Robert Lee Frost The Road Not Taken

Okay, Leute, mal ehrlich: Habt ihr jemals vor einer Gabelung im Leben gestanden? Nicht unbedingt im Wald, wie bei Robert Lee Frosts berühmtem Gedicht "The Road Not Taken", sondern eher... naja, vielleicht vor zwei verschiedenen Sorten Eis? Oder vor der Entscheidung, ob ihr heute Abend Netflix bingewatcht oder doch mal das Fitnessstudio besucht? Kennen wir alle, oder?
Dieses Gedicht, das ist quasi das Schweizer Taschenmesser für alle Entscheidungen im Leben. Es geht darum, dass wir an einem Punkt stehen, an dem wir wählen müssen. Aber anders als bei der Eissorte (Erdbeere oder Schoko? Schwierig genug!) geht es hier um etwas Größeres. Es geht darum, welchen Weg wir in unserem Leben einschlagen. Und Frost stellt sich das in Form von zwei Wegen im Wald vor.
Der Wald, die Wege und unser innerer Drama-Queen
Stellt euch vor: Ihr seid im tiefsten Bayern, im Schwarzwald oder... naja, irgendwo, wo es viele Bäume gibt. Und da steht ihr nun, an einer Weggabelung. Der eine Weg sieht aus, als wäre er schon von unzähligen Wanderern plattgetrampelt worden. Der andere... der ist grün, unberührt, fast schon ein bisschen unheimlich. Der Weg, der "weniger betreten" wurde, wie Frost so schön sagt.
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Und jetzt kommt der Clou: Frost nimmt den weniger betretenen Weg. Klar, klingt romantisch, oder? Abenteuerlich! So nach dem Motto: "Ich bin anders, ich bin einzigartig, ich gehe meinen eigenen Weg!" Aber ist das wirklich so einfach?
Die Sache mit dem Bedauern
Hier kommt nämlich die kleine, fiese Stimme ins Spiel, die wir alle kennen: Das Bedauern. Ihr kennt das: "Hätte ich doch bloß..." oder "Was wäre gewesen, wenn...?". Frost am Ende des Gedichts sagt: "Ich werde dies mit einem Seufzer erzählen, irgendwo, irgendwann..."

Klingt nicht gerade nach einem triumphalen "Ich hab's allen gezeigt!"-Moment, oder? Eher nach einem leisen Grübeln, einer kleinen Melancholie. Und genau das macht das Gedicht so menschlich und so... naja, relatable, wie die jungen Leute heute sagen würden.
Denn mal ehrlich, wer von uns hadert nicht manchmal mit Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben? Egal, ob es die Studienwahl war, der Job, den wir angenommen haben, oder einfach nur die verpasste Gelegenheit, dem süßen Typen/Mädchen an der Bar unsere Telefonnummer zu geben.

Es geht nicht (nur) um den Weg, sondern um die Geschichte
Das Ding ist: Frost sagt uns nicht, dass wir immer den unkonventionellen Weg wählen sollen. Er sagt uns auch nicht, dass der "weniger betretene Weg" automatisch der bessere ist. Er sagt uns einfach, dass wir eine Entscheidung treffen, und dass diese Entscheidung unsere Geschichte prägt.
Und das ist der Punkt: Es geht darum, wie wir unsere Geschichte erzählen. Ob wir uns als Opfer der Umstände sehen oder als Held unseres eigenen Lebens, der Entscheidungen getroffen hat (gute wie schlechte) und daraus gelernt hat.

Vielleicht ist der "Road Not Taken" in Wirklichkeit gar nicht so anders als der andere. Vielleicht sind beide Wege voller Stolpersteine, Herausforderungen und unerwarteter Überraschungen. Aber die Tatsache, dass wir eine Wahl getroffen haben, macht den Unterschied.
"Two roads diverged in a wood, and I— I took the one less traveled by, And that has made all the difference."
Dieses Zitat ist ikonisch, fast schon ein bisschen abgedroschen. Aber es ist eben auch wahr. Unsere Entscheidungen prägen uns, ob wir wollen oder nicht. Und die Kunst ist, diese Entscheidungen anzunehmen, daraus zu lernen und unsere eigene, einzigartige Geschichte zu schreiben. Auch wenn sie manchmal mit einem kleinen Seufzer erzählt wird.
Also, das nächste Mal, wenn ihr vor einer Weggabelung steht (egal, ob es sich um Eiscreme handelt oder um etwas Größeres), erinnert euch an Robert Lee Frost und seinen Wald. Wählt den Weg, der sich richtig anfühlt. Und vor allem: Freut euch auf die Geschichte, die ihr damit schreiben werdet! Hauptsache, es gibt Eiscreme am Ende des Weges, egal welchen man nimmt.
