free web page hit counter

Quod Licet Jovi Non Licet Bovi


Quod Licet Jovi Non Licet Bovi

Kennst du das? Da macht der Chef ‘nen Mega-Fehler, aber es passiert…nichts. Er lacht drüber, klopft sich den Staub von der Schulter und weiter geht’s. Und wenn du nur versehentlich die falsche Kaffeesorte für seinen Latte Macchiato nimmst, dann ist die Hölle los? Tja, das, mein Freund, ist die Essenz von “Quod licet Iovi non licet bovi”.

Oder, um’s mal ganz modern zu sagen: Doppelmoral vom Feinsten!

Jupiter darf, der Ochse nicht

Direkt übersetzt heißt der lateinische Spruch so viel wie: “Was Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt.” Jupiter, der Göttervater, quasi der CEO des Olymp, durfte sich alles erlauben. Affären, Intrigen, Blitzeschleudern - kein Problem. Der arme Ochse hingegen…naja, der hat halt Ochsenarbeit zu verrichten und gefälligst keinen Mucks zu machen.

Stell dir vor, du bist ein Praktikant und dein Chef, der absolute IT-Guru, lässt aus Versehen den Firmen-Server in die Luft fliegen. Er grinst und sagt: "Ups! War Absicht, um das System zu testen." Und du, der du einmal versehentlich den Drucker leer gedruckt hast? Lebenslänglich Büroarbeit ohne Aufstieg! Klingt bekannt, oder?

Das Hamsterrad der Ungleichheit

Im Grunde geht es darum, dass nicht alle gleich behandelt werden. Und das finden wir, tief in unserem kleinen Gerechtigkeitsherzchen, meistens ziemlich blöd. Es gibt halt immer jemanden, der scheinbar Narrenfreiheit genießt, weil er mehr Macht, mehr Geld oder einfach nur mehr Vitamin B hat.

Tai Shan Schierenberg : Quod Licet Jovi Non Licet Bovi
Tai Shan Schierenberg : Quod Licet Jovi Non Licet Bovi

Denk an die Influencer, die ungeniert Werbung posten und gleichzeitig behaupten, alles sei ihre ehrliche Meinung. Oder an den Politiker, der Steuergelder für private Zwecke nutzt, aber von uns verlangt, dass wir jeden Cent versteuern. Das ist der Ochse, der staunend zusehen muss, wie Jupiter sich’s gut gehen lässt.

Es ist, als ob es zwei Regelbücher gäbe: Eins für die da oben und eins für uns Normalsterbliche. Und rat mal, wer das dünnere Regelbuch hat…

Woher kommt das?

Die Idee ist natürlich uralt. Macht war schon immer eine Waffe, und wer sie hat, bestimmt die Regeln. Und natürlich verbiegen sich diese Regeln dann gerne mal so, wie es gerade passt. Überraschung!

QUOD LICET IOVI NON LICET BOVI – Boojum
QUOD LICET IOVI NON LICET BOVI – Boojum

Früher waren es Könige und Adelige, heute sind es CEOs, Politiker, Social-Media-Stars – die Liste ist lang. Das Spiel ist immer das gleiche: “Ich bin wichtig, also darf ich das!” Und wir, die Ochsen, schuften brav weiter und denken uns unseren Teil.

Was tun, sprach Zeus… äh, der Ochse?

Nun, wir werden Jupiter wohl kaum vom Olymp stoßen können. Aber wir können uns bewusst machen, wann "Quod licet Iovi non licet bovi" im Spiel ist. Wir können es benennen, kritisieren und uns nicht alles gefallen lassen.

Quod Licet Jovi Non Licet Bovi Mug – The Paideia Institute Store
Quod Licet Jovi Non Licet Bovi Mug – The Paideia Institute Store

Vielleicht reicht es schon, wenn wir den Chef mal freundlich darauf hinweisen, dass auch er nicht über dem Gesetz steht (oder wenigstens nicht über den Büro-Regeln). Oder wenn wir uns weigern, die Doppelmoral der Influencer zu unterstützen. Oder einfach nur, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und uns nicht von der Ungleichheit unterkriegen lassen.

Denn eines ist klar: Nur weil Jupiter darf, heißt das nicht, dass wir alles mit uns machen lassen müssen. Wir sind zwar Ochsen, aber wir sind auch mündige Bürger. Und wenn genug Ochsen gemeinsam brüllen, dann hört das auch Jupiter.

Also, lasst uns brüllen! (Oder zumindest den Artikel teilen…)

Kore on Instagram: “Quod licet Jovi non licet bovi. . . . . . #art # centwalmoutem: Quod licet iovi non licet bovi centwalmoutem: Quod licet iovi non licet bovi

You might also like →