Bälle oder zieht an einem Zergel.
- Gassi gehen: Erkundet gemeinsam die Nachbarschaft und lasst ihn an interessanten Dingen schnuppern.
- Training: Bring ihm neue Tricks bei und belohne ihn mit Leckerlis.
- Kuscheln: Einfach zusammen auf dem Sofa liegen und ihn kraulen.
- Leckerlis: Na, wer sagt schon Nein zu einem leckeren Snack?
Am Ende ist es wichtig, die individuellen Vorlieben deines Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, und was der eine liebt, findet der andere vielleicht total blöd. Sei aufmerksam, beobachte deinen Hund, und finde heraus, wie du ihm am besten zeigen kannst, dass du ihn lieb hast – ohne ihn zu Tode zu küssen. 😉
Und ganz ehrlich, vielleicht ist es auch einfach gesünder, sich auf andere Arten der Zuneigung zu konzentrieren. Hunde haben ja doch so ihre Eigenheiten, was die Mundhygiene angeht… Aber das ist ein Thema für einen anderen Blogpost! 😉
