Sg Corporate & Investment Banking
Corporate & Investment Banking in Singapur. Klingt nach einem Zungenbrecher, oder? Und ehrlich gesagt, manchmal fühlt es sich auch so an. Voller Buzzwords, die selbst Google an seine Grenzen bringen. Aber lasst uns mal ehrlich sein, ist es wirklich so kompliziert?
Ich wage zu behaupten: Nicht wirklich. Ist wie ein extrem teures Legoset für Erwachsene. Nur dass man keine Raumschiffe baut, sondern Deals. Riesige, komplexe, unglaublich teure Deals. Und die Anleitung? Die ist gefühlt in Mandarin und Latein gleichzeitig verfasst.
Okay, vielleicht ein bisschen komplizierter als Lego. Aber das Grundprinzip ist dasselbe: Man nehme verschiedene Teile (Unternehmen, Geld, Anleihen, Aktien – das ganze Tamtam), kombiniere sie, und voilà: ein neuer, glänzender Turm aus Kapital! Oder zumindest etwas, das so aussehen soll.
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Die heiligen Hallen der Finanzen
Die Büros! Oh, die Büros. Oft hoch oben, mit Blick über die Stadt, als würden sie die ganze Welt beherrschen. Und die Inneneinrichtung? Minimalistisch-chic, natürlich. Man muss ja schließlich den Eindruck erwecken, dass man alles im Griff hat. Sogar die Luftfeuchtigkeit.
Und die Menschen? Meistens top gestylt, immer auf dem Sprung, immer mit einem Handy am Ohr. (Oder zwei.) Sie sprechen in einer Sprache, die nur Eingeweihte verstehen. Abkürzungen sind ihr zweiter Vorname. "Due Diligence"? "Synergien"? Das ist deren Muttersprache.

"Es ist ein Dschungel da draußen, und nur die Fittesten überleben." – Zitat eines anonymen Bankers, wahrscheinlich.
Der Mythos vom Work-Life-Balance
Apropos Leben: Gibt's das überhaupt? Gerüchten zufolge ja. Aber es soll irgendwo in einem abgelegenen Tal in Bhutan versteckt sein. Angeblich sehen Investmentbanker ihre Familien nur an Feiertagen – und auch dann nur, wenn der Markt gerade nicht verrückt spielt.
Unpopuläre Meinung: Vielleicht ist das mit dem Work-Life-Balance auch nur ein Marketingtrick. Man lockt ambitionierte junge Leute mit dem Versprechen von Erfolg und Reichtum, und dann...? Naja, dann arbeiten sie halt. Viel. Sehr viel. Und träumen von einem Wochenende, das länger als sechs Stunden dauert.
Die Sache mit dem Risiko
Risiko. Das ist das Zauberwort. Jede Entscheidung ist ein kalkuliertes Risiko. Jede Investition ein Spiel mit dem Feuer. Und wer am Ende am meisten gewinnt? Meistens die Bank. (Überraschung!)

Aber mal ehrlich: Irgendjemand muss ja das Geld verwalten. Und wer wäre besser dafür geeignet als die Leute, die gelernt haben, wie man es am besten vermehrt? (Auch wenn das manchmal auf Kosten anderer geht.)
Unpopuläre Meinung: Es ist gar nicht so schlimm!
Klar, Corporate & Investment Banking hat seinen Ruf. Er ist nicht immer der beste. Aber es ist auch nicht alles schlecht. Es werden Arbeitsplätze geschaffen. Innovationen finanziert. Und ja, auch ein paar Leute reich gemacht. (Sehr reich.)

Vielleicht ist es einfach nur so: Es ist ein Job, der nicht für jeden ist. Man muss Stress aushalten können. Man muss bereit sein, Opfer zu bringen. Und man muss ein dickes Fell haben.
Aber wer das alles mitbringt? Der kann es weit bringen. Sehr weit. Und vielleicht sogar genug Geld verdienen, um sich ein eigenes Legoset zu kaufen. Ein richtig großes.
Also, das nächste Mal, wenn ihr an einem schicken Bürogebäude vorbeigeht und euch fragt, was da drin eigentlich passiert: Denkt an Lego. Und an sehr, sehr teure Anleitungen. Und vielleicht ein bisschen an den Mythos vom Work-Life-Balance. Aber vor allem: Habt Spaß daran, darüber nachzudenken.
