Rot Grün Schwäche Bei Kindern

Okay, liebe Eltern, Hand aufs Herz: Wer hat schon mal heimlich die Farbstifte seines Kindes neu sortiert? Ich gestehe! Und zwar nicht, weil ich neurotisch bin (naja, vielleicht ein bisschen), sondern weil das bunte Chaos manchmal einfach... weh tut. Vor allem, wenn man ständig hört: "Mama, ist das jetzt rot oder grün?"
Wir reden hier natürlich von der berühmt-berüchtigten Rot-Grün-Schwäche bei Kindern. Also, eigentlich müsste es ja "Rot-Grün-Sehschwäche" heißen, aber wer hat schon Zeit für Korrektheit, wenn der kleine Picasso gerade ein lila Monster mit grünen Haaren malt (und behauptet, es sei ein Weihnachtsbaum)?
Die große Verwechslungsgefahr
Ich weiß, es ist ein sensibles Thema. Und als Helikopter-Mutter sorge ich mich natürlich, ob mein Kind später als Pilot oder Ampel-Designer scheitern wird. Aber mal ehrlich: So dramatisch ist es doch meistens gar nicht, oder? Die meisten Kinder mit Rot-Grün-Schwäche leben ganz normal. Sie finden vielleicht nur nie den passenden Nagellack-Ton für ihr Outfit.
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Und hier kommt meine unpopuläre Meinung: Ich finde, wir übertreiben es manchmal ein bisschen mit der Panik.
Klar, eine frühe Diagnose ist wichtig. Aber müssen wir wirklich jedes Mal in Ohnmacht fallen, wenn unser Nachwuchs die Erdbeere pink nennt? Vielleicht ist die Erdbeere ja auch einfach nur... revolutionär?
Ich meine, wann haben wir das letzte Mal wirklich genau hingeschaut? Farben sind doch sowieso subjektiv! Mein "Himbeerrot" ist vielleicht dein "knalliges Pink". Und das "Waldgrün" meiner Freundin sieht für mich eher aus wie "modernder Frosch".

Der Farbcode des Lebens
Das Problem ist ja auch, dass unsere Welt voller Farbcodes ist. Ampeln, Landkarten, Diagramme… Überall wird uns vorgegaukelt, dass Farben eindeutig sind. Dabei ist das Leben doch viel bunter und vielfältiger!
Ich erinnere mich an einen Kindergeburtstag, bei dem ich verzweifelt versuchte, die Luftballons nach Farben zu sortieren. Ein kleiner Junge (mit diagnostizierter Rot-Grün-Schwäche) schaute mich mitleidig an und meinte: "Frau Müller, das sind doch alles einfach nur Ballons!" Recht hatte er!

Vielleicht sollten wir uns von unseren Kindern mit Rot-Grün-Schwäche eine Scheibe abschneiden. Sie sehen die Welt einfach anders. Und vielleicht sogar ehrlicher. Denn Farben sind letztendlich auch nur eine Illusion. Eine schöne, bunte Illusion, aber eben doch nur eine Illusion.
Was ich damit sagen will: Lasst uns die Dinge etwas lockerer sehen. Ja, es ist wichtig, die Sehschwäche im Blick zu behalten. Aber lasst uns nicht vergessen, dass unsere Kinder mehr sind als nur ihre Farbwahrnehmung. Sie sind kleine Künstler, Entdecker und Weltveränderer. Und ganz ehrlich: Ein grüner Himmel sieht auf einem Kinderbild doch viel spannender aus als ein blauer, oder?

Praktische Tipps für den Alltag (aber nicht zu ernst nehmen!)
Okay, genug philosophiert. Hier noch ein paar halbwegs ernst gemeinte Tipps für den Alltag mit einem Kind mit Rot-Grün-Schwäche:
* Beschriftet die Farbstifte! (Am besten mit einem Edding, der auch im Chaos überlebt.) * Spielt Farb-Quiz mit anderen Kindern! (So lernen alle etwas dazu.) * Akzeptiert, dass der Weihnachtsbaum vielleicht lila wird! (Hauptsache, er funkelt.) * Fragt euer Kind, welche Farbe es sieht! (Manchmal überraschen sie uns mit ihrer Kreativität.) * Und das Wichtigste: Habt Spaß! (Denn das Leben ist zu kurz, um sich über Farben zu streiten.)Denn am Ende des Tages geht es doch darum, die Welt mit den Augen unserer Kinder zu sehen. Und egal, ob sie die Erdbeere nun rot, pink oder lila nennen: Hauptsache, sie schmeckt!
Also, liebe Eltern, lasst uns die Rot-Grün-Schwäche nicht als Problem, sondern als eine Bereicherung sehen. Denn wer weiß, vielleicht entdecken unsere Kinder ja Farben, die wir gar nicht kennen?
