Vitamin D Und D3 Unterschied

Kennst du das? Du kommst vom Arzt und hast einen Zettel in der Hand, auf dem steht irgendwas von "Vitamin D Spiegel zu niedrig". Und dann fängt das Rätselraten an: Vitamin D? Vitamin D3? Ist das nicht dasselbe? Oder doch nicht? Mir ging's jedenfalls genauso. Ich stand da, fühlte mich wie ein Chemie-Analphabet und dachte nur: Help!
Okay, tief durchatmen. Keine Panik. Vitamin D ist tatsächlich ein bisschen komplizierter, als man denkt, aber keine Sorge, wir kriegen das gemeinsam hin. Stell dir Vitamin D einfach als eine Art Dachbegriff vor, unter dem verschiedene Vitamin-D-Formen wohnen. Und die beiden bekanntesten Mieter sind eben Vitamin D2 und Vitamin D3.
Der Unterschied: Woher kommen sie?
Der Hauptunterschied liegt erstmal in der Quelle. Vitamin D3, auch Cholecalciferol genannt (klingt fancy, ich weiß), wird hauptsächlich in unserer Haut gebildet, wenn sie Sonnenlicht abbekommt. Ja, richtig gehört: Sonne tanken ist quasi Vitamin-D-Produktion deluxe. Aber Achtung, liebe Sonnenanbeter: Übertreibt es nicht mit dem Brutzeln! Sonnenschutz ist wichtig, aber ein bisschen Sonne muss sein, um den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen.
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Vitamin D2, oder Ergocalciferol, hingegen kommt hauptsächlich aus pflanzlichen Quellen wie Pilzen oder Hefen. Denk an Champignons, die in der Sonne liegen (ja, das machen die tatsächlich, um ihren Vitamin-D-Gehalt zu erhöhen). Oder angereicherte Lebensmittel wie Pflanzendrinks.
(Side-Comment: Mal ehrlich, wer von uns isst schon täglich Pilze, die in der Sonne gelegen haben? Ich jedenfalls nicht. Deshalb ist für viele eine Supplementierung sinnvoll.)

Die Frage der Bioverfügbarkeit
Jetzt kommt der Knackpunkt: Wie gut kann unser Körper die beiden Formen aufnehmen und verwerten? Hier gibt es nämlich einen kleinen, aber feinen Unterschied. Vitamin D3 gilt im Allgemeinen als bioverfügbarer als Vitamin D2. Das bedeutet, der Körper kann D3 tendenziell besser aufnehmen und länger speichern. Es wird also effizienter genutzt, um den Vitamin-D-Spiegel im Blut zu erhöhen.
Es gibt Studien, die zeigen, dass D3 den Vitamin-D-Spiegel im Blut effektiver anhebt und länger aufrechterhält als D2. Aber das ist nicht in Stein gemeißelt! Es gibt auch Menschen, die D2 gut verwerten können. Jeder Körper ist anders, wie wir alle wissen.

Also, was soll ich nehmen? D2 oder D3?
Tja, das ist die Millionen-Euro-Frage. Die meisten Experten empfehlen mittlerweile eher Vitamin D3 als Nahrungsergänzungsmittel, eben wegen der besseren Bioverfügbarkeit. Aber wenn du Veganer bist und keine tierischen Produkte zu dir nehmen möchtest, ist D2 natürlich eine gute Alternative.
(Kleiner Tipp am Rande: Es gibt mittlerweile auch veganes Vitamin D3, das aus Flechten gewonnen wird. Also Augen auf beim Supplement-Kauf!)

Wichtig ist, dass du deinen Vitamin-D-Spiegel regelmäßig checken lässt. Dein Arzt kann dir sagen, ob du überhaupt einen Mangel hast und welche Dosis für dich die richtige ist. Einfach auf Verdacht irgendwelche Pillen einwerfen ist keine gute Idee. Zu viel Vitamin D kann nämlich auch negative Auswirkungen haben. Also, ab zum Arzt und beraten lassen!
Nochmal kurz zusammengefasst:
- Vitamin D ist der Oberbegriff.
- Vitamin D3 wird hauptsächlich in der Haut durch Sonnenlicht gebildet und gilt als bioverfügbarer.
- Vitamin D2 kommt aus pflanzlichen Quellen.
- Lass deinen Vitamin-D-Spiegel checken und lass dich von deinem Arzt beraten!
Und jetzt raus mit euch an die frische Luft (aber nicht ohne Sonnenschutz!), genießt die Sonne und denkt daran, eure Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Oder zumindest ein paar Champignons zu essen.
