Schwiegertochter Will Keinen Kontakt Zu Schwiegereltern

Also, hört mal zu, ich erzähl euch was. Es geht um ein Thema, das so alt ist wie der Streit, wer die Spülmaschine ausräumen muss: Schwiegermütter und Schwiegertöchter. Genauer gesagt, um den Fall, wenn die liebe Schwiegertochter plötzlich sagt: "Mama, Papa, so lieb ihr auch seid (und das meine ich wirklich, räusper), ich brauche etwas...Freiraum."
Der Kontaktabbruch: Ein Krimi in drei Akten
Stellt euch vor: Ihr habt einen Sohn (oder eine Tochter, das Prinzip bleibt gleich). Dieser Sohn heiratet. Alles paletti, die Schwiegertochter scheint ein Engel. Bringt Blumen mit, lobt den Braten, lächelt charmant. Und dann, peng, Funkstille! Kein Anruf, keine WhatsApp, keine Einladung zum Geburtstag. Was ist passiert? Hat die Schwiegermutter heimlich die geliebte Porzellanfigur der Schwiegertochter gegen ein Gartenzwerg-Double ausgetauscht? (Ich hoffe nicht! Das wäre Stoff für 'ne Daily Soap).
Akt 1: Das Vergehen (oder auch nicht). Oft steckt hinter dem Kontaktabbruch kein riesiges Drama, sondern eine Aneinanderreihung kleinerer Missverständnisse. Vielleicht hat die Schwiegermutter bei jedem Besuch ungefragt die Wohnung umdekoriert? Oder ungebetene Ratschläge zur Kindererziehung verteilt? ("Du wickelst ihn ja viel zu locker! In meiner Zeit..." Ihr wisst, was ich meine.) Manchmal ist es auch einfach die Angst der Schwiegertochter, dass die Schwiegermutter zu sehr in ihr Leben eingreift. Eine Studie (ja, ich hab sogar recherchiert!) hat gezeigt, dass sich viele junge Ehefrauen von ihren Schwiegermüttern bevormundet fühlen. Überraschend, oder?
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Akt 2: Die Eskalation (oder der eisige Frieden). Dann kommt der Punkt, an dem die Schwiegertochter die Reißleine zieht. Entweder mit einem lauten Knall ("Ich kann das nicht mehr ertragen!") oder mit einem leisen Verschwinden. Die Schwiegereltern stehen dann da, ratlos wie ein Hamster vor einem Adventskalender. "Was haben wir falsch gemacht?", fragen sie sich. Tja, gute Frage. Vielleicht zu viel richtig gemacht? Zu fürsorglich? Zu...schwiegermütterlich?
Akt 3: Die Auflösung (oder das offene Ende). Jetzt wird's spannend. Gibt es ein Happy End? Können sich Schwiegermutter und -tochter wieder versöhnen? Die Antwort ist: Es kommt drauf an! Auf die Bereitschaft beider Seiten, aufeinander zuzugehen. Auf Ehrlichkeit. Und auf ganz, ganz viel Geduld. Manche Beziehungen sind einfach nicht für die Ewigkeit bestimmt. Und das ist okay. Man kann ja trotzdem nett zueinander sein, wenn man sich mal über den Weg läuft. (Hauptsache, kein Smalltalk über die Enkelkinder! Das könnte explosiv werden.)

Warum passiert das überhaupt? (Die Psychologie dahinter)
Mal ehrlich, Schwiegermütter und Schwiegertöchter sind wie zwei Alpha-Weibchen im selben Rudel. Beide wollen das Beste für den Sohn/Ehemann/Vater. Aber jede hat ihre eigene Vorstellung davon, was "das Beste" ist. Die Schwiegermutter hat ihn schließlich großgezogen (und das war bestimmt harte Arbeit!), die Schwiegertochter liebt ihn (hoffentlich!) und möchte ihr eigenes Nest bauen. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Und wenn man dann noch bedenkt, dass Kommunikation manchmal so kompliziert ist wie der Bau eines IKEA-Regals ohne Anleitung, dann wundert einen gar nichts mehr.
Fakt am Rande: Wusstet ihr, dass es sogar eine wissenschaftliche Bezeichnung für die Beziehung zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter gibt? Sie wird als "Dyade" bezeichnet. Klingt doch gleich viel komplizierter, oder? Aber im Grunde bedeutet es nur, dass es sich um eine Zweierbeziehung handelt. Und Zweierbeziehungen sind bekanntlich nicht immer einfach.

Was tun, wenn die Schwiegertochter den Kontakt abbricht? (Ein paar Tipps, die nicht von Dr. Sommer sind)
Okay, ihr seid also in dieser Situation. Was jetzt? Erstmal tief durchatmen! Es ist kein Weltuntergang. (Auch wenn es sich vielleicht so anfühlt.)
- Selbstreflexion: War ich vielleicht doch etwas...aufdringlich? Habe ich mich zu sehr eingemischt? Ehrlichkeit ist hier Gold wert.
- Das Gespräch suchen: Aber bitte ohne Vorwürfe! Sondern mit echtem Interesse an den Gründen für den Kontaktabbruch. Und vor allem: Zuhören!
- Akzeptanz: Manchmal muss man akzeptieren, dass die Beziehung nicht so ist, wie man sie sich vorgestellt hat. Das ist zwar schmerzhaft, aber besser als ein endloser Kleinkrieg.
- Dem Sohn/Ehemann die Rolle des Vermittlers überlassen: Er steht zwischen den Stühlen und kann vielleicht helfen, die Wogen zu glätten. Aber Achtung: Nicht überlasten!
- Professionelle Hilfe suchen: Wenn gar nichts mehr geht, kann eine Familientherapie Wunder wirken.
Und das Wichtigste: Vergesst nicht, dass es im Leben um mehr geht als um die perfekte Schwiegermutter-Schwiegertochter-Beziehung. Konzentriert euch auf eure eigenen Interessen, pflegt eure Freundschaften und genießt euer Leben. Und wer weiß, vielleicht kommt die Schwiegertochter ja irgendwann wieder auf euch zu. Oder auch nicht. Aber Hauptsache, ihr habt euer Bestes gegeben. Und wenn alles nichts hilft, könnt ihr euch ja immer noch einen Gartenzwerg kaufen. Der ist pflegeleicht und meckert nie!
Merke: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Auch über die eigene Schwiegermutter (oder Schwiegertochter)!
