Trompenaars Model Of Culture

Okay, Leute, schnallt euch an! Wir tauchen ein in die Welt von Fons Trompenaars und seinen kulturellen Dimensionen. Klingt erstmal nach 'ner Matheaufgabe, ist aber eher wie ein Blick in den Spiegel – oder besser gesagt, in viele Spiegel, die uns zeigen, wie unterschiedlich wir alle ticken.
Trompenaars, dieser holländische Guru der interkulturellen Kommunikation, hat nämlich ein Modell entwickelt, das versucht, die unterschiedlichen kulturellen Werte, die unsere Welt so bunt (und manchmal auch so kompliziert) machen, zu beschreiben. Stellt euch vor, ihr seid auf 'ner Party und jeder tanzt nach seiner eigenen Melodie. Trompenaars versucht, diese Melodien zu verstehen und zu erklären, warum der eine Walzer tanzt, während der andere Breakdance macht.
Universell vs. Partikularistisch: Regeln oder Beziehungen?
Die erste Dimension ist universell vs. partikularistisch. Das ist im Grunde die Frage: "Sind Regeln in Stein gemeißelt oder sind Ausnahmen erlaubt, wenn es um Freunde oder Familie geht?" Stell dir vor, du stehst an der roten Ampel. Der "Universelle" wartet brav, egal wie spät er dran ist. Der "Partikularistische" schaut sich um, kennt vielleicht den Polizisten und denkt sich: "Ach, wird schon passen!"
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In Deutschland sind wir eher auf der universellen Seite. Regeln sind Regeln! In anderen Kulturen, besonders im Süden, wird das Ganze lockerer gesehen. Da zählt die Beziehung mehr als das Gesetzbuch. Das kann schon mal zu Missverständnissen führen, wenn der deutsche Ingenieur auf den italienischen Bauleiter trifft.
Individualismus vs. Kollektivismus: Ich oder Wir?
Dann haben wir Individualismus vs. Kollektivismus. Hier geht es darum, ob das Individuum oder die Gruppe im Vordergrund steht. In den USA feiern sie den "Selfmade-Man", den Einzelkämpfer, der es ganz nach oben geschafft hat. In Japan oder China steht das Wohl der Gruppe über allem. Da wird nicht mit dem Finger auf einen Einzelnen gezeigt, weder positiv noch negativ.

Stell dir vor, du spielst Fußball. Der Individualist versucht, alle Gegner auszudribbeln und das Tor zu schießen. Der Kollektivist spielt den Ball ab, weil er weiß, dass das Team dadurch erfolgreicher ist. Beide Ansätze können zum Sieg führen, aber die Art und Weise, wie man spielt, ist komplett unterschiedlich.
Neutral vs. Emotional: Pokerface oder Gefühlsausbruch?
Weiter geht's mit Neutral vs. Emotional. Hier geht's darum, wie wir unsere Gefühle zeigen. In nordischen Ländern oder in Japan behalten die Leute meistens ein Pokerface. Bloß keine Emotionen zeigen! In Italien oder Lateinamerika wird geherzt, geküsst und lautstark diskutiert.

Denk an ein Geschäftstreffen. Der deutsche Geschäftsmann bleibt ruhig und sachlich, während der italienische Geschäftsmann wild gestikuliert und seine Begeisterung zeigt. Beide meinen es gut, aber die Art und Weise, wie sie es zeigen, ist komplett anders. Das kann schon mal zu Irritationen führen, wenn man die kulturellen Unterschiede nicht kennt.
Spezifisch vs. Diffus: Alles klar definiert oder alles hängt zusammen?
Spezifisch vs. Diffus beschreibt, wie wir unser Privatleben von unserem Berufsleben trennen. In den USA ist das alles sehr klar getrennt. Der Chef ist der Chef, und nach Feierabend geht jeder seiner Wege. In anderen Kulturen ist das viel verschwommener. Da sind Geschäftspartner auch Freunde und man trifft sich auch privat.
Stell dir vor, du bist auf 'ner Weihnachtsfeier. Der amerikanische Chef hält eine kurze Rede, wünscht allen frohe Weihnachten und geht wieder. Der lateinamerikanische Chef tanzt mit seinen Mitarbeitern, trinkt Tequila und erzählt Witze. Beide zeigen Wertschätzung, aber auf unterschiedliche Weise.

Errungenschaft vs. Zuschreibung: Was du kannst oder wer du bist?
Bei Errungenschaft vs. Zuschreibung geht es darum, ob dein Status durch deine Leistungen oder durch deine Herkunft bestimmt wird. In den USA zählt, was du erreicht hast. Egal, wo du herkommst oder wer deine Eltern sind. In anderen Kulturen, besonders in älteren Gesellschaften, ist die Herkunft wichtiger. Da zählt der Adelstitel mehr als der Doktortitel.
Denk an eine Beförderung. In den USA wird derjenige befördert, der die besten Ergebnisse geliefert hat. In anderen Ländern wird vielleicht derjenige befördert, der aus einer angesehenen Familie stammt oder schon lange im Unternehmen ist. Das kann schon mal zu Frustrationen führen, wenn man die kulturellen Unterschiede nicht berücksichtigt.

Sequenziell vs. Synchron: Pünktlichkeit oder Flexibilität?
Und schließlich noch Sequenziell vs. Synchron. Hier geht es um den Umgang mit der Zeit. In Deutschland sind wir sehr sequenziell. Termine werden eingehalten, Deadlines sind heilig. In anderen Kulturen ist man da etwas entspannter. Da kann ein Meeting schon mal länger dauern oder verschoben werden, wenn etwas Wichtiges dazwischenkommt.
Stell dir vor, du hast ein Meeting mit einem deutschen und einem arabischen Geschäftspartner. Der Deutsche ist pünktlich, hat alles vorbereitet und will das Meeting in einer Stunde durchziehen. Der Araber kommt etwas später, trinkt erstmal einen Tee und will sich erstmal über das Befinden der Familie erkundigen. Beide wollen zum Ziel kommen, aber die Art und Weise, wie sie es angehen, ist komplett anders.
Trompenaars' Modell ist natürlich nur eine Vereinfachung der komplexen Realität. Aber es hilft uns, die Welt mit anderen Augen zu sehen und kulturelle Unterschiede zu verstehen und zu respektieren. Und wer weiß, vielleicht können wir ja auch von den anderen Kulturen etwas lernen – sei es die Gelassenheit der Lateinamerikaner oder die Pünktlichkeit der Deutschen.
