Praktische Ethik Peter Singer

Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von uns hat noch nie mit einem schlechten Gewissen 'ne extra große Portion Pommes bestellt? Oder sich gedacht: "Ach, das neue Smartphone brauche ich jetzt nicht, aber...will"? Wir alle, oder? Und genau da kommt ein Typ ins Spiel, der uns das Leben entweder unglaublich schwer oder unglaublich einfach macht: Peter Singer.
Singer? Nie gehört? Macht nix. Er ist sowas wie der Popstar der Praktischen Ethik. Klingt erstmal nach 'ner staubtrockenen Uni-Veranstaltung, ist aber viel spannender, als man denkt. Im Grunde geht's darum: Was ist eigentlich das Richtige? Und warum tun wir es so selten?
Tiere sind auch nur... naja, Tiere?
Singer ist bekannt dafür, dass er sich für Tierrechte einsetzt. Nicht so dieses "Oh, mein Goldhamster ist mein Baby"-Niveau. Sondern eher so: Tiere empfinden Leid. Wir Menschen auch. Also, warum behandeln wir sie so unterschiedlich? Klar, der Speck muss knuspern. Aber ist das wirklich ein guter Grund, ein Schwein in 'ner winzigen Bucht zu halten? Schwierige Frage, ich weiß. Aber darüber nachzudenken ist ja erlaubt, oder?
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Ich gebe zu, ich bin selbst kein Heiliger. Ich liebe Käse. Und Wurst. Und ab und zu ein saftiges Steak. Aber Singers Argumente lassen einen eben doch nicht ganz kalt. Er sagt ja nicht, dass wir alle Veganer werden müssen. Er will nur, dass wir bewusster konsumieren. Dass wir uns fragen: Hat das Tier ein gutes Leben gehabt? Könnte ich vielleicht auch was anderes essen? Oder vielleicht einfach eine kleinere Portion Pommes bestellen? (Okay, das mit den Pommes war ein Scherz. Fast.)
Spenden statt shoppen?
Ein anderes Steckenpferd von Singer ist das Thema Spenden. Und hier wird's dann richtig unangenehm. Seine These: Wenn wir etwas haben, das wir nicht unbedingt zum Überleben brauchen (zum Beispiel ein neues Smartphone, eine schicke Handtasche oder die achte Jeans), dann sollten wir das Geld lieber spenden. Für Menschen, denen es wirklich schlecht geht.

Autsch. Das trifft. Wir alle wollen uns doch mal was gönnen, oder? Aber Singer hält uns den Spiegel vor. In einer Welt, in der Menschen sterben, weil sie kein sauberes Trinkwasser haben, ist es dann moralisch vertretbar, sich die neueste Designertasche zu kaufen? Uff.
Ich sage nicht, dass wir alle unsere Konten plündern und alles spenden sollen. Aber vielleicht mal überlegen: Muss es wirklich das teure Teil sein? Könnte ich vielleicht einen Teil des Geldes abzweigen und jemandem helfen?
Unbequeme Wahrheiten
Singer ist jemand, der gerne aneckt. Er scheut sich nicht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Und genau das macht ihn so wichtig. Er zwingt uns, über unsere eigenen Werte und unser Handeln nachzudenken. Auch wenn es wehtut.

"Die Verpflichtung, das Leid, das wir verhindern können, zu verhindern, sollte uns nur dann nicht auferlegt werden, wenn wir dabei etwas moralisch Bedeutsames opfern würden, d.h. etwas, das in moralischer Hinsicht mit dem vergleichbar wäre, was wir verhindern können."
Das ist sein berühmtes Argument. Kurz gesagt: Wenn wir Leid verhindern können, ohne uns selbst dabei ernsthaft zu schaden, dann sollten wir es tun. Klingt eigentlich ganz logisch, oder? Aber die Umsetzung ist halt... eine andere Sache.

Singer ist kein Heiliger. Er ist auch nur ein Mensch. Aber er ist ein Mensch, der sich Gedanken macht. Und der uns dazu anregt, das auch zu tun. Und dafür sollten wir ihm dankbar sein. Auch wenn wir danach mit einem noch schlechteren Gewissen 'ne extra große Portion Pommes bestellen.
Am Ende des Tages geht es darum, ein bisschen praktische Ethik in unseren Alltag einzubauen. Nicht perfekt, aber besser. Und vielleicht, nur vielleicht, wird die Welt dadurch ein kleines bisschen besser. Und das ist doch schon mal was, oder?
Also, was meint ihr? Hat Peter Singer recht? Bin ich jetzt ein schlechter Mensch, weil ich das schreibe und trotzdem Käse esse? Sagt's mir in den Kommentaren! (Aber seid nett, okay? Ich hab' schon genug schlechtes Gewissen wegen der Pommes.)
