Schadensersatz Neben Der Leistung Beispiel

Okay, Hand aufs Herz: Wer von uns hat sich nicht schon mal geärgert, wenn etwas nicht so lief, wie es sollte? Klar, jeder. Und wenn dann noch Geld im Spiel ist, wird's erst richtig spannend.
Heute geht's um ein Thema, das klingt kompliziert, aber eigentlich gar nicht so wild ist: Schadensersatz neben der Leistung. Ja, genau, das Monsterwort. Klingt nach Jura-Examen, ist aber oft näher an deinem Alltag, als du denkst.
Stell dir vor, du bestellst einen neuen Fernseher. Der kommt auch brav an, aber die Verpackung sieht aus, als hätte sie 'ne wilde Party hinter sich. Der Fernseher selbst funktioniert zwar, aber du musst jetzt erstmal Stunden damit verbringen, das Styropor-Chaos zu beseitigen. Und weil du so lange beschäftigt warst, hast du deinen Lieblings-Tatort verpasst. Ätzend, oder?
Must Read
Hier kommt der Schadensersatz neben der Leistung ins Spiel. Der Fernseher funktioniert ja (die Leistung wird erbracht), aber du hast trotzdem einen Schaden: Verpasster Tatort (immaterieller Schaden) und extra Aufräumarbeit (materieller Schaden).
Das Beispiel mit dem Klempner, der zu spät kommt
Nehmen wir einen Klassiker: Der Klempner kommt zu spät. Du hast ihn gerufen, weil dein Klo verstopft ist. Der Klempner sagt zu, kommt aber erst drei Stunden später. In der Zwischenzeit...naja, sagen wir mal, es war kein Spaß. Das Klo ist zwar jetzt wieder frei (die Leistung wird erbracht), aber du hast 'nen ziemlichen Reinigungsaufwand und vielleicht sogar 'nen neuen Teppich gebraucht. Bäm! Schadensersatz neben der Leistung.

Oder noch besser: Stell dir vor, du hast einen Handwerker bestellt, der dir eine neue Küche einbauen soll. Der Handwerker kommt pünktlich, baut die Küche ein, alles super. Aber: Während der Montage hat er aus Versehen deine Lieblingsvase runtergeschmissen. Küche top, Vase Schrott. Die Küche ist die Leistung, die kaputte Vase der Schaden.
"Aber Moment mal," hör ich dich sagen, "ist das nicht total kleinlich?"
Vielleicht. Aber hey, es geht ums Prinzip! Du hast ein Recht darauf, dass Verträge eingehalten werden und dass man sorgfältig mit deinem Eigentum umgeht. Oder etwa nicht?
Meine (unpopuläre) Meinung
Jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Ich finde, wir Deutschen sind manchmal zu brav, wenn es um solche Dinge geht. Wir ärgern uns still und heimlich, schimpfen mit dem Partner oder der Katze und lassen es dann gut sein. Dabei hätten wir vielleicht Anspruch auf Entschädigung!

Klar, man will nicht als Erbsenzähler dastehen. Aber wenn der Schaden wirklich ärgerlich ist, warum nicht mal freundlich nachfragen, ob da nicht was zu machen ist? Ein bisschen Schadensersatz kann ja nicht schaden, oder? (Wortwitz beabsichtigt!).
Das Problem ist oft, dass wir uns nicht trauen. Wir denken, es ist kompliziert, teuer und lohnt sich eh nicht. Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, sich erstmal beraten zu lassen. Oder einfach mal im Internet zu recherchieren.

Und hey, im schlimmsten Fall sagt der Handwerker oder Verkäufer "Nein". Aber dann hast du es wenigstens versucht. Und vielleicht, ganz vielleicht, kommst du ja doch noch zu deinem Recht. Und wenn's nur ein kleiner Gutschein für den nächsten Einkauf ist. Hauptsache, die Gerechtigkeit siegt! (Und dein Konto freut sich).
Also, merke: Sei kein Schaf! Wenn du einen Schaden hast, der neben der eigentlichen Leistung entstanden ist, informier dich! Vielleicht ist ja was drin. Und wenn nicht, dann kannst du immer noch mit der Katze schimpfen. Aber zumindest hast du es versucht. Und das ist doch auch schon was, oder?
Denkt dran: Es geht nicht darum, reich zu werden. Es geht darum, dass wir alle respektvoll miteinander umgehen und für unsere Rechte einstehen. Und manchmal bedeutet das eben auch, nach Schadensersatz neben der Leistung zu fragen.
