Roller Geht Aus Wenn Er Warm Ist

Man kennt das ja: Sommer, Sonne, Eiscreme und… ein Roller, der bockig wird, sobald die Temperaturen steigen. „Roller geht aus wenn er warm ist“ – dieser Satz ist der Albtraum jedes Rollerfahrers. Aber mal ehrlich, ist es nicht auch irgendwie… menschlich? So wie wir, wenn wir bei 35 Grad im Schatten beschließen, dass jetzt aber wirklich Schluss ist mit Bewegung und wir einfach nur noch ein Nickerchen im Kühlen brauchen?
Der Roller als Diva
Stell dir vor: Dein Roller ist wie eine kleine, zickige Diva. Morgens, wenn die Luft noch frisch ist und die Welt rosarot scheint, schnurrt sie wie ein Kätzchen. Sie gleitet elegant durch die Straßen, lässt dich pünktlich zur Arbeit kommen und fühlt sich einfach pudelwohl. Aber dann, wenn die Sonne ihren Zenit erreicht, wenn der Asphalt flimmert und die Hitze unerträglich wird… dann wird sie zur launischen Primadonna. Plötzlich hustet sie, stottert, und dann… Stille. Einfach ausgegangen. Der Roller, die Diva, hat beschlossen: Genug ist genug!
Man steht da, schweißgebadet, am Straßenrand, und fühlt sich ein bisschen wie ein Regisseur, dessen Hauptdarstellerin plötzlich die Bühne verlassen hat. Man kramt im Werkzeugkasten (hat man den überhaupt dabei?), versucht irgendwelche Kabel zu justieren, betet zum Roller-Gott… Meistens hilft aber nur eins: Abwarten. Abkühlen lassen. So wie man selbst auch eine kurze Auszeit von der Hitze braucht.
Must Read
Ich erinnere mich an einen besonders heißen Sommertag. Ich war auf dem Weg zu einem wichtigen Meeting, als mein treuer (aber eben auch hitzeempfindlicher) Roller beschloss, mitten auf einer belebten Kreuzung seinen Dienst zu quittieren. Hupende Autos, genervte Blicke… Ich fühlte mich wie im falschen Film. Was dann passierte, war aber wirklich überraschend. Ein älterer Herr, der gerade mit seinem Hund spazieren ging, kam auf mich zu und fragte: „Na, hat der Roller auch genug von der Hitze?“ Er grinste verschmitzt und erzählte mir, dass er das Problem nur zu gut kennt. Er bot mir sogar Wasser an und erzählte mir von seinen eigenen, kuriosen Roller-Pannen.
Die Solidarität der Rollerfahrer
In diesem Moment wurde mir klar: Ich bin nicht allein! Es gibt eine ganze Gemeinschaft von Rollerfahrern, die das gleiche Schicksal teilen. Eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig hilft, die sich verständnisvoll zunickt, wenn mal wieder einer am Straßenrand steht und auf Abkühlung wartet. Es ist fast schon ein Initiationsritus: Wer noch nie mit einem „Roller geht aus wenn er warm ist“-Problem zu kämpfen hatte, gehört irgendwie noch nicht richtig dazu.

Und so wird der bockige Roller, der uns im Sommer zur Verzweiflung treibt, plötzlich zum Katalysator für unerwartete Begegnungen und zur Quelle für aberwitzige Geschichten. Man lernt, die kleinen Pausen zu schätzen, die uns der Roller aufzwingt. Man entdeckt vielleicht einen versteckten Eisdielen-Geheimtipp oder kommt ins Gespräch mit netten Menschen, die man sonst nie kennengelernt hätte.
Also, das nächste Mal, wenn dein Roller streikt, atme tief durch, lächle und denk daran: Du bist nicht allein. Und vielleicht ist es ja auch eine Gelegenheit, mal wieder etwas langsamer zu machen und die Welt um dich herum bewusster wahrzunehmen.

Vielleicht solltest du deinem Roller aber auch einfach einen kleinen Ventilator montieren. Nur so als Tipp, unter uns Rollerfahrern.
Mehr als nur ein Fortbewegungsmittel
Ein Roller ist eben mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Er ist ein Charakter, ein Freund, manchmal auch ein Feind. Er ist ein Spiegelbild unserer eigenen Launen und Befindlichkeiten. Und er lehrt uns, dass auch Maschinen manchmal eine Pause brauchen. So wie wir alle.
Und hey, immerhin hast du eine gute Ausrede, um etwas später zu kommen. „Entschuldigung, mein Roller hatte einen Hitzschlag…“ Wer kann dir das schon übelnehmen?
