Schmerzskala Von 1 Bis 10

Okay, Leute, setzt euch! Ich erzähl euch was. Neulich saß ich mit meinem Kumpel Klaus im Café, ihr kennt ihn, der mit dem Faible für zu enge Radlerhosen und akrobatische Stürze. Und plötzlich, mitten in unserem Geplänkel über die Sinnlosigkeit von Ampeln, fängt er an, sich zu winden.
„Au! Verdammt!“, jault er, als hätte er gerade eine Steuererklärung bekommen. Ich frag natürlich: „Was’n los, Klaus? Hast du versucht, 'ne Pizza mit der Nase zu essen?“
„Schlimmer!“, stöhnt er. „Ich hab mir… ich hab mir… ich hab mir den kleinen Zeh an der Tischkante gestoßen!“
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Und da war sie, die Frage aller Fragen, die Frage, die Philosophen seit Anbeginn der Zeit beschäftigt: "Auf einer Schmerzskala von 1 bis 10, wo würdest du das einordnen?"
Klaus überlegt. Denkt nach. Schließt die Augen. Und dann, mit der Dramatik eines Shakespeare-Schauspielers: „Acht! Mindestens eine Acht! Ich glaube, ich brauche eine neue Niere!“
Ich musste grinsen. Eine Acht für 'nen Zeh? Klaus übertreibt gern. Aber es brachte mich zum Nachdenken über diese ominöse Schmerzskala.

Was ist diese Schmerzskala von 1 bis 10 überhaupt?
Ganz einfach: Es ist ein subjektives Werkzeug, mit dem wir versuchen, das Unbeschreibliche zu beschreiben – nämlich Schmerz. Ärzte und Patienten nutzen sie, um Schmerzen zu quantifizieren, damit man besser kommunizieren und Behandlungen planen kann. Stell dir vor, du bist beim Arzt und sagst: "Mir tut's weh." Der Arzt wird dann wahrscheinlich fragen: "Wie weh denn?" Und dann kommt die Schmerzskala ins Spiel.
Die Reise von 1 bis 10
Los geht’s bei 1, das ist wie ein sanftes Kitzeln. Vielleicht ein Mückenstich, den du fast vergisst. Oder wenn deine Katze dich ganz zärtlich mit ihren Krallen "massiert".

Bei 2-3 wird’s schon etwas unangenehmer. Ein kleiner blauer Fleck, nachdem du dich beim Tanzen etwas zu euphorisch bewegt hast. Oder der Schmerz, wenn du auf ein Legoteil trittst. (Ja, Eltern wissen, wovon ich rede!)
4-6: Jetzt wird’s ernst. Kopfschmerzen nach einer durchzechten Nacht, Muskelkater, der dich daran erinnert, dass du doch nicht so fit bist, wie du dachtest. Oder der Moment, wenn dir klar wird, dass du vergessen hast, den Müll rauszubringen, und deine Nachbarn schon böse Blicke werfen.
Bei 7-8 wird’s wirklich übel. Migräne, die dich ans Bett fesselt, ein gebrochener Finger (Klaus' Zeh hätte hier vielleicht hingepasst – aber nur vielleicht!), oder wenn du merkst, dass du aus Versehen die gesamte Staffel deiner Lieblingsserie gespoilert hast.
9-10: Das ist die Hölle auf Erden. Nierenkoliken, Wehen (Respekt an alle Mütter!), Knochenbrüche, die man ohne Betäubung behandelt, oder der Moment, wenn dein Handy ins Klo fällt und du gerade keine Datensicherung gemacht hast. Das ist eine 10!

Aber Achtung!
Die Schmerzskala ist eben subjektiv. Was für den einen eine 5 ist, kann für den anderen eine 2 oder eine 8 sein. Jeder Mensch empfindet Schmerz anders. Männer sind ja bekanntlich etwas empfindlicher... Spaß! (Meistens).
Ein weiterer wichtiger Punkt: Kultur spielt eine Rolle. In manchen Kulturen ist es verpönt, Schmerz zu zeigen. Da wird tapfer gelächelt, während innerlich die Welt zusammenbricht. In anderen Kulturen wird Schmerz eher lautstark ausgedrückt – da weint man auch mal wegen 'nem Mückenstich.

Und dann gibt es noch den Placebo-Effekt. Allein die Vorstellung, dass etwas gegen den Schmerz hilft, kann ihn tatsächlich lindern. Ist doch verrückt, oder?
Also, was lernen wir daraus?
Die Schmerzskala ist ein nützliches Werkzeug, aber man sollte sie nicht zu ernst nehmen. Sie ist eher ein Richtwert als eine exakte Wissenschaft. Und Klaus? Der hat seinen Zeh überlebt. Und mittlerweile behauptet er, es sei maximal eine 3 gewesen. Typisch Klaus.
Und was eure Schmerzen betrifft: Hört auf euren Körper, nehmt eure Schmerzen ernst und geht zum Arzt, wenn ihr euch Sorgen macht. Und wenn euch jemand fragt, wie weh es tut, dann denkt an Klaus und seinen Zeh – und überlegt es euch gut, bevor ihr eine Zahl nennt!
