Warum Keine Lakritze In Der Schwangerschaft

Ach du liebes bisschen, Schwangerschaft! Eine Zeit voller Glück, Aufregung, und... unzähliger Regeln, was man nicht essen soll. Als ob Sodbrennen und Morgenübelkeit nicht schon genug wären, gesellt sich da noch die Frage hinzu: "Darf ich das überhaupt noch essen?" Heute nehmen wir uns mal die Lakritze vor. Ja, genau, die Süßigkeit, die entweder heiß geliebt oder abgrundtief gehasst wird. Aber warum ist sie in der Schwangerschaft so ein Thema?
Lakritze: Der dunkle Verführer
Lakritze, mit ihrem unverwechselbaren Geschmack, ist wie eine Diva. Entweder man verehrt sie, oder man kriegt schon beim Anblick Pickel. Aber egal wie man dazu steht, in der Schwangerschaft sollte man sie mit Vorsicht genießen. Warum? Der Übeltäter ist das Glycyrrhizin.
Glycyrrhizin ist ein Inhaltsstoff der Süßholzwurzel, die der Lakritze ihren typischen Geschmack verleiht. Und genau dieses Glycyrrhizin kann in der Schwangerschaft Probleme machen. Stell dir vor, dein Körper ist wie ein Türsteher in einem exklusiven Club. Normalerweise lässt er Natrium (Salz) und Kalium rein und raus, wie es ihm passt. Glycyrrhizin aber ist wie ein betrunkener Promi, der den Türsteher besticht und ihm sagt: "Lass das Natrium mal lieber im Club bleiben und das Kalium vor die Tür!" Das Ergebnis? Der Natriumspiegel steigt, der Kaliumspiegel sinkt. Und das kann zu unangenehmen Folgen führen.
Must Read
Was passiert, wenn der Türsteher überfordert ist?
Ein erhöhter Natriumspiegel kann zu Wassereinlagerungen führen. Und mal ehrlich, wer braucht in der Schwangerschaft noch mehr geschwollene Füße? Man hat ja schon das Gefühl, man hätte Klötze am Bein, die jeden Moment explodieren könnten. Außerdem kann der Blutdruck in die Höhe schnellen. Und Bluthochdruck ist in der Schwangerschaft nun wirklich kein Spaß.
Ein niedriger Kaliumspiegel kann wiederum zu Muskelschwäche und sogar Herzrhythmusstörungen führen. Und das ist ja nun wirklich das Letzte, was eine werdende Mutter gebrauchen kann. Man ist ja schon müde genug von den ganzen hormonellen Veränderungen.

Studien deuten auch darauf hin, dass ein hoher Konsum von Glycyrrhizin während der Schwangerschaft die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen könnte. Man spricht von möglichen Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten und das Verhalten des Kindes. Das ist natürlich ein Grund mehr, vorsichtig zu sein.
Also, was tun?
Die gute Nachricht: Du musst nicht komplett auf Lakritze verzichten! Die Dosis macht das Gift. Ein kleines Lakritzbonbon ab und zu ist in der Regel kein Problem. Aber übertreiben sollte man es nicht. Stell dir vor, du bist auf einer Diät und erlaubst dir ab und zu ein Stück Schokolade. Alles in Maßen ist erlaubt.

Achte beim Kauf von Lakritze auf den Glycyrrhizin-Gehalt. Je höher der Gehalt, desto weniger solltest du davon essen. Und im Zweifelsfall: Frag deinen Arzt oder deine Hebamme. Die können dir am besten sagen, was für dich und dein Baby sicher ist.
Und noch ein Tipp: Wenn du Heißhunger auf Lakritze hast, versuche, ihn mit gesünderen Alternativen zu stillen. Vielleicht ein Stück dunkle Schokolade (die ist ja auch gut für die Nerven!) oder ein paar Trockenfrüchte. Oder vielleicht einfach ein großes Glas Wasser. Manchmal ist der Heißhunger auch nur ein Zeichen für Durst.
Fazit: Lakritze mit Köpfchen
Also, liebe werdende Mamas, lasst euch von der Lakritze nicht verführen! Genießt sie in Maßen und achtet auf euren Körper. Denn schließlich geht es jetzt um zwei. Und mit ein bisschen Köpfchen und ein paar Alternativen könnt ihr die Schwangerschaft genießen, ohne auf alles verzichten zu müssen. Und wer weiß, vielleicht schmeckt euch Lakritze nach der Geburt ja sowieso nicht mehr. Oder vielleicht liebt ihr sie noch mehr. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Aber jetzt heißt es erstmal: Baby geht vor! Und dann... Lakritze in Maßen.
