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Pflaster Hält Nicht Wegen Schweiß


Pflaster Hält Nicht Wegen Schweiß

Viele Menschen kennen das Problem: Ein Pflaster, das eigentlich vor einer kleinen Wunde schützen soll, hält einfach nicht. Besonders ärgerlich ist es, wenn das Pflaster sich schon nach kurzer Zeit löst, vor allem wenn Schweiß im Spiel ist. Aber warum ist das so? Und was kann man dagegen tun?

Warum Schweiß die Haftung von Pflastern beeinträchtigt

Die Haftung eines Pflasters beruht auf einem Klebstoff, der auf der Innenseite des Pflasters aufgebracht ist. Dieser Klebstoff ist in der Regel druckempfindlich, das heißt, er entfaltet seine Klebekraft erst durch leichten Druck. Viele Klebstoffe sind hydrophob, also wasserabweisend. Das bedeutet, dass sie sich nicht gut mit Wasser oder wasserbasierten Flüssigkeiten verbinden. Und genau hier liegt das Problem mit dem Schweiß.

Schweiß besteht hauptsächlich aus Wasser, enthält aber auch Salze, Fette und andere organische Substanzen. Diese Zusammensetzung führt dazu, dass Schweiß die Klebekraft des Pflasters auf verschiedene Weisen beeinträchtigt:

  • Verringerung der Oberflächenspannung: Schweiß reduziert die Oberflächenspannung der Haut. Eine hohe Oberflächenspannung ist wichtig für eine gute Haftung des Klebstoffs.
  • Auflösung des Klebstoffs: Die wässrige Komponente des Schweißes kann den Klebstoff anlösen oder aufweichen, wodurch er seine Haftfähigkeit verliert. Bestimmte Inhaltsstoffe des Schweißes, wie z.B. Fette, können den Klebstoff zusätzlich angreifen.
  • Bildung einer Trennschicht: Schweiß bildet eine feuchte Schicht zwischen Haut und Pflaster. Diese Schicht verhindert den direkten Kontakt zwischen Klebstoff und Haut und somit die Haftung.
  • Verunreinigung der Klebefläche: Schweiß transportiert Schmutz, Bakterien und Hautschuppen an die Klebefläche. Diese Verunreinigungen stören die Haftung des Pflasters zusätzlich.

Besonders problematisch ist das Problem bei starker Schweißbildung, beispielsweise bei körperlicher Anstrengung, hohen Temperaturen oder bestimmten Erkrankungen. Auch an Körperstellen, die von Natur aus stärker schwitzen, wie z.B. unter den Achseln, an den Händen oder Füßen, halten Pflaster oft schlechter.

Was kann man tun, damit Pflaster besser halten?

Glücklicherweise gibt es verschiedene Maßnahmen, die man ergreifen kann, um die Haftung von Pflastern trotz Schweiß zu verbessern:

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1. Richtige Vorbereitung der Haut:

  • Reinigung: Reinigen Sie die Haut gründlich mit Wasser und Seife, bevor Sie das Pflaster aufkleben. Verwenden Sie am besten eine milde, pH-neutrale Seife.
  • Entfettung: Entfernen Sie Fett und Öl von der Haut mit einem alkoholhaltigen Reinigungstuch oder einem speziellen Hautentfetter. Achten Sie darauf, dass die Haut anschließend vollständig trocken ist.
  • Trocknen: Stellen Sie sicher, dass die Haut absolut trocken ist, bevor Sie das Pflaster aufkleben. Verwenden Sie ein sauberes Tuch oder lassen Sie die Haut an der Luft trocknen.

2. Auswahl des richtigen Pflasters:

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  • Wasserfeste Pflaster: Verwenden Sie spezielle wasserfeste Pflaster. Diese Pflaster sind mit einem Klebstoff versehen, der widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit ist.
  • Atmungsaktive Pflaster: Achten Sie auf atmungsaktive Pflaster. Diese lassen die Haut atmen und verhindern die Ansammlung von Feuchtigkeit unter dem Pflaster.
  • Spezialpflaster: Für stark beanspruchte Stellen, wie z.B. Finger oder Gelenke, gibt es spezielle Pflaster mit besonders starkem Halt.

3. Korrekte Anwendung des Pflasters:

  • Druck: Drücken Sie das Pflaster fest auf die Haut, um eine gute Verbindung zwischen Klebstoff und Haut zu gewährleisten.
  • Dehnung vermeiden: Vermeiden Sie es, das Pflaster zu stark zu dehnen, da dies die Klebekraft beeinträchtigen kann.
  • Glattstreichen: Streichen Sie das Pflaster von der Mitte nach außen glatt, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.

4. Zusätzliche Maßnahmen:

  • Hautschutzfilm: Tragen Sie vor dem Aufkleben des Pflasters einen Hautschutzfilm auf. Dieser bildet eine Barriere zwischen Haut und Pflaster und schützt die Haut vor Reizungen.
  • Fixierpflaster: Verwenden Sie ein zusätzliches Fixierpflaster, um das eigentliche Pflaster zu sichern.
  • Regelmäßiger Wechsel: Wechseln Sie das Pflaster regelmäßig, insbesondere wenn es feucht oder verschmutzt ist.

Fazit: Schweiß kann die Haftung von Pflastern erheblich beeinträchtigen. Durch die richtige Vorbereitung der Haut, die Auswahl des passenden Pflasters und die korrekte Anwendung können Sie jedoch die Haltbarkeit von Pflastern auch bei starker Schweißbildung deutlich verbessern. Wenn die Probleme weiterhin bestehen, kann es sinnvoll sein, einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren, um weitere Empfehlungen zu erhalten.

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