Schüssler Salze 11 Und 9

Manchmal stolpert man über Dinge, von denen man nie dachte, dass sie so unterhaltsam sein könnten. So ging es mir mit den Schüssler Salzen. Ich meine, Salze? Klingen eher nach einem langweiligen Chemiebaukasten, oder?
Aber dann kam Schüssler Salz Nr. 11 ins Spiel, auch bekannt als Silicea. Und plötzlich war da nicht mehr nur ein Salz, sondern eine kleine Diva in der Welt der alternativen Heilmethoden. Silicea, das soll gut sein für Haut, Haare, Nägel – kurz gesagt, alles, was glänzen und strahlen soll. Ich stelle mir immer vor, wie es heimlich in der Zelle sitzt und kleine Glitzerpartikel verteilt, damit wir alle wie frisch aus dem Jungbrunnen gehüpft aussehen. Ob es stimmt? Keine Ahnung! Aber die Vorstellung ist einfach herrlich.
Ich erinnere mich an meine Oma, die immer gesagt hat: "Ein bisschen Silicea schadet nie, mein Kind. Hilft gegen brüchige Nägel und den Weltschmerz." Letzteres konnte ich nie ganz nachvollziehen, aber Oma wusste eben immer mehr. Vielleicht war Silicea ihr Geheimnis für ihre beneidenswerte Vitalität bis ins hohe Alter. Sie hatte jedenfalls immer eine kleine Dose davon in ihrer Handtasche. Wer weiß, vielleicht hat sie heimlich Silicea in den Tee von Leuten gemischt, die ihr auf die Nerven gingen, damit sie wenigstens eine schöne Haut bekamen. (Nein, Oma, das war ein Scherz!)
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Und dann kam Nr. 9 um die Ecke: Natrium Phosphoricum!
Natrium Phosphoricum, die Säure-Basen-Balance-Fee! Angeblich soll dieses Salz den Stoffwechsel ankurbeln und den Körper entsäuern. Ich stelle mir das so vor: Nr. 9 schwingt einen kleinen Zauberstab und verwandelt fiese Säuremonster in harmlose Blubberbläschen. Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein, aber die Anhänger schwören darauf.
Ich habe mal versucht, den pH-Wert meines Körpers zu messen. Ich weiß bis heute nicht, ob ich es richtig gemacht habe, aber das Ergebnis war auf jeden Fall…interessant. Irgendwie lag ich gefühlt im sauren Bereich. Also habe ich tapfer angefangen, Natrium Phosphoricum zu nehmen. Ob es geholfen hat? Vielleicht. Zumindest hatte ich das Gefühl, ich würde innerlich vor mich hin blubbern, wie eine sprudelnde Limonade. Und irgendwie fühlte ich mich danach auch leichter und fröhlicher. Placebo? Vielleicht. Aber hey, Hauptsache, es wirkt!

Das Lustige an Schüssler Salzen ist ja, dass sie so herrlich unkompliziert sind. Einfach ein paar Tabletten unter der Zunge zergehen lassen und fertig. Kein stundenlanges Kochen von Kräutertees, kein kompliziertes Meditieren im Lotussitz. Einfach nur Salz. Okay, zugegeben, es schmeckt nicht nach Karamell, aber man kann ja nicht alles haben.
Ich habe mal gelesen, dass Dr. Schüssler, der Erfinder dieser Salze, eigentlich Homöopath war. Das erklärt vielleicht die geringe Dosierung. Man nimmt gefühlt mehr Luft als Wirkstoff zu sich. Aber vielleicht ist das ja gerade das Geheimnis. Weniger ist mehr, sagt man ja so schön.

Ich erinnere mich an eine Freundin, die total verzweifelt war, weil sie Pickel hatte. Sie hatte schon alles probiert: Teure Cremes, aggressive Peelings, Laserbehandlungen. Nichts half. Dann habe ich ihr von Silicea erzählt. Sie war skeptisch, aber sie hat es trotzdem versucht. Und was soll ich sagen? Nach ein paar Wochen waren ihre Pickel tatsächlich weniger geworden! Ob es am Silicea lag? Keine Ahnung. Aber sie war glücklich, und das ist doch die Hauptsache.
Das Schöne an diesen Schüssler Salzen ist, dass sie einem das Gefühl geben, man hätte selbst die Kontrolle über seine Gesundheit. Man kann experimentieren, ausprobieren und sich selbst ein bisschen besser kennenlernen. Und selbst wenn es am Ende nur ein Placebo-Effekt ist, ist das ja auch nicht schlimm. Hauptsache, es tut gut.
Also, liebe Leser, wenn ihr das nächste Mal vor der Wahl steht, ob ihr euch eine teure Anti-Aging-Creme kauft oder lieber ein Döschen Silicea, dann denkt an meine kleine Geschichte. Vielleicht ist es ja einen Versuch wert. Und wer weiß, vielleicht werdet ihr ja auch zu glühenden Anhängern der Schüssler Salze. Oder ihr habt einfach nur eine gute Geschichte zu erzählen. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Experimentieren!
