Schweiß Riecht Nach Ammoniak Krankheit

Okay, lasst uns ehrlich sein. Jeder von uns hat schon mal an seinem eigenen Sport-Shirt geschnuppert und sich gedacht: "Uff, riecht das...interessant." Meistens ist es einfach der Duft von hart erarbeiteter Leistung, ein Hauch von Waschmittel und vielleicht ein bisschen verpasster Dusche. Aber manchmal...manchmal riecht es komisch. So richtig komisch.
Ich rede hier nicht von dem typischen "Igitt, das riecht nach Turnschuh!"-Geruch. Nein, ich meine den Geruch, der an Ammoniak erinnert. Ja, genau, wie die Putzmittel, die Oma benutzt hat. Wer von euch kennt das?
Ich weiß, ich weiß. Man soll ja nicht über Körpergerüche reden. Das ist unfein. Aber ich finde, wir müssen das Thema ansprechen. Denn, und das ist meine unpopuläre Meinung, dieser Ammoniak-Schweiß ist gar nicht so selten, wie wir alle tun.
Must Read
Der Riech-Test: Bist du betroffen?
Wie erkennst du, ob du dazugehörst? Ganz einfach: Mach den Riech-Test! Nach dem Sport, wenn du so richtig schön durchgeschwitzt bist, schnuppere mal diskret an deinem Achselhöhlenbereich. Sei ehrlich zu dir selbst. Riecht es nach blumigem Deo und frischer Wäsche? Super, du bist raus. Riecht es nach...naja, sagen wir mal "herb"? Auch okay. Aber wenn dir die Nase sagt: "Achtung, Ammoniak-Alarm!", dann herzlich willkommen im Club.
Jetzt werden einige von euch denken: "Oh Gott, Ammoniak-Schweiß? Das klingt nach Krankheit!" Und ja, theoretisch kann das ein Zeichen für etwas Ernsteres sein. Aber bevor ihr jetzt panisch Dr. Google befragt und euch selbst mit seltenen Stoffwechselerkrankungen diagnostiziert, atmet mal tief durch.

Denn in den meisten Fällen ist es viel harmloser. Oft liegt es an der Ernährung. Zu wenig Kohlenhydrate, zu viel Protein – das kann dazu führen, dass der Körper anfängt, Aminosäuren abzubauen, was wiederum zu Ammoniak führt. Wer hätte gedacht, dass die Low-Carb-Diät solche Nebenwirkungen haben kann?
Oder es liegt am Training. Wenn du dich beim Sport komplett auspowerst und deine Muskeln leer sind, dann greift der Körper auch gerne mal auf Protein als Energiequelle zurück. Das Resultat? Richtig, Ammoniak-Schweiß. Merke: Übertraining ist auch keine Lösung.

Und dann gibt es noch den Faktor Dehydration. Zu wenig trinken kann dazu führen, dass der Schweiß konzentrierter wird und somit auch stärker riecht. Also, Mädels und Jungs, trinkt genug Wasser!
Was tun gegen den Gestank?
Okay, du hast den Riech-Test gemacht und bist zu dem Schluss gekommen, dass du tatsächlich zum Ammoniak-Schweiß-Team gehörst. Was nun? Keine Panik! Es gibt ein paar einfache Tricks, die helfen können.

Erstens: Überdenke deine Ernährung. Mehr Kohlenhydrate, weniger Protein, das kann schon einen Unterschied machen. Zweitens: Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Drittens: Trainiere clever, nicht hart. Gönn deinen Muskeln Pausen. Und viertens, und das ist vielleicht das Wichtigste: Rede darüber! Schäm dich nicht für deinen Körpergeruch. Wir sind alle nur Menschen.
Ich persönlich finde ja, dass ein bisschen Ammoniak-Duft nach dem Sport auch was Gutes hat. Es zeigt, dass man sich angestrengt hat, dass man alles gegeben hat. Es ist quasi der Duft des Erfolgs. (Okay, vielleicht übertreibe ich jetzt ein bisschen).

Aber mal ehrlich, ist es nicht viel schlimmer, wenn jemand nach dem Sport noch frisch und blumig riecht? Da frage ich mich immer, was derjenige eigentlich gemacht hat. Meditiert?
Also, liebe Leidensgenossen, lasst uns stolz zu unserem Ammoniak-Schweiß stehen! Solange wir nicht unsere Mitmenschen damit vergasen, ist doch alles in Ordnung. Und wenn doch, dann haben wir wenigstens eine gute Ausrede, um mal wieder eine Dusche zu nehmen.
Kleiner Tipp am Rande: Ein Spritzer Zitrone im Deo neutralisiert den Geruch. Funktioniert wirklich! Probiert es aus.
In diesem Sinne: Schwitzt schön (und stinkt vielleicht ein bisschen nach Ammoniak). Aber vor allem: Habt Spaß!
