Paul Bäumer Im Westen Nichts Neues

Also, Leute, setzt euch, bestellt euch 'nen Kaffee, am besten mit Schuss, denn ich hab' 'ne Geschichte für euch. 'Ne Geschichte über 'nen jungen Mann, der dachte, Krieg wär' 'ne coole Klassenfahrt, nur ohne Eltern und mit mehr Explosionen. Sein Name: Paul Bäumer. Sein Schicksal: Verdammt tragisch, aber ich versuch's lustig zu erzählen, versprochen!
Die glorreichen Zeiten (vor dem Schützengraben)
Paul, der Gute, war so um die 19 Jahre alt. Frisch von der Schule, voller Ideale und dem festen Glauben, dass Deutschland die Welt retten muss. (Ja, ich weiß, Spoiler Alert: Spoiler: Spoiler! Das ging nicht so gut aus.) Zusammen mit seinen Kumpels, angefeuert von ihrem Lehrer, Professor Kantorek – ich stelle ihn mir vor wie 'ne Mischung aus 'nem brüllenden Löwen und 'ner schlecht gelaunten Eule – meldeten sie sich freiwillig zum Krieg. Freiwillig! Man stelle sich vor. Freiwillig 'nen Fußmarsch in die Hölle antreten! Aber hey, immerhin gab's Uniformen!
Kantorek hielt Reden über Ehre, Vaterland und Heldentum. Der Mann hätte vermutlich 'nen Staubsauger noch als patriotische Waffe verkaufen können. Die Jungs waren total hypnotisiert. Glaubten alles. Dachten, sie würden in 'ner Woche die Franzosen zum Teetrinken nach Berlin einladen. Die Realität sah dann doch etwas…anders aus.
Must Read
Willkommen im Club der Überlebenden (oder eben nicht)
Der Schützengraben. Oh, der Schützengraben! Stellt euch vor, ihr verbringt euren Urlaub in 'nem Loch im Boden, das mit Schlamm, Ratten und der ständigen Angst vor Granaten gefüllt ist. Urlaub pur! Und statt 'ner Minibar gibt's Feldrationen, die vermutlich schon vor eurer Geburt abgelaufen waren. Mjam!
Paul lernt schnell, dass die Reden von Kantorek so viel wert waren wie 'ne leere Patronenhülse. Realität ist: Man kriecht im Dreck, versucht, nicht getroffen zu werden, und trauert um Freunde, die gestern noch da waren und heute nur noch ein Fleck im Matsch sind. Ein bisschen wie 'ne durchzechte Nacht, nur ohne den Kater danach – weil man ja eventuell nicht mehr da ist, um ihn zu haben.

Die Kameradschaft wird zur einzigen Konstanten. Paul und seine Freunde halten zusammen, teilen ihr Essen (wenn sie welches haben), erzählen sich Witze (die wahrscheinlich nur im Krieg lustig sind) und versuchen, sich gegenseitig am Leben zu halten. Es ist 'ne seltsame Art von Familie, zusammengeschweißt durch die gemeinsame Erfahrung von Horror und Verzweiflung.
Skurrile Fakten am Rande (weil's sonst zu deprimierend wird)
Wusstet ihr, dass die Soldaten im Ersten Weltkrieg oft ihre eigenen Zähne gezogen haben? Nicht, weil sie Zahnschmerzen hatten, sondern weil sie glaubten, dass Goldzähne im Falle ihres Todes geklaut werden könnten. Clever, oder? Dunkel, aber clever.

Und apropos Essen: Die Verpflegung war oft so schlecht, dass die Soldaten alles aßen, was sie finden konnten. Ratten, Pferde, die Stiefel des toten Kameraden – okay, letzteres ist 'ne Übertreibung, aber ich wollte euren Ekel-Faktor mal testen.
Das Ende vom Lied (Spoiler-Warnung: Es ist traurig)
Je länger der Krieg dauert, desto mehr verliert Paul seine Ideale und seine Unschuld. Er sieht den Tod, die Zerstörung und die Sinnlosigkeit. Er versteht, dass die ganze Propaganda 'ne Lüge war. Er ist nur noch 'ne leere Hülle, gefüllt mit Angst und Trauer.

Am Ende stirbt Paul. An einem Tag, an dem es “Im Westen nichts Neues” zu vermelden gibt. Was für 'ne Ironie! Er stirbt einfach so, namenlos und vergessen. Seine Geschichte ist 'ne Mahnung, dass Krieg keine glorreiche Heldentat ist, sondern 'ne sinnlose Verschwendung von Menschenleben. Und das ist alles andere als lustig.
Trotzdem, ich hoffe, ich konnte euch Paul Bäumer und seinen Schrecken auf eine halbwegs unterhaltsame Weise näherbringen. Denkt drüber nach, wenn ihr das nächste Mal über Krieg und Frieden diskutiert. Und bestellt euch noch 'nen Kaffee. Oder vielleicht doch lieber 'nen doppelten Whisky. Prost!
Denkt dran: Krieg ist doof. Punkt.
