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über Das Böse Hannah Arendt


über Das Böse Hannah Arendt

Okay, mal ehrlich, wer von uns hat noch nie Mist gebaut? Ob's die vergessene Geburtstagstorte für Oma war, die spontane Entscheidung für 'ne komplett neue Haarfarbe (die dann doch nicht so knallig sein sollte) oder die "kurze" WhatsApp-Nachricht, die irgendwie 20 Minuten gedauert hat – wir alle kennen das. Aber was ist, wenn's nicht nur ein kleiner Fauxpas ist? Was, wenn's um richtig großes Unrecht geht?

Da kommt Hannah Arendt ins Spiel, 'ne ziemlich coole Denkerin, die sich gefragt hat: Wie können Menschen wirklich böse Taten begehen? Und zwar nicht nur irgendwelche psychopathischen Superbösewichte, sondern ganz normale Menschen, wie du und ich (hoffentlich!). Ihr berühmtestes Konzept ist "die Banalität des Bösen." Klingt erstmal wie 'n sperriger Uni-Begriff, ist aber eigentlich total alltagsnah.

Die Banalität des Bösen – Was zur Hölle?

Stell dir vor, du arbeitest in einem Büro. Du hast 'n Chef, der dir Aufgaben gibt. Manche sind sinnvoll, manche weniger. Manche findest du blöd, aber du machst sie halt, weil's dein Job ist. Jetzt stell dir vor, diese Aufgaben sind Teil von etwas wirklich Schlimmem. Aber du denkst nicht drüber nach. Du bist ja nur derjenige, der die Akten abheftet, die E-Mails weiterleitet oder die Zahlen in die Tabellen einträgt.

Arendt hat das am Beispiel von Adolf Eichmann untersucht, einem Nazi-Funktionär, der für die Organisation des Holocausts mitverantwortlich war. Sie hat Eichmann nicht als diabolischen Mastermind gesehen, sondern als einen Bürokraten, der einfach nur seinen Job gemacht hat. Er hat nicht aktiv Böses gewollt, sondern einfach nicht nachgedacht. Er hat sich an die Regeln gehalten, Befehle ausgeführt und sich nicht für die Konsequenzen verantwortlich gefühlt.

Das ist die Banalität des Bösen: Das Böse entsteht oft nicht aus tiefstem Hass oder purer Boshaftigkeit, sondern aus Gedankenlosigkeit, aus dem blinden Befolgen von Autoritäten, aus der Unfähigkeit, selbstständig zu denken und Verantwortung zu übernehmen.

Arendt, Hannah: Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik
Arendt, Hannah: Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik

Böse sein im Alltag – Wo lauert's?

Klar, wir organisieren jetzt keine Massenmorde (hoffen wir!). Aber die Banalität des Bösen kann sich auch in unserem Alltag verstecken. Denk mal an:

  • Cybermobbing: "Ist ja nur ein Meme, ist ja nur Spaß." Aber was, wenn der "Spaß" jemanden in den Abgrund treibt?
  • Lügenpresse-Vorwürfe: "Die Medien lügen doch eh alle." Was, wenn dadurch Misstrauen und Hass geschürt werden?
  • Rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr: "Ich muss doch nur schnell durch." Was, wenn dadurch ein Unfall passiert?

Es geht darum, dass wir uns bewusst machen, was wir tun und welche Auswirkungen unsere Handlungen haben. Auch wenn es "nur" ein kleiner Klick, ein kleiner Kommentar oder eine kleine Abkürzung ist.

Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik von Hannah Arendt
Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik von Hannah Arendt

Arendt wollte uns nicht sagen, dass wir alle böse sind. Sie wollte uns wachrütteln. Sie wollte, dass wir denken, dass wir hinterfragen und dass wir Verantwortung übernehmen. Denn wenn wir das nicht tun, dann kann selbst der banalste Bürojob zur Mitwirkung an etwas Schrecklichem werden.

Also, das nächste Mal, wenn du vor 'ner Aufgabe stehst, die dir komisch vorkommt, oder wenn du kurz davor bist, irgendwas im Internet zu posten, halt kurz inne und frag dich: Ist das wirklich okay? Denken hilft – versprochen!

Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik, Hannah Arendt Über das Böse by Hannah Arendt Soziopod #057: Hannah Arendt - Über das Böse - SozioPod Lesekreis zu Hannah Arendt: "Über das Böse" - Institut für Philosophie Radiogeschichten Hannah Arendt: "Über das Böse" - YouTube Über das Böse bei Hannah Arendt. Zur Entwicklung des radikalen Bösen Klassikerin des Monats: Hannah Arendt über das Böse sapere audio - Folge 24: Hannah Arendt: „Über das Böse“ - YouTube

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