Wann Werden Fäden Nach Op Gezogen

Also, mal ehrlich: Wer freut sich eigentlich aufs Fädenziehen nach einer OP? Ich jedenfalls nicht. Es ist so eine dieser unsäglichen Aufgaben, die einfach zum Erwachsensein dazugehören, wie Steuererklärung oder der Versuch, einen IKEA-Schrank ohne bleibende Schäden zusammenzubauen.
Man liegt da, frisch operiert, vielleicht noch ein bisschen benebelt von den Medikamenten, und denkt sich: "Okay, das Schlimmste ist vorbei!" Falsch gedacht. Da kommt ja noch das Fädenziehen. Juhu.
Ich habe da so meine ganz eigene, vielleicht etwas unpopuläre Meinung zu: Ich finde, Fädenziehen sollte optional sein. Ja, ihr habt richtig gelesen. Optional!
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Die Qual der Wahl (bzw. des Fadens)
Klar, ich verstehe das Argument der Hygiene. Und dass man die Fäden ja nicht ewig drinlassen kann. Aber muss das Ganze denn so unangenehm sein?
Ich erinnere mich da an eine Situation. Ich war, sagen wir mal, leicht angespannt vor dem Termin zum Fädenziehen. Die Arzthelferin, eine sehr nette Dame, versuchte mich zu beruhigen: "Ach, das ist doch nur ein kleiner Pieks!"

Ein kleiner Pieks? Leute, das ist mehr als ein kleiner Pieks! Das ist wie ein Mini-Überfall auf die eigene Haut. Man liegt da, hilflos ausgeliefert, während jemand mit einer Pinzette und einer Schere in der eigenen Wunde herumfuhrwerkt.
Und dann diese Frage: "Haben Sie was gespürt?" Ähm, ja! Hallo? Haben Sie gerade ein Stück Faden aus meinem Körper gerissen? Natürlich habe ich was gespürt! Soll ich jetzt sagen, dass es sich wie eine Massage angefühlt hat?
Die Alternative: Selbstauflösende Fäden – Meine Helden!
Gott sei Dank gibt es ja die selbstauflösenden Fäden. Die sind meine persönlichen Helden. Keine Termine, kein Pieksen, kein Stress. Einfach warten, bis sie sich von selbst verabschieden. Wie von Zauberhand!

Warum also nicht gleich alle Operationen mit selbstauflösenden Fäden machen? Ich verstehe, dass es vielleicht medizinische Gründe gibt, warum das nicht immer möglich ist. Aber trotzdem! Ein bisschen mehr Selbstauflösung im Leben wäre doch toll, oder?
Ich stelle mir gerade eine Welt vor, in der auch andere unangenehme Dinge sich einfach von selbst auflösen würden. Pickel? Selbstauflösend. Rechnungen? Selbstauflösend. Unliebsame Verwandte? Okay, vielleicht doch nicht ganz. Aber die Idee ist doch reizvoll, oder?
Meine Theorie: Fädenziehen ist eine Verschwörung!
Okay, jetzt wird es vielleicht ein bisschen verrückt. Aber ich habe da so eine Theorie: Das Fädenziehen ist eine Verschwörung! Die Pharmaindustrie und die Pinzettenhersteller stecken unter einer Decke. Sie wollen, dass wir weiterhin leiden und sie weiterhin Geld verdienen.

Oder vielleicht ist es auch einfach nur, damit die Ärzte und Arzthelferinnen etwas zu tun haben. Wer weiß?
Natürlich ist das alles Quatsch. Aber mal ehrlich, manchmal fühlt es sich doch so an, oder?
Die ultimative Lösung: Der Faden-Roboter!
Vielleicht brauchen wir einen Faden-Roboter!
Ein kleines, freundliches Roboterchen, das ganz sanft und schmerzfrei die Fäden zieht. Mit künstlicher Intelligenz und einer beruhigenden Stimme. "Alles wird gut," würde er sagen, während er behutsam an den Fäden zupft.

Das wäre doch was! Da würde sogar ich mich auf den Termin zum Fädenziehen freuen. Naja, fast.
Bis dahin bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als die Zähne zusammenzubeißen, tapfer zu sein und sich nach dem Fädenziehen mit einer großen Kugel Eis zu belohnen. Oder zwei. Oder drei. Wer zählt schon mit Schmerzen?
Also, wer ist noch Team "Selbstauflösende Fäden sind die Besten"? Meldet euch! Wir gründen eine Selbsthilfegruppe. Mit viel Eis und ohne Pinzetten!
