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Unterschied Klassische Und Operante Konditionierung Hund


Unterschied Klassische Und Operante Konditionierung Hund

Kennt ihr das? Man kommt nach Hause, die Haustür steht sperrangelweit offen, der Teppich ist ein Trümmerfeld und Bello schaut einen mit unschuldig großen Augen an, als wäre nichts gewesen. Dann brüllt man (zugegeben, vielleicht etwas lauter) "NEIN!" und Bello kuscht sofort. Denkste, das hat was gebracht? Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Frustrierend, oder? Genau da kommen wir ins Spiel: Willkommen im Dschungel der Hundeerziehung! Genauer gesagt, willkommen in der Welt der klassischen und operanten Konditionierung. Klingt kompliziert? Keine Sorge, ist es nicht. Versprochen!

Die Sache ist nämlich die: Bello hat das Chaos nicht absichtlich veranstaltet, um dich zu ärgern. (Auch wenn es manchmal so wirkt, nicht wahr?). Er hat einfach gelernt, dass bestimmte Verhaltensweisen bestimmte Konsequenzen haben. Und hier kommen die beiden Konditionierungsarten ins Spiel.

Klassische Konditionierung: Der Pawlowsche Hund lässt grüßen!

Erinnert ihr euch an Pawlow und seine Hunde? Der gute Mann hat entdeckt, dass Hunde nicht nur sabbern, wenn sie Futter sehen, sondern auch, wenn sie ein Glöckchen hören, das immer vor dem Futter klingelt. Das ist klassische Konditionierung in a nutshell. Einfach gesagt: Es geht um Verknüpfungen.

Denk mal drüber nach: Was verbindet dein Hund mit der Leine? Wahrscheinlich einen tollen Spaziergang! Also freut er sich wie Bolle, wenn du die Leine in die Hand nimmst. Das ist klassische Konditionierung. Oder: Der Tierarzt. Die meisten Hunde verbinden den Tierarzt mit unangenehmen Dingen (Spritzen, Fiebermessen, komische Gerüche). Deswegen bekommen sie schon Panik, wenn sie nur das Wartezimmer betreten. (Ja, ich weiß, meiner auch!)

Kurz gesagt: Klassische Konditionierung passiert, wenn dein Hund lernt, dass bestimmte Reize (wie das Glöckchen oder die Leine) bestimmte Reaktionen (wie Sabbern oder Freude) auslösen. Du musst gar nichts aktiv tun, es passiert einfach so. Ein bisschen wie bei uns Menschen, wenn wir den Duft von frisch gebackenem Kuchen riechen und sofort an Oma denken. (Okay, vielleicht bin das auch nur ich...)

Klassische und operante Konditionierung - adventure-dog.de
Klassische und operante Konditionierung - adventure-dog.de

Operante Konditionierung: Belohnung und Bestrafung

Jetzt wird's interaktiver! Bei der operanten Konditionierung geht es darum, dass dein Hund lernt, dass sein Verhalten bestimmte Konsequenzen hat. Und zwar Konsequenzen, die entweder gut (Belohnung) oder schlecht (Bestrafung) sind.

Wenn Bello brav Sitz macht und du ihm ein Leckerli gibst, ist das positive Verstärkung. Er hat gelernt: "Sitz machen = Leckerli = gut!". Er wird also in Zukunft eher wieder Sitz machen. Easy peasy, oder?

Klassische und operante Konditionierung - adventure-dog.de
Klassische und operante Konditionierung - adventure-dog.de

Aber was ist mit der Bestrafung? Wenn Bello anspringt und du ihn ignorierst (oder ihm sogar kurz den Rücken zudrehst), ist das eine Form der negativen Strafe. Du nimmst ihm deine Aufmerksamkeit weg, was er wahrscheinlich unangenehm findet. (Ja, Hunde sind kleine Aufmerksamkeitsjunkies!)

Wichtig: Bei der operanten Konditionierung geht es nicht darum, den Hund zu "bestrafen" im Sinne von ihm wehzutun oder ihn anzuschreien. Es geht darum, ihm klarzumachen, dass bestimmtes Verhalten nicht zum gewünschten Ergebnis führt.

Noch wichtiger: Positive Verstärkung ist immer besser als Bestrafung! Loben und belohnen ist viel effektiver und artgerechter als schimpfen und strafen. Denk dran: Du willst eine positive Beziehung zu deinem Hund aufbauen, nicht ihn einschüchtern!

Fachbegriffe leicht verständlich: Klassische Konditionierung - Dein Weg
Fachbegriffe leicht verständlich: Klassische Konditionierung - Dein Weg

Der feine Unterschied: Ein kleines Quiz!

Okay, seid ihr noch dabei? Dann mal kurz testen, ob ihr den Unterschied verstanden habt:

Szenario 1: Du sagst "Platz!" und Bello legt sich hin. Du gibst ihm ein Leckerli. Ist das klassische oder operante Konditionierung? Richtig, operant! Bello hat aktiv etwas getan (sich hingelegt) und wurde dafür belohnt.

Klassische Konditionierung - Psychologie Online - Psydemy.de
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Szenario 2: Bello bekommt Panik, wenn er das Geräusch des Staubsaugers hört. Ist das klassische oder operante Konditionierung? Bingo, klassisch! Bello hat das Geräusch des Staubsaugers mit etwas Unangenehmen (dem Staubsaugen an sich) verknüpft.

Seht ihr? Gar nicht so schwer!

Und was bringt das alles?

Wenn du die Prinzipien der klassischen und operanten Konditionierung verstehst, kannst du deinen Hund viel besser erziehen und trainieren. Du kannst ihm unerwünschte Verhaltensweisen abgewöhnen und ihm neue Tricks beibringen. Und das alles auf eine positive und artgerechte Art und Weise. Also, weg mit dem Frust und ran an die Leckerlis! Euer Bello wird es euch danken! Und vielleicht steht die Haustür dann auch irgendwann mal nicht mehr sperrangelweit offen… (Aber versprechen kann ich's nicht!)

Reihe Lerntheorie 1 - Klassische Konditionierung - respekTIERt Klassische Konditionierung: Einfach erklärt + Beispiele

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